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Comic-Besprechung - Mosaik 494

Geschichten:
"Ankunft in Augsburg"
Autor: Jens Uwe Schubert
Zeichnungen: Niels Bülow, Clemens Eckert, Jens Fischer, Sally Lin, Ulrich Nitzsche, Andreas Pasda, Thomas Schiewer, Andreas Schulze
Kolorierung: André Kurzawe, Julia Sand

Seit mehreren Monaten erleben die Abrafaxe nun schon ihre Abenteuer in der Zeit der Reformation. Zusammen mit Luther haben sie die Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt und sie haben bei Lucas Cranach gewohnt und gearbeitet. In diesem Heft verlassen Abrax und Brabax die Lutherstadt Wittenberg und ziehen nach Augsburg, wo Luther vor dem großen Reichstag für seine Thesen Rede und Antwort stehen muss.

Die Reise von Abrax, der die Rüstung vom Sachsenherzog Friedrich transportiert, wird im Heft ausführlich geschildert. Er bekommt erste Probleme als er auf eine Gruppe Räuber trifft. Deren Anführer ist jedoch Anna aus dem ebenfalls im Steinchen für Steinchen Verlag erscheinenden "Anna, Bella und Caramella". Somit gibt es auch in diesem Heft wieder ein Aufeinandertreffen der Comicfiguren. Dies bleibt aber ohne nennenswerte Auswirkungen, so dass die Reise nach Augsburg fortgesetzt werden kann.
Erst die Saale-Querung macht dann ernsthafte Probleme. Mal davon abgesehen, dass die Saale nicht wie dargestellt lediglich ca. 5m breit ist, auch das Steilufer dürfte es in dieser Art im Saalelauf nicht geben. Angesichts der berühmten Detailverliebtheit des Mosaik-Kollektivs ist diese Szene folglich unverständlich. Darüber hinweggesehen wird dem Leser gezeigt, wie man aus einem Baum eine Brücke bauen kann. Die Technologie, die Abrax dafür nutzt, ist interessant, fraglich ist aber auch hier wieder, ob dies in der Realität wirklich zum Erfolg geführt hätte.
Die anschließenden Geschehnisse in Augsburg handeln überwiegend vom bevorstehenden Reichstag und dem Ritterturnier. Der Leser bekommt namhafte Persönlichkeiten, wie den bereits erwähnten Sachsenherzog Friedrich, aber auch den Kaiser Maximilian und Jacob Fugger zu Gesicht. Bereits hier zeigen sich Verquickungen zwischen Wirtschaft (das Fugger-Imperium), der Kirche und der Politik.

Die Story ist folglich sehr vielschichtig, da sich eher unbedeutende Zwischenfälle mit wichtigen Gesprächen auf höchster Ebene abwechseln. Für den Leser bedeutet dies eine durchweg gute Unterhaltung mit vielen actionreichen Szenen, aber auch mit Momenten, die erst in einem der nachfolgenden Hefte an Bedeutung gewinnen könnten. Damit hat Autor Jens Uwe Schubert den Spagat vom mittlerweile recht ereignislosen Wittenberg zum quirligen Augsburg geschafft, ohne dass der Weg dorthin langweilig gewesen wäre.

Wird bei der oben geschilderten Darstellung der Saale etwas geschwächelt, können die Zeichner bei den Städten und Gemeinden wieder glänzen. Die Häuser in Augsburg werden mit vielen Verzierungen, kleinen Erkern, Türmchen und Spitzen dargestellt. Häuser am Wegesrand haben, wie damals üblich, Holzschindeln als Bedachung und der Fachwerkbauweise wird ebenfalls in vielfacher Ausfertigung Aufmerksamkeit geschenkt. Aus architektonischer Sicht ist dieses Heft folglich wieder eine Augenweide. Lediglich bei der Darstellung der historischen Figuren klammert man sich zu sehr an den überlieferten Vorlagen. Manche Persönlichkeiten wirken immer noch wie auf einem Gemälde und nicht wie in einem Comic. Hier wäre mehr Dynamik bei den Gesichtszügen angebracht.

Zusammen mit dem ausführlichen redaktionellen Mittelteil, der wieder zahlreiche Infos zur Gesellschaft im Zeitalter der Reformation beinhaltet, ergibt sich ein unterhaltsames Comicheft mit vielen sehenswerten Szenen in einem geschichtlich hochbrisanten Umfeld. Überaus empfehlenswert.


Mosaik 494 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mosaik 494

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 2,80

52 Seiten

Mosaik 494 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • unterhaltsame Reise nach Augsburg
  • Einbezug der Fugger-Familie sorgt für zusätzliche Brisanz
  • gelungene Darstellungen der Architektur und der Rüstungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 16.02.2017
Kategorie: Mosaik
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