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Comic-Besprechung - La Vie en Doll 01

Geschichten:
La Vie en Doll 01 (La Vie en Doll)
Autor, Zeichner: Junya Inoue, Übersetzung: Manuel Chillagano

Story:

Als die schüchterne Kasumi Harnuo ein Päckchen von ihrem verschollenen Vater erhält, verändert sich ihr Leben von Grund auf. Denn innen drin sind ein Spiegel und ein Ring enthalten. Und hinter diesen Objekten sind andere Mächte her.



Meinung:

Mit "Btooom!" hat der Mangaka Junya Inoue eine erfolgreiche Serie am Start. Doch neben dieser Reihe hat er auch an einer anderen Reihe gearbeitet. Der Titel jener lautet "La Vie en Doll" und wird jetzt von Tokyopop hierzulande veröffentlicht. Geplant sind bislang drei Bände.

Kasumi Harnuo ist schüchtern. Seit ihr Vater im Ausland verschollen ist, ist ihr Leben relativ freudlos. Doch dann erhält sie ein Päckchen, das von ihrem Vater stammt. Da drinnen enthalten sind ein kleiner Spiegel und ein Ring. Nichts ahnend zieht sie sie beide an. Und erweckt damit schon bald eine andere Persönlichkeit, namens Kusumi. Und gerät des Weiteren in einen Konflikt, in dem es um Leben und Tod geht.

Schon allein das Cover und die ersten Seiten geben eine Ahnung, worum es hier geht, bzw. in welche Richtung Junya Inoue sein neustes Werk entwickeln will. Es geht um Gothic Lolitas, die gegeneinander kämpfen, plus sachte Anleihen an das Magical Girl-Genre. Das alles wird in eine düstere Story verpackt, die nicht minder düstere Zeichnungen hat.

Ausführlich führt der Mangaka den Leser in die Welt von Kasumi ein. Eine 14jährige, die ein Buch über Psychologie in der Schule liest, extrem schüchtern ist und von anderen gehänselt und gemobbt wird. Zu Hause erwartet sie eine arbeitslose Mutter, die seit dem Verschwinden ihres Mannes ihr Leben nicht mehr auf die Reihe kriegt. Ja, man kann sagen, dass das Leben von Kasumi alles andere als fröhlich ist.

Was sich dann komplett ändert, als sie das Päckchen erhält. Denn in dem Spiegel befindet sich quasi ein anderes Ich, das frecher und extrovertierter ist, als sie. Also quasi das genaue Gegenteil. Was das Geheimnis dahinter ist, erfährt man nicht. Nur ein paar Andeutungen, anhand diverser Schnipsel.

Da sind um einen ihre Verfolger, die nicht gerade zurückhaltend agieren. Um ihr Ziel zu erreichen, sind sie bereit, notfalls jemanden umzubringen. Dabei sprechen sie die meiste Zeit über hebräisch und es fallen Begriffe wie "Heilige Jungfrau". Anscheinend wird hier eine biblische Komponente mit ins Spiel gebracht, wobei diese vermutlich sehr frei interpretiert wird. Man darf gespannt sein, was hier noch weiterhin geschehen wird.

Die düstere Natur der Story ist dabei quasi essentiell. Der Plot funktioniert einfach nicht ohne dieses Element. Es soll einfach eine Atmosphäre entstehen, in der alles Mögliche geschehen kann und auch geschieht. Denn Kusumi, Kasumis anderes Ich, agiert äußerst skrupellos und nimmt das Ableben andere Menschen billigend in Kauf. Schockierend und doch nur eine angemessene Reaktion auf das Verhalten der Gegenspieler, die ebenfalls nicht davor zurückschrecken, andere Leute zu töten oder sonst wie für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Was dem Manga allerdings etwas im Weg steht, sind die Zeichnungen von Junya Inoue. Zwar zeichnet der Mangaka schön detailliert, so dass keine Wünsche aufkommen. Doch was die Gesichter der minderjährigen Mädchen angeht, da versagt er komplett. Im Prinzip werden ein und dieselben Gesichtszüge wieder verwendet, nur eben mit unterschiedlichen Haaren und Körpergrößen.

Deshalb wird der erste Band zum "Reinschauen" empfohlen.



Fazit:

Junya Inoues "La Vie en Doll" ist eine düstere Story. Die Charakterisierungen sind hervorragend geworden und die Story spannend. Man weiß nicht, viel über den Ursprung der Figuren, noch was sie genau vorhaben. Schade ist nur, dass der Mangaka bei den Figuren immer wieder die gleichen Gesichtszüge verwendet.



La Vie en Doll 01 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

La Vie en Doll 01

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,95

ISBN 13:
978-3-8420-1271-4

224 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Düstere Story
  • Mysteriös
Negativ aufgefallen
  • Gesichtszüge der Gesichter gleichen sich
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Rezension vom: 23.03.2017
Kategorie: La Vie en Doll
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