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Comic-Besprechung - Beyond Evil 1

Geschichten:
Beyond Evil 1
Autor: Miura, Zeichner: Ogino


Story:
Der Jugendliche Gota erhält ein Angebot das er nicht ablehnen kann. Wenn er es täte, hätte das drastische Konsequenzen und so muss er für einen geheimnisvollen Mann gefährliche Aufgaben tätigen. Sein Auftraggeber ist nicht nur mächtig, sondern auch unsterblich und handelt mit der Lebenszeit von Menschen. So wird Gota immer mehr in die Dunkelheit hineingezogen.

Meinung:
Die neue Mangaserie Beyond Evil hat im Grunde eine sehr schlichte Idee. Ein Jugendlicher wird von einem Todesgott überlistet und hat keine andere Wahl als dem geheimnisvollen Wesen zu dienen und ab und an Aufgaben zu erledigen, die ihm dieser überträgt. Auch wenn die Idee an sich sehr einfach gestrickt ist, ist es doch eben diese Schlichtheit welche vielfältige Möglichkeiten eröffnet. Denn gerade die Aufgaben können enorm variieren und der Junge lernt eine neue Welt kennen, die unter der Oberfläche der vermeintlichen Realität verborgen ist. Zeitgleich lernen die Leserinnen und Leser diese Welt kennen und der Held hat im Grunde keinerlei Wissensvorsprung.

Wobei: ist das wirklich so? Denn gerade der Beginn ist sehr geschickt gemacht und man wird auf eine falsche Fährte gesetzt. Man erwartet nämlich wie gehabt wie übliche Exposition. Sprich: der Held wird mit seinen Schwächen vorgestellt, die es dann natürlich zu überwinden gilt. Sein Umfeld wie die Familie und Freunde werden portraitiert, seine größte Schwäche offenbart und sein Love Interest vorgestellt, an die er sich meist nicht heranwagt. Dann geschieht das außergewöhnliche in seinem Leben und sie Welt wird auf den Kopf gestellt. So der gängige Ablauf. Man erwartet ihn und wird auf die falsche Figur gesetzt. Denn derjenige den man als künftigen Helden betrachtet, ist es gar nicht und die Exposition wird erst nachgeliefert.

Auch wenn das sehr geschickt gemacht ist und die Spannung enorm hochgehalten hat, so verpufft danach der Effekt und der Funke will nicht mehr zünden. Im Grunde wundert man sich, warum dem so ist. Es geht unterhaltsam weiter und es ist durchaus fantasievoll, einigermaßen spannend und es wird auch etwas blutig ohne in die Brutalität abzudriften. Aber die Reihe ist nicht zwingend lesenswert. Dafür ist es einfach zu episodisch ausgefallen und es gibt kein generelles Thema zu finden. Zu Beginn hat man es mit einem Dämon zu tun, der Jugendlichen finanzielle Kredite gibt, wenn sie dafür mit ihren Lebensjahren bezahlten. Die finanzielle und wirtschaftskritische Haltung ist nicht zu übersehen, wird aber zu wenig auf den Punkt gebracht, um als Parodie oder beißende Satire wirken zu können. Auch die zweite Storyline gelingt es nicht, alles prägnant und böse auf den Punkt zu bringen, wenn in einer Art Reality Show verzweifelte Männer sich gegenseitig umbringen wollen, um ihre Schulden begleichen zu können.

Und genau da ist der Punkt zu finden, warum es nicht zünden will. Es ist unterhaltsam, ja, aber um sich von dem vergleichbaren Serien abzuheben ist die symbolische Ebene mit dem Raubbau an dem Körper und dessen Verschleiß durch moralisch schlechte Taten nicht zu präzise genug. Anstatt eines Themas in eine dementsprechend packende Handlung zu kleiden, ergibt sich hier das Thema durch die vermeintlich kreativen Episoden, die man in vergleichbarer Form aber schon zu oft gelesen und gesehen hat und wirkt eher zufällig. Da ist durchaus noch Luft nach oben.


Fazit:
Das Potenzial wird leider nicht komplett ausgenutzt. Nach einem starken Beginn lässt der erste Band schon nach. Da ist noch Luft nach oben.


Beyond Evil 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Beyond Evil 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Kazé

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
2889218708

ISBN 13:
978-2889218707

192 Seiten

Beyond Evil 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • gelungener Exposition
  • Spannung
Negativ aufgefallen
  • gleich ablaufende Schemata
  • simple Grundidee
  • Chancen für beissende Sozialsatire vergeben
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Rezension vom: 15.06.2017
Kategorie: Mangas
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