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Comic-Besprechung - Mark Millar Collection Band 1: Wanted

Geschichten:
Mark Millar Collection Band 1: Wanted (Wanted #1-6, Wanted Dossier)
Autor: Mark Millar, Zeichner: J. G. Jones, Dick Giordano, Colorist: Paul Mounts, Übersetzung: Bernd Kronsbein

Story:

Das Leben von Wesley Gibson ändert sich, als er erfährt, dass sein Vater der Superschurke "Killer" war. Jetzt ist sein Vater tot und er tritt in seine Fußstapfen. Womit für ihn ein vollkommen anderes Leben anfängt.



Meinung:

Mark Millar ist einer der bekanntesten und berühmtesten Comicautoren überhaupt. Der Schotte hat mit Geschichten bei "Swamp Thing" und "Ultimate Fantastic Four" für Furore gesorgt, ehe er anfing, seine eigenen Geschichten zu schreiben. Diese brachte er bei diversen Verlagen unter, heuerte einige namenhafte Künstler an und erschuf so unter anderem "Wanted". Das war 2004. Und seit fast all seine Geschichten entweder verfilmt wurden oder zumindest für Verfilmungen in Betracht gezogen wurden, hat er den Ruf eines Mannes, der alles, was er anfasst zu Gold macht.

Jetzt liegt der "Wanted"-Comic in einem wunderschönen Album vor. Dabei wird nicht nur die eigentliche Heftserie gesammelt, die von J. G. Jones ("Y - The Last Man", "52") illustriert wurde. Sondern auch jede Menge Bonusmaterial mit eingebaut. Der perfekte Einstieg in die "Millarworld", wie das Universum genannt wird, in dem die Geschichten des Autoren spielen.

Wesley Gibsons Leben ist langweilig, grau und eintönig. Er selbst ist eher passiv. Er weiß, dass seine Freundin mit seinem besten Freund schläft. Er lässt sich beschimpfen und tut nichts. Bis er eines Tages erfährt, dass sein Vater tot ist.

Sein Vater ist niemand anderes als der "Killer", ein Superschurke. Und sein Sohn tritt in seine Fußstapfen. Sein Leben ändert sich radikal und er genießt es aus vollen Zügen. Gleichzeitig will er aber auch herausfinden, wer seinen Vater umgebracht hat. Die Antwort darauf könnte ihn überraschen.

Was war denn das Besondere an "Wanted"? Waren es die Zeichnungen von J. G. Jones, der sich bei der Darstellung von Wesley Gibson sehr an Emiment orientierte? War es die Geschichte mit der… "farbenprächtigen" Sprache? Oder waren es die vielen Anspielungen an bekannte Schurken?

Es ist vermutlich eine Mischung aus allem gewesen, die dafür sorgte, das "Wanted" für Mark Miller der Durchbruch war, sich als sein eigener Herr zu etablieren. Zwar schrieb er in den Jahren nach dem Herauskommen der Serie noch ein paar Geschichten für Marvel Und DC. Doch hauptsächlich konzentrierte er sich auf seine eigenen Serien.

Was man auf jeden Fall sagen kann, ist, dass Mark Millar weiß, wie er Akzente setzt. Schon allein das erste Kapitel, die Ursprungsgeschichte des zweiten Killers zeugt davon. Man ist fasziniert, wie Wesley Gibson sich immer mehr und mehr von einem Langweiler in einen coolen Superschurken verwandelt, der keine Grenzen hat und sein Leben aus vollen Zügen genießt.

Das faszinierende dabei sind die verschiedenen Schurken, mit denen er es zu tun hat. Mark Millar weiß die Tatsache, dass der Top Cow-Verlag sich eher an erwachsene Leser richtet, zu nutzen. Und baut so unter anderem Charaktere wie "Shit Head" ein, der aus den Fäkalien der 666 bösesten Menschen besteht. Oder lässt die Sprache deutlich bunter und erwachsener wirken.

Hinzu kommen auch noch die ganzen Anspielungen auf die Superheldencomics. Figuren wie Doll-Master, der wahrscheinlich auf Toyman basiert, einem klassischen Supermanschurken, fallen da ein. Oder es wird ein radioaktives Kondom erwähnt, dass sich schwach auf einen bestimmten Superhelden auswirkt und grün leuchtet. J. G. Jones lässt es sich zudem nicht nehmen, noch selber einige Charaktere in die Panels einzubauen, wie zum Beispiel jemanden, der an einen den Wrestler Scott Steiner erinnert.

Die Story steckt voller Wendungen und überraschender Plottwists. Wobei man allerdings auch sagen muss, dass der finale Plottwist am Ende nicht funktioniert. Er ergibt keinen Sinn und ist im Prinzip nur ein dickes, fettes "Fick dich" von Mark Millar an den Leser. Was man ihm im Kontext der Story zwar nicht übel nehmen kann. Aber es irritiert trotzdem.

Die ganzen Extras sind natürlich das Sahnehaupt auf dem Ganzen. Biografien, Skripte oder Skizzen erwarten den Leser. Man kann davon gar nicht genug bekommen.

Und deshalb sollte man zumindest "Zugreifen".



Fazit:

Wer schon immer wissen wollte, woher der gute Ruf von Mark Millar kommt, der kann jetzt mit "Wanted" das nachvollziehen. Der Comic, den er damals mit J. G. Jones gemacht hat, liegt jetzt in einem Hardcover gesammelt, mit lauter guten Extras vor. Die Geschichte fasziniert durch die Charakterisierungen und durch die Anspielungen auf bekannte Comicfiguren. Gleichzeitig wird das erwachsene Publikum durch die härte Sprache und Charaktere wie Shithead bedient. Die Illustrationen von J. G. Jones sind großartig.



Mark Millar Collection Band 1: Wanted - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mark Millar Collection Band 1: Wanted

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 19,99

ISBN 13:
978-3957989475

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Mark Millars Durchbruch als Independent-Autor
  • Viel Zusatzmaterial
  • Super Zeichnungen von J. G. Jones
  • Viele Anspielungen
Negativ aufgefallen
  • Merkwürdiges Ende
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 07.01.2017
Kategorie: One Shots
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