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Comic-Besprechung - Spider-Man: Der Schwur

Geschichten:
Spider-Man: Der Schwur (Amazing Spider-Man: Renew Your Vows 1-5)
Autor: Dan Slott, Zeichner: Adam Kubert, Inker: John Dell, Scott Hanna, Andrew Hennessey, Mark Morales, Colorist: Justin Ponsor, Übersetzung: Michael Strittmaier

Story:

Seit der Schurke Regent die Macht an sich gerissen hat, hat Peter Parker nicht mehr das Spider-Man-Kostüm angezogen. Doch jetzt beginnt seine Tochter Kräfte zu entwickeln. Und schon bald muss er sich entscheiden, was er bereit ist zu tun, um sie zu retten.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

In der Geschichte der Comics gibt es immer wieder Geschichten, die große Kontroversen hervorrufen. Auch "Spider-Man" ist davon nicht verschont. Eine der kontroversesten Entscheidungen der letzten Jahre war nämlich, seine Ehe mit Mary Jane durch einen Deal mit dem Teufel rückgängig zu machen. Die offizielle Begründung hinter der "One More Day"-Storyline war, dass man Peter Parker wieder Single machen wollte, da ein verheirateter Superheld nicht so viele Möglichkeiten bietet, gute Geschichten zu erzählen.

Im Rahmen des "Secret Wars"-Crossver brachte Marvel eine Miniserie heraus, die sich jetzt vor allem an Fans der Ehe zwischen Peter Parker und Mary Jane richtete. "Renew Your Vows", auf Deutsch "Der Schwur", wurde dabei von niemand geringerem als Dan Slott geschrieben, der bereits seit Jahren die Geschicke des Spinnerichs leitet. Für die Zeichnungen wurde Adam Kubert engagiert, der im Laufe seiner langen Karriere schon jede mögliche Serie gezeichnet hat, die es bei Marvel gibt.

Die Geschichte handelt davon, dass ein Superschurke namens Regent die Macht an sich gerissen hat. Alle Superhelden wurden von ihm besiegt und ihre Kräfte absorbiert. Seitdem ist er ständig auf der Suche nach neuen Fähigkeiten, die er sich einverleiben kann.

Peter Parker ist seit Jahren glücklich mit Mary Jane verheiratet. Beide haben ein Kind, das den Namen Annie trägt. Aus Angst vor Regent und um seine Familie zu schützen, hat er aufgehört, Spider-Man zu sein. Doch dann entwickelt seine Tochter dieselben Kräfte wie er. Um sie zu schützen, muss er schließlich wieder das Kostüm anziehen und den Kampf gegen den Schurken antreten. Denn seine Familie geht ihm über alles.

Auch wenn "Der Schwur" angeblich Teil des "Secret Wars"-Crossover sein soll, man merkt davon nichts. Bis auf eine Dialogzeile gegen Ende der Geschichte merkt man der Story nicht an, dass sie im Prinzip Teil eines größeren Events ist. Es gibt keinen Thor als Polizisten, noch taucht Doom persönlich auf. Dadurch steht die Story für sich alleine, was ihr sehr gut tut.

Denn ohne diese Anbindung ans das Mega-Ereignis kann man sie besser genießen. Denn was Dan Slott hier gemeinsam mit Adam Kubert präsentiert, ist nichts anderes als eine grandiose Story. Die auch noch dazu mit dem Urteil aufräumt, dass es unmöglich ist, mit einem verheirateten Peter Parker eine gute Geschichte zu erzählen.

Denn das ist der zentrale Anziehungspunkt der Story. Das eben Peter Parker verheiratet ist, dass er ein Kind hat und ein "normales" Familienleben führt. Es funktioniert einfach hervorragend.

Der Grund, wieso diese Story funktioniert, liegt vor allem darin, dass das Kreativteam es vermeidet sich in Klischees oder Fallstricken zu verheddern. Das merkt man vor allem an Mary Jane, die hier als selbstbewusste Frau dargestellt wird, die ihren Ehemann unterstützt und sich auch sonst zu wehren weiß. Dies ist keine Mary Jane, die sich vor Furcht in der nächsten Ecke kauert und versucht, ihre Familie in Watte zu packen. Man hat es hier mit einer resoluten Frau zu tun, die weiß was sie tut und dabei auch noch ihren Ehemann unterstützt.

Derweil ist Peter Parker derjenige, der sich um die Sicherheit seiner Familie sorgt. Der bereit ist, dafür alles zu tun. Das zeigt besonders das erste Kapitel drastisch, als er, um seine Ehefrau und sein Kind zu schützen sogar einen Superschurken tötet. Es ist eine für diese Figur ungewohnte Härte, die ihn umgibt. Gleichzeitig wird aber auch seine Intelligenz und Ideenreichtum hervorgehoben, die mehr als einmal die Lage retten.

Und Annie? Sie nicht das fünfte Rad am Wagen. Im Gegenteil: Dan Slott schreibt hier eine realistische Figur, die einem von Beginn an gefällt. Sie ist genau wie ihre Eltern selbstbewusst und dabei trotzdem noch ganz Kind. Damit vermeidet Dan Slott geschickt die Fallstricke, dass er ein pures Plotdevice schreibt, wie es zum Beispiel bei den Richards-Kindern der Fall ist.

Die Zeichnungen von Adam Kubert sind dabei wieder großartig geworden. Seine Zeichnungen sind sehr detailliert aber auch gleichzeitig äußerst dynamisch. Schon allein die Emotionen, die er zeichnet, muss man gesehen haben. Er versteht sich darauf, Inhalte zu transportieren, ohne dass der Autor dafür einen Dialog schreiben muss.

Übrigens war in den USA die Serie ein voller Erfolg, weshalb sie auch schon bald in einer Ongoing-Serie fortgesetzt wurde. Ob und wann diese Reihe auch hierzulande herauskommt, ist noch vollkommen offen. Hoffentlich bald, denn "Der Schwur" ist ein "Klassiker" und ein "Splashhit"!



Fazit:

Wer ein Fan des verheirateten Peter Parkers ist, der kommt um "Spider-Man: Der Schwur" nicht drum herum. Denn Dan Slott und Adam Kubert haben hier eine Miniserie gezeichnet, die beweist, dass es doch möglich ist, gute Geschichten mit einer Familie Parker zu präsentieren. Die Story funktioniert vor allem deshalb, alle beteiligten sehr gut dargestellt werden, ohne irgendwelchen Klischees nachzugehen. Hinzu kommen auch noch die grandiosen Zeichnungen von Adam Kubert, die die gelungene Reihe abrunden.



Spider-Man: Der Schwur - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Man: Der Schwur

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 12,99

ISBN 13:
978-3741601880

124 Seiten

Spider-Man: Der Schwur bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Eine Geschichte mit einem verheirateten Peter Parker
  • Klischees werden vermieden
  • Zeichnungen von Adam Kubert
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.06.2017
Kategorie: Spider-Man
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