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Comic-Besprechung - Sara Lone 1: Pinky Princess

Geschichten:
Sara Lone 1: Pinky Princess
Autor: Erik Arnoux, Zeichner / Colorist: David Morancho


Story:
Als eines Tages der Vater von Sara Lone ermordet wird, macht das FBI sie in einem Stripclub ausfindig. Auch wenn sie wenig zu der Aufklärung beitragen kann, möchte sie doch an der Beerdigung teilnehmen. Doch der Inhaber des Clubs will ihr den Lohn nicht auszahlen und sie vergewaltigen. Im Glauben ihn in Notwehr getötet zu haben, wird Sara nun von der Polizei und der Mafia gejagt, was sie in die Hände eines undurchsichtigen Agenten spielt.


Meinung:
Spätestens seit den Thrillern von Alfred Hitchcock gibt es ein wiederkehrendes und fast unfehlbares Prinzip für das Genre. Man werfe eine unschuldige Person in ein Netz in dem es sich umso weiter verstrickt desto mehr sie versucht herauszukommen. Das ist an sich nichts Neues und fand man auch in der sogenannten Schwarzen Serie Hollywoods und im Film Noir. Dort war es aber meistens das eigene Verschulden und die Personen haben sich im Verbrechen verstrickt, welches eine Eigendynamik entwickelte. Bei Hitchcock waren es aber Unschuldige. Und das ist der wesentliche Unterschied.

Aber ist die Titelheldin der neuen Thrillerserie Sara Lone wirklich unschuldig? Auf den ersten Blick nicht, da sie als eine Stripteasetänzerin arbeitet, sich also moralisch zumindest im Zwielicht aufhält. Aber die illegalen Taten die Sara hier vollführt, wie Körperverletzung und Diebstahl, begeht sie weniger aus einer moralischen Verkommenheit heraus, sondern aus Notwendigkeit. Die Körperverletzung resultiert aus Notwehr und sie stiehlt nur so viel Geld wie ihr zusteht. Doch die Heldin ist sehr undurchschaubar und verschlossen. Was nicht nur anderen Protagonisten gegenüber auffällt, sondern auch dem Leser. So kann man ihr gegenüber noch nicht sonderlich viel Empathie entgegenbringen und beobachtet sie mehr nüchtern von außen her, als das man mit ihr mitfühlen würde.

Ein weiteres Manko des ersten Teils ist der teilweise ausufernde Off-Kommentar der die Dynamik des Thrillers teilweise doch erheblich stört. Man will die Action sehen und sie nicht auch beschrieben lesen. Da ist es manchmal auch unbeholfen wenn gleichzeitig geschildert wird, was die von der Gewalt betroffenen Personen spüren. Man braucht nicht zu schreiben, dass jemand überrascht ist, sondern braucht einfach nur die dementsprechende Mimik zu zeigen. Das kann der Zeichner Morancho auf jeden Fall und man bekommt zumindest teilweise den Eindruck, dass sich Zeichner und Autor noch etwas aneinander herantasten.

In dem äußerst interessanten und sehr ehrlichen Vorwort wird übrigens auch erwähnt, dass sich die beiden Schöpfer privat nicht kennen, sondern nur über das Internet kommunizieren wobei der eine jeweils nicht die Sprache des anderen spricht. Der Autor ist Franzose und der Zeichner Spanier und vielleicht tauchten so auch Missverständnisse auf. Ist es da ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass der Band in Frankreich mittels Crowdfunding herausgebracht worden ist?

Auch wenn es jetzt vielleicht so klingen mag: schlecht ist Sara Lone auf keinen Fall. Zwar besitzt der Band einige Mängel, aber gleichzeitig gehört er zu den besseren Thrillern die man derzeit finden kann. Was vor allem daran liegt, dass Sara in mehrere Handlungsfäden verstrickt wird die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und so ist man mehr als neugierig wie sich das entwickeln wird. Umso überraschender ist es, das am Ende kein klassischer Cliffhanger geboten wird, aber immerhin die Gesamtsituation für die Heldin ziemlich aussichtslos ist. Übrigens hat man den Schauplatz nicht nur in den Beginn der 1960er Jahre gelegt, um ein bisschen Zeitkolorit einbauen zu können, sondern weil die Story, so wie sie erzählt wird, eigentlich auch nur zu dem Zeitpunkt stattfinden konnte. Man kann also gespannt sein und wartet sehnsüchtig auf die Fortsetzung und hofft auch, dass die kleinen Mängel dann behoben sind.


Fazit:
Trotz einiger kleinerer Mängel ist der Thriller sehr spannend und man fragt sich wie Sara aus der Situation herauskommen wird. Man kann den zweiten Teil kaum erwarten.


Sara Lone 1: Pinky Princess - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sara Lone 1: Pinky Princess

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
All Verlag

Preis:
€ 15,80

ISBN 10:
3926970782

ISBN 13:
978-3926970787

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Story
  • Setting
Negativ aufgefallen
  • ausufernder Off-Kommentar
  • keine Empathie gegenüber Heldin
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Rezension vom: 08.02.2017
Kategorie: Alben
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