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Comic-Besprechung - Section Eight

Geschichten:
Section Eight (Convergence Harley Quinn2; All Star Section Eight 1-6)
Autor: Garth Ennis, Zeichner: John McCrea, Colorist: John Kalisz


Story:
Sixpack ist zurück und ein diffuses Gefühl sagt ihm, dass eine große Bedrohung bevorsteht. Also will er seine Heldentruppe wieder zusammenbringen wobei die meisten allerdings tot sind. Schnell findet er einige durchgeknallte Möchtegernhelden, aber es fehlt der oder die achte. Also fragt er einfach mal bei der Justice League nach.


Meinung:
Garth Ennis hat sich hierzulande in den letzten Jahren etwas rar gemacht. Aber nun bekommt man eine geballte Ladung. Nicht nur ist ein neuer Band von seiner eigenen Serie Crossed wieder von ihm selber geschrieben worden, sondern es gibt mit Rover Red Charlie und dem vorliegenden Section Eight gleich zwei neue Serien von ihm auf Deutsch.

Wobei es nicht ganz richtig ist, Section Eight als neue Serie zu bezeichnen, denn es ist ein Spin-Off. Manche Leser dürften Section Eight schon kennen, denn diese Gruppe von Möchtegernhelden trat ab und an in der Serie Hitman auf. Wurden in der regulären Serie Hitman schon regelmäßig die Superhelden auf das Korn genommen, so ist die Einführung von Section Eight wohl die absurdeste und unfähigste Truppe gewesen die es im Heldenbereich wohl jemals gegeben hat. Richtig, Vergangenheitsform, denn Sixpack, der alkoholkranke Anführer der Gruppe, hat sich vermeintlich zum Wohle der Welt geopfert und die Mehrzahl seiner Mitstreiter ist gestorben. Hier tritt er wieder auf und möchte seine Liga der Deppen neu formieren. Nur sind die meisten eben tot. Nach einer ersten Überraschung, dass es überhaupt ein Wiedersehen mit Section Eight gibt, ist die Fortsetzung durchaus logisch. Die Handlung an sich beschränkt sich nämlich darauf, dass nach anfänglichen Erfolgen ein neues Team zusammenzustellen, ein achtes Mitglied fehlt. Und Sixpack fragt pro Kapitel bei einem Helden der Justice League nach. Green Lantern Hal Jordan ist allerdings noch in Kenntnis darüber wie damals Tommy Monagan, also der titelgebende Hitman, und seine Freunde der Green Lantern Kyle Rayner zugesetzt haben und auch die anderen Helden sind nicht gerade von dem Angebot geschmeichelt.

Diese rudimentäre Handlung wird dazu benutzt, um die Mitglieder der Justice League zu parodieren. Gerade bei Batman ist es ein schöner Gag, wenn berühmte Posen seiner Veröffentlichungsgeschichte mit eingebaut werden. Auch ist es sehr hintersinnig wie mit Wonder Woman umgegangen wird. Damals wurde die Figur entworfen um feministische Aspekte den üblichen weiblichen Comicfiguren entgegenzustellen. Hier wird das alles negiert und Wonder Woman erfüllt alle weiblichen Klischees die in ihrer nur leichten Übersteigerung die Parodie ausmachen.

Wie man es von Ennis her kennt, sind die Erlebnisse der Helden dann respektlos, witzig, politisch herrlich inkorrekt, witzig und rasant. Es hilft, wenn man Hitman kennt, denn es gibt ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten. So ist der dumme Killer Hacken immer wieder zu sehen und es ist ein Running Gag, dass er permanent an der Theke sitzt und am Lesen ist. Vor allem Baytor, der aus der Hölle entflohene Dämon der als Barkeeper arbeitet, erweitert hier seinen Wortschatz auf sehr lustige Art und Weise. Vor allem zwei Dinge sind es aber, die einen überraschen. Zum einen das hier im Grunde überhaupt keine Story vorliegt und man es kaum merkt. Zum anderen das postmoderne Ende, welches man so nicht erwartet hätte.

Und auch wenn Ennis immer wieder herrlich respektlos gegenüber den Superhelden ist, man denke nur an den Punisher, Thor: Vikings oder The Boys, so stellt er hier doch die Notwendigkeit der Helden heraus und was das Heldensein eigentlich ausmacht. Ein erstaunlich versöhnlicher Abschluss, der nicht so ganz mit der vorhergegangenen Parodie harmonieren will. Letztendlich ist es dann nicht gerade die beste Miniserie von Ennis, aber Fans des irischen Autors und vor allem von Hitman sollten auf jeden Fall zugreifen.


Fazit:
Eine respektlose Parodie auf die Superhelden deren Ende etwas überrascht. Es ist zwar nicht die beste Mini-Serie von Garth Ennis, aber Fans des irischen Autors und seiner Serie Hitman dürfen bedenkenlos zugreifen.


Section Eight - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Section Eight

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3957987768

ISBN 13:
978-3957987761

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • respektlose Parodie
  • überraschendes postmodernes Ende
  • Anspielungen an Vorläuferserie
Negativ aufgefallen
  • keine Story
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Rezension vom: 15.08.2016
Kategorie: Hefte
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