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Comic-Besprechung - Trigan Band 5: Eroberungspläne

Geschichten:
Trigan Band 5 (The Reign of Thara; The Invasion of Bolus)
Autor: Mike Butterworth, Illustrator: Don Lawrence, Übersetzung: Susanne Picard, Uwe Peter

Story:

Neue Krisen erschüttern das trigonische Imperium. Ein letztes Mitglied eines alten Adelsgeschlechtes erhebt Anspruch auf den Thron des Reiches. Und ein Wissenschaftler plant das Weltall zu erobern, um von dort aus Elekton zu unterwerfen.



Meinung:

Der fünfte Band der "Trigan"-Serie ist ein außergewöhnlicher Band. Mike Butterworth und der sowieso immer unübertroffene Don Lawrence präsentieren mit "Eroberungspläne" ein Album, das anstelle der sonst üblichen drei, dieses Mal nur zwei Stories umfasst. Und die haben es in sich.

"Die Herrschaft von Kaiserin Thara" erzählt davon, wie eines Tages Trigan und seine Familie von einer Frau gestürzt werden, die von sich behauptet, die wahre Herrscherin zu sein. Mit eiserner Faust regiert sie das Reich und lässt ihn in die Sklaverei verkaufen. Unter ihrer Herrschaft wird die Bevölkerung im Reich immer mehr unterdrückt, bis sich eine Dienerin aufmacht, um nach dem Verbleib Trigans zu suchen.

Bislang überzeugte die "Trigan"-Serie nicht durch vollendete Frauengestalten. Im Gegenteil: Die Vertreter des sogenannten "schwachen" Geschlechts wurden immer im negativen Licht dargestellt. Sie waren passiv und häufig bloße Opfer. Das war natürlich auch der Zeit geschuldet, in der die "Trigan"-Geschichten das erste Mal erschienen sind. Damals war man eben der Meinung, dass Frauen und Mädchen nicht dieselben Stories lesen würden, die Jungen und Männer. Eine Annahme, die sich erst im Laufe der Jahre veränderte.

Umso erstaunlicher ist dann die Geschichte "Die Herrschaft von Kaiserin Thara". Denn in dieser Story tauchen nicht nur eine, sondern gleich zwei durchaus starke Frauenfiguren auf. Die erste ist die titelgebende Thara, bei der seit längerer Zeit wieder eine Art Kontinuität zwischen den einzelnen Erzählungen aufgebaut wird. Denn die Herkunft dieser Figur baut auf Ereignisse der allerersten "Trigan"-Erzählung auf.

Thara wird als engstirnige und durchaus machtbewusste Frau charakterisiert. Sie weiß was sie will, und wie sie es erreichen kann. Dass sie dabei trotzdem auf den Rat und die Tat der ihr untergebenen Männer angewiesen ist? Geschenkt! Ebenso, dass sie auch die meiste Zeit passiv bleibt.

Deutlich aktiver ist die Tochter von PErik, dem Wissenschaftler der "Trigan"-Serie, Salvia. Sie ist der vollkommene Kontrast zu Thara. Ruhig und besonnen und trotzdem zielgerichtet. Sie ist es, die vor allem in der zweiten Hälfte dieser anormal langen Geschichte die Handlung bestimmt. Und die dank ihrer Fähigkeiten ein ums andere Mal wichtige Figuren rettet.

Um es nochmal zu betonen: "Die Herrschaft von Kaiserin Thara" ist die bislang längste Erzählung innerhalb der "Trigan"-Serie. Sie ist ungefähr genauso lang wie zwei normale Geschichten. Und doch hat man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier die Spannung zwischendurch einschläft. Gemäß den Gesetzmäßigkeiten der Erscheinungsweise peitscht Mike Butterworth die Handlung voran und lässt sich immer wieder einen neuen Plottwist einfallen, der die Atmosphäre weiterhin aufrechterhält.

In "Der Herr über Leben und Tod" werden Janno, Roffa und Keren von einem verrückten Wissenschaftler entführt. Er zwangsrekrutiert sie in seine Armee, denn er plant, einen der Monde Elektons zu erobern. Tatsächlich zeigt sich, dass auf diesem Leben existiert, das eine fortschrittliche Technologie beherrscht. Doch am Ende nützt ihnen dies nichts, da die Eroberer sie in die Knie zwingen. Und das soll nur der Anfang eines Eroberungsfeldzugs sondergleichen sein!

"Der Herr über Leben und Tod" ist im Vergleich zur vorherigen Geschichte geradliniger. Es gibt hier keine großartigen Überraschungen, noch ist sie für "Trigan"-Verhältnisse innovativ. Und trotzdem funktioniert sie hervorragend, macht Spaß zu lesen und weiß zu gefallen. Woran liegt das?

Vielleicht weil das Kreativteam von Mike Butterworth und Don Lawrence bewusst oder unbewusst eine Geschichte erzählen, die aus der Blütezeit der Pulp SciFi stammen. Es ist eine Story, bei der man nicht all zu viel auf Logik geben darf, weil sie ansonsten nicht funktioniert. Denn man hat es hier mit den klassischen Bestandteilen zu tun: Ein wahnsinniger Wissenschaftler, eine verrückte Unternehmung und eine überraschende Entdeckung auf einer fremden Welt.

Dabei gefällt die Figur des verrückten Wissenschaftlers, da sein Wahnsinn durchaus Methode hat. Er schwadroniert nicht einfach so, sondern agiert zielgerichtet und durchaus bewusst, was er dafür alles in Kauf nehmen muss. Die Leben der anderen sind ihm dabei egal. Das Ergebnis zählt für ihn!

Und so ist diese Erzählung eine kleine, nette, die sehr gelungen ist. Eben weil sie so zielgerichtet ist.

Die Zeichnungen von Don Lawrence sind wieder erstklassig. Es ist bewundernswert, was der Künstler damals innerhalb eines strikten Zeitlimits zu Papier brachte. Das Design der Figuren und der Technik ist immer wieder ein Highlight.

Und damit ist zum ersten Mal in der Geschichte der "Trigan"-Reihe ein Band der Serie ein "Klassiker", der auch den "Splashhit" verdient hat.



Fazit:

"Eroberungspläne" heißt der fünfte Band der "Trigan"-Serie. Und Autor Mike Butterworth präsentiert gemeinsam mit dem Künstler Don Lawrence den bislang besten Teil der Reihe. Der Band besteht nur aus zwei Geschichten, wobei die erste praktisch genau solang ist, wie zwei. Das tut der Spannung keinen Abbruch. Denn das Kreativteam weiß den Leser die ganze Zeit zu unterhalten, eben unter anderem auch mit einigen ungewohnten Aspekten, für die Serie, wie eben zwei starken Frauenfiguren. Die zweite Story ist hingegen erstklassiger SciFi-Pulp und von ebenso hoher Qualität, wie die allererste Geschichte.



Trigan Band 5: Eroberungspläne - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Trigan Band 5: Eroberungspläne

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 15,99

ISBN 13:
978-3957988126

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Für "Trigan" ungewöhnlich starke Frauenfiguren
  • Gelungene Überlänge von „Die Herrschaft von Kaiserin Thara“
  • Pulpfaktor von „Der Herr über Leben und Tod“
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 23.11.2016
Kategorie: Trigan
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