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Comic-Besprechung - Punisher kills the Marvel Universe

Geschichten:
Punisher killt das Marvel Universum (Punisher kills the Marvel-Universe. Marvel Universe vs. The Punisher 1-4)
Autor: Garth Ennis, Jonathan Maberry, Zeichner: Doug Braithwaite, Goran Parlov, Inker: Martin Griffiths, Mike L. Halbleib, Sean Hardy, Don Hudson, John Livesay, Robin Riggs, Goran Parlov, Colorist: Lee Loughridge, Shannon Blanchard, Tom Smith, Malibu


Story:
Als während einer Schlacht der X-Men und der Avengers gegen Aliens im Central Park die Familie des Polizisten Frank Castle ums Leben kommt, rastet der Veteran aus und tötet einige der Helden. Eine Gruppe von Menschen die durch Helden und Schurken versehrt wurden, holt ihn aus dem Gefängnis und bietet ihm ein Waffenarsenal an. Mit einem Ziel: die Auslöschung aller Superhelden und deren Gegner. Auch in einer fernen Zukunft kämpft der Punisher gegen die einstigen Helden und Schurken die durch ein Virus zu gefährlichen Kannibalen geworden sind.


Meinung:
Der vorliegende Paperback Punisher killt das Marvel-Universum ist eine Collection, wobei der Begriff etwas täuscht, da er nur zwei Storylines enthält. Zum einen ist das klassische What If von Garth Ennis enthalten, welches erstmals 1995 erschienen ist. Damals war Ennis schon bekannt, aber noch lange kein Superstar. Sein typischer böse Humor ist hier noch nicht zu finden, aber schon in diesem frühen Entwurf ist überdeutlich geworden das Ennis keine Helden mag. Mit der teilweisen Beiläufigkeit in der einige Helden sterben, macht der irische Autor auch deutlich wie leicht es in der Realität wäre, etwa den Hulk auszuschalten. Aber eine Dekonstruktion wie etwa später in The Boys sucht man hier noch vergebens, da er damals noch nicht den Status hatte um dieses durchführen zu können. In Ansätzen findet man das, aber es ist vergleichsweise noch etwas zahm. Wenn Spider-Man etwa stottert „Warum ich“ so ist das als ein kleiner Hinweis auf dessen immer wieder auftretendes Selbstmitleid zu sehen.

Schwach sind hier aber leider die Zeichnungen von Doug Braithwaite. Zwar zitiert er manchmal den typischen Stil der 1990er gerade in der großformatigen Splashpage mit den X-Men und auch die schwülstige Sprache passt zu dem Erscheinungsbild der damaligen Hitserie, aber die Gesichter sind oftmals zu fleischig, nicht klar umrissen, Hintergründe ausgespart und die Posen etwas zu steif. Dennoch ist dieses Heft ein Klassiker, der aber einige Schwächen hat.

Die zweite Story ist dafür sehr packend. In einer vierteiligen Miniserie wird eine alternative Zukunft entworfen die deutlich von Dystopien a la Mad Max und dem Zombiegenre geprägt ist. Kein Wunder, schließlich ist Jonathan Maberry hauptsächlich als Autor, auch im Horrorbereich, unterwegs. Die Menschheit steht am Ende, denn sie haben sich in Kannibalen verwandelt und begingen in Raserei unfassbare Brutalitäten. Doch nicht nur diese, sondern auch die Superhelden und Schurken. Einzig der Punisher ist übrig und macht sich daran die anderen auszurotten, bis er es mit einigen schweren Gegnern zu tun bekommt. Die Geschichte hat mit ihrer apokalyptischen Atmosphäre ihren Reiz und man merkt den deutlichen Horroreinschlag des Autors überdeutlich an. Auch geht es nicht gerade zimperlich zu und man hätte gerne ausführlicher gesehen was mit einigen Helden und Schurken geschehen ist. Doch die Andeutungen auch auf der zeichnerischen Ebene machen schon sehr deutlich, dass es den meisten nicht gerade gut ergangen ist. Der Zeichner Goran Parlov versteht es, eine unheimliche Atmosphäre zu kreieren.
Es spricht übrigens für den Erfolg des Charakters, dass auch Deadpool hier einige zentrale Szenen bekommen hat. Die Miniserie ordnet sich ein in vergleichbare alternative Serien wie den Marvel Zombies und bietet doch den typischen Punisher. In der Struktur ist das also nicht neu, aber dennoch packend und gut umgesetzt.


Fazit:
Auch wenn der Klassiker aus heutiger Sicht doch einige Schwächen besitzt, so ist die Story von Garth Ennis bemerkenswert und steht doch im Schatten der längeren Storyline, die alles ausführlicher und düsterer schildert.

Punisher kills the Marvel Universe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Punisher kills the Marvel Universe

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3957988659

ISBN 13:
978-3957988652

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Story
  • düstere Atmosphäre
  • Dekonstruktion der Helden
  • überraschende Action
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen von Braithwaite
  • Humor kommt nicht zur Geltung
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Rezension vom: 14.09.2016
Kategorie: Punisher
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