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Comic-Besprechung - Polar 3: Keine Gnade für Schwester Maria

Geschichten:
Polar 3: Keine Gnade für Schwester Maria
Autor / Zeichner / Colorist: Victor Santos


Story:
Maria ist die Ehefrau eines Mafiapaten und seit zwei Jahren verschwunden. Der Mafiosi will seine geliebte Ehefrau aber wiederhaben und als sie in einem Kloster entdeckt wird, setzt er ein Kopfgeld auf sie aus. Doch Untergeben die ihren Chef stürzen wollen, wollen das Geld nur für die Leiche zahlen. Auch das FBI mischt mit, schließlich meinen sie in der Frau eine potentialle Kronzeugin zu haben. Ein Krieg zwischen Killern bricht aus. Mitten unter ihnen: Black Kaiser.


Meinung:
Der dritte Band von Polar ist auch schon das Finale der Serie und reiht sich somit ein in die traditionsreichen Trilogien. Und auch wenn der Abschied etwas bedauerlich ist, so macht es einem der dritte Band doch relativ leicht. Wie schon zuvor ist die Story äußerst minimal und dient nur als Aufhänger für die Action die hier auch überhandnimmt und ein einziges Gemetzel ist. Santos gibt erst gar nicht vor, eine ausgefeilte Dramaturgie schaffen zu wollen, sondern setzt einzig auf die Aktion. Eine Ehefrau eines Mafiabosses ist der Gewalt überdrüssig und versteckt sich in einem Kloster. Der sie liebende Mann will sie lebend zurückhaben, während andere des Clans ihre Chance kommen sehen, dem Don zu schaden und ihn abzulösen indem sie seine Frau töten. Beide Seiten setzen ein Kopfgeld aus welche die verschiedensten Killer aus aller Welt auf den Plan ruft. Doch auch das FBI sieht darin eine Chance mit der gewissensgebeutelten Frau eine Kronzeugin finden zu können.

Man sieht also, dass die eigentliche Handlung nur ein Vorwand für Action ist, was an sich nicht verkehrt ist. So richtet man sich auf eine mangelnde Substanz ein und möchte ein Guilty Pleasure  haben. Leider werden die vielen schrägen Charaktere nur sehr kurz vorgestellt wobei sich Santos oft nicht mehr als ein Panel Zeit nimmt, bevor sie schon das zeitliche segnen. Damit wird viel an vorhandenem Potential verschenkt. Da aber auch der Serienheld Black Kaiser und seine Freundin mitmischen, sowie alle Überlebenden der letzten zwei Bände, welche ja nicht gerade zahlreich sind, ist klar, wo der Fokus liegt. Das Actiongewitter kann beginnen.

Zeichnerisch ist das wie in den Vorgängern umwerfend und hervorragend. Ja, Santos schafft es sogar seinen Stil nicht nur zu zementieren und damit sicherer zu machen, sondern lässt ihn auch etwas experimenteller als noch zuvor werden. Was dann die Lektüre teilweise etwas anstrengend werden lässt. Aber die graphische Umsetzung weiß durchaus zu beeindrucken. Die Panels schieben sich ineinander und oft werden mehrere Handlungselemente in einem großen Panel verdichtet. Nur die Farbakzente setzen dann die Handlung in Gang und kleinere eingeschobene Panels geben Zusatzinformationen. Stand das Debüt noch deutlich im Stile eines Frank Miller und wurden im zweiten Band deutliche Einflüsse von Sean Phillips mit seinen kleinen Zusatzpanels wie in Sleeper deutlich, so erfährt diese Mischung von Einflüssen hier nun ihre Vollendung und wirkt damit nicht nur souverän, sondern auch sehr eigenständig. Hier betrachtet man gerne die vielen verschiedenen Ebenen und das gekonnte Spiel mit sporadischen Farbakzenten. Nur die Schwarzabstufungen sind nicht immer sorgsam getrennt und so muss man manchmal etwas genauer hinsehen, um das Bild zu entschlüsseln. Aber das spricht auch wieder für die Zeichnungen in denen immer wieder etwas zu entdecken ist, obwohl auf Details verzichtet wird.


Fazit:
Das Finale hat zwar eine sehr dünne Story welche die interessanten Charaktere nicht genug vorstellen kann, aber die graphische Umsetzung ist hervorragend und lässt einen mit Genuß die Bilder betrachten.


Polar 3: Keine Gnade für Schwester Maria - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Polar 3: Keine Gnade für Schwester Maria

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 16,00

ISBN 10:
3842024126

ISBN 13:
978-3842024120

168 Seiten

Positiv aufgefallen
  • graphische Umsetzung
  • spannende Action
  • interessante Charaktere
Negativ aufgefallen
  • dünne Story
  • aus den Figuren wird zu wenig gemacht
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Rezension vom: 26.04.2017
Kategorie: Alben
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