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Comic-Besprechung - Marvel Now: Avengers 6 - Heldenjagd

Geschichten:
Marvel Now! Avengers 6: Heldenjagd (Avengers # 35-37, New Avengers #24 - 25)
Autor: Jonathan Hickman, Zeichner: Nick Bradshaw, Jim Cheung, Paco Medina, Dustin Weaver, Valeroi Schiti, Stefano Casselli, Kev Walker, Mike Deodato jr, Inker: Mark Morales, Guillermo Ortego, Juan Vlasco, Colorist: David Curiel, Frank Martin Jr., Übersetzung: Michael Strittmaier

Story:

Das Marvel Universum ist ein düsterer Ort geworden. Helden jagen Helden und die Schurken können weiterhin Paralleluniversen zerstören. Was ist da nur geschehen?



Meinung:

Der Zeitpunkt der Publikation von "Avengers: Heldenjagd" ist interessant. Denn in diesem Band wird die Vorgeschichte zum "Secret Wars"-Crossover weiter erzählt. Doch der Event ist hierzulande längst gelaufen und der Hauptteil der von Panini herausgebrachten Marvelcomics beschäftigt sich noch mit den Konsequenzen dieses Crossovers. Am Ende ist dies jedoch auch egal, da es hier um die Story geht. Und die wird wie üblich von Jonathan Hickman geschrieben, derweil die Geschichten von so namenhaften Künstlern wie Mike Deodato Jr., Paco Medina oder Jim Cheung illustriert wurden.

Acht Monate sind vergangen und das Marvel Universum ist ein anderer Ort geworden. Die Illuminati sind auf der Flucht, gejagt von SHIELD und Steve Rogers. Die Zeit drängt, denn das Multiversum stirbt, was nicht zuletzt auch an der Kabale liegt. Denn auch die Superschurken zerstören andere Universen, um die Erde zu retten.

Wieso sind acht Monate vergangen? Was ist da geschehen? Wieso ist Steve Rogers auf ein Mal alt? Wieso hat Thor nur einen richtigen Arm und der andere ist eine Prothese? Wer sind diese Figuren?

Das sind nur ein paar Fragen, die einem beim Lesen durch den Kopf schießen. Man muss schon tief im Marvel Universum stecken, um alle Antworten zu kennen. Und damit ist eben nicht nur das "Axis"-Crossover gemeint, dass die Antwort auf viele Fragen liefern dürfte. Auch die "Thor"-Serie oder die "Captain America"-Serie müssen gelesen worden sein, neben den "Avengers"-Reihen und überhaupt all jenen Geschichten, die Jonathan Hickman zuvor geschrieben hat. Das ist eine Menge Stoff und leider erleichtert Panini einem das Lesen auch nicht, da sie keine passenden Infos bieten. Man wird quasi im Regen stehen gelassen.

Was insofern schade ist, als das die Story von Jonathan Hickman durchaus lesenswert ist. Der Autor schreibt eine dichte, packende Geschichte, die eben ein weiteres Kapitel, ein weiteres Steinchen im Weg zum "Secret Wars"-Crossover darstellt. Dabei schreibt er sehr viele kleinere Charaktermomente, die die Figuren weiter ausbauen.

Sei es nun, das Thor und Hyperion auf einem Berggipfel gemeinsam trinken und sinnieren oder das Sunspot seinen alten Freund Cannonball besucht, es sind solche kleinen Szenen, die dazu beitragen, dass man mit den Figuren warm wird. Gleichzeitig schafft es der Autor auch, dass trotz der enormen Vielzahl an Protagonisten man nie das Gefühl hat, es gehen welche unter. Im Gegenteil: Jeder Charakter hat seinen eigenen Moment, in dem er etwas Signifikantes zur Handlung beitragen kann. Und angesichts der enormen Vielfalt an Figuren darf man das nicht unterschätzen.

Gleichwohl zeigt sich hier auch der Nachteil, dass, wenn man nicht alle vorherigen Teile gelesen hat, man ganz schön aufgeschmissen ist. Es gibt nämlich Charaktere, die man nicht zuordnen kann. Wie eben zum Beispiel die "Söhne" von Hyperion, bei denen man nicht weiß, wer sie sind und woher sie kommen.

Illustriert wird der Band von jeder Menge unterschiedlicher Künstler. Man hat hier Jim Cheung, Paco Medina oder auch Kev Walker. Das sind alles durchaus AAA-Künstler, Zeichner, die ihr Handwerk verstehen. Die aber auch gleichzeitig einen Stil haben, der gegensätzlicher nicht sein könnte. Was teilweise zu einem … interessanten Clash of Contrast führt, wenn auf einen Dustin Weaver ein Nick Bradshaw folgt. Der teilweise krasse Stilwechsel wirft einen vollkommen aus der Bahn und man fragt sich, wieso Marvel nicht weniger Künstler ausgewählt hat, um die Geschichten zeichnerisch umzusetzen.

So ist der Band unterm Strich "Ganz Nett".



Fazit:

Der sechste Band von "Marvel Now: Avengers" heißt "Heldenjagd". Und wenn man nicht tief in der Materie drinnen steckt, wird man mit Jonathan Hickmans Erzählung so seine Probleme haben, um alles nachvollziehen zu können. Da helfen die vielen hervorragenden Charaktermomente auch nicht viel weiter, da man teilweise nicht nachvollziehen kann, welche Vergangenheit jetzt welche Figur hat. Die vielen namenhaften Künstler sind großartig, allerdings ist der stilistische Unterschied zwischen ihnen stellenweise doch zu groß!



Marvel Now: Avengers 6 - Heldenjagd - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Now: Avengers 6 - Heldenjagd

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 14,99

ISBN 13:
978-3957988713

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannend
  • Alle Figuren werden charakterisiert
  • Jede Menge erstklassige Künstler
Negativ aufgefallen
  • Für Nicht-Kenner des Marvel Universums nicht verständlich
  • Starker Kontrast zwischen den einzelnen Künstler
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 24.11.2016
Kategorie: Avengers
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