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Comic-Besprechung - Titans Hunt

Geschichten:
Titans Hunt (Titans Hunt #1-8)
Autor: Dan Abnett, Zeichner: Geraldo Borges, Jackson Herbert, Paul Pelletier, Stephen Jorge Segovia, Paulo Siqueira, Inker: Wayne Faucher, Jack Herbert, Ray McCarthy, Art Thibert, Colorist: Hi-Fi Colour Design, Übersetzung: Stefan Pannor

Story:

Etwas oder jemand hat die Erinnerungen von Dick Grayson und Roy Harper verändert. Es scheint etwas in ihrer Vergangenheit passiert zu sein, an das sie sich nicht mehr erinnern können. Nur was?



Meinung:

Die Entscheidung von DC, sein Superheldenuniversum 2011 komplett neu zu starten, war ein voller Erfolg für den Verlag. Jedenfalls ursprünglich. Denn schon bald wurde klar, dass der erhoffte Erfolg nicht von Dauer war. Die Ursachen dafür waren vielfältig, unter anderem jedoch, dass die Redakteure des Verlags es immer wieder schafften, negative Schlagzeilen zu produzieren. Gleichzeitig gab es auch in der neuen Kontinuität diverse Ungereimtheiten, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Tim Drake schon immer Red Robin war und nicht Robin an sich.

Auf jeden Fall wurde 2016 beschlossen, die Notbremse zu ziehen. Eine Neuorientierung musste her. Und diese wurde auf ungewöhnliche Art und Weise eingeführt. Denn der "Prolog", wenn man es so nennen konnte, wurde von der Miniserie "Titans Hunt" erzählt.

Der Name der Serie erinnerte an die bekannte Storyline der "Teen Titans"-Serie aus den 80er Jahren, als sie noch von Marv Wolfman geschrieben und von George Perez gezeichnet wurde. Das Kreativteam dieser Miniserie waren jedoch andere Autoren. Denn als Autor wurde der Brite Dan Abnett angeheuert, der bereits schon über eine große Karriere im Comicgeschäft zurückblicken konnte. So hat er Geschichten zu diversen bekannten US-Serien geliefert, lange in Zusammenarbeit mit dem bekannten Tuscher Andy Lanning. Ihm zur Seite wurde eine große Vielzahl an Zeichnern gestellt. Geraldo Borges, Jackson Herbert, Paul Pelletier, Stephen Jorge Segoiva und Paulo Siqeuira sollten dafür sorgen, dass die Worte des Autoren in Bilder umgesetzt werden.

Als Dick Grayson bei einer Mission auf den Atlanter Garth trifft, kann er noch nicht ahnen, was dieses Ereignis auslöst. Denn schon bald muss er feststellen, dass die beiden eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Und nicht nur zwischen diesen. Auch mit anderen Helden, wie zum Beispiel Roy Harper, Arsenal und dem Heldenteam Hawk und Dove gibt es diese Verbindung. Nur wer hat in den Erinnerungen dieser Heroen herumgespielt. Und warum?

Ein bekannter Autor, bekannte Zeichner und eine Storyline, die nach einer anderen bekannten benannt wurde: Das klingt nach Zutaten für eine erfolgreiche Miniserie, die den Leser von der ersten Sekunde an begeistern wird!

Leider ist das Gegenteil der Fall. Es wirkt fast so, als ob Dan Abnett entweder mit angezogener Handbremse geschrieben hat, oder keinen Bock auf diese Arbeit hatte. Denn die Story wirkt langweilig und uninspiriert. Wichtige Elemente der Story kommen Altlesern bekannt vor, da sie in der reichen Vergangenheit der Titan-Comics schon ein Mal vorkamen.

Klar, jetzt könnte man sagen, dass es sich hierbei um eine Hommage an diese beiden berühmten Plots handelt. Doch selbst wenn dem der Fall sein sollte, wirkt die Story uninspiriert und langweilig. Der berühmte Funke will nicht überspringen.

Ein Grund ist sicherlich, dass das große Mysterium, um das, was damals geschehen ist, nicht großartig aufgebaut wird. Es gibt extrem wenige Rückblenden und die Enthüllung über das, was damals geschehen ist, geschieht in ein paar Sätzen in der Handlungsgegenwart. Das ist natürlich enttäuschend, weil dieser Plot eigentlich ein essentieller Bestandteil zum Verständnis der Geschichte ist.

Doch auch die Motivation, bzw. die Hintergründe einiger Figuren werden nicht vernünftig aufgebaut. In dieser Serie werden diverse Charaktere eingeführt, die im New 52-Universum bislang kein einziges Mal aufgetaucht sind. Es handelt sich zwar teilweise um bekannte Gesichter. Doch man erfährt nichts über ihre Motivation und ihre Hintergründe. Ihr einzige Sinn und Zweck ist letzten Endes nur, dass die Handlung irgendwie vorwärts geht.

Immerhin ist der Auftakt von dieser durchaus viel versprechend. Das Mysterium um die Person, die hinter allem steckt, wird gut aufgebaut und man fragt sich, was für ein Ziel sie verfolgt. Doch sobald dann klar ist, um wen es sich hierbei handelt und wieso er den ehemaligen Teen Titans nicht wohlgesonnen ist, wird die Story langweilig. Zu keinem Moment hat man das Gefühl, dass der Schurke eine wirkliche Gefahr ist.

Immerhin sind die Zeichnungen gut geworden, was man bei der Masse an Künstlern nicht erwartet hätte. Klar, die Stile sind teilweise unterschiedlich. Aber es gibt jetzt nicht den einen Künstler, der negativ hervorsticht, was definitiv eine großartige Leistung ist.

In den USA wurde übrigens im Laufe des "Rebirth"-Events eine "Titans"-Serie gestartet, deren Teamzusammensetzung auf dieser Miniserie basiert. Hoffentlich ist diese neue Reihe dann auch besser, als die Minireihe. Denn ist nichts weiter als ein "Gähn" wert.



Fazit:

"Titans Hunt" ist ambitioniert. Eine große Geschichte soll erzählt werden, die am Ende in das "Rebirth"-Ereigniss hineinführt. Das Endergebnis ist dann allerdings eine Geschichte, die flach fällt und zu keinem Augenblick wirklich überzeugen kann. Die Probleme der Serie sind vielfältig und reichen von einem uninspirierten Blick, über eine fehlende Vergangenheitsebene bis hin zu Charakteren, deren Hintergrund und Motivation einem unklar, bzw. egal sind. Das ist kein guter Auftakt!



Titans Hunt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Titans Hunt

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 19,99

ISBN 13:
978-3741601071

196 Seiten

Titans Hunt bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Spannender Auftakt
  • Gute Zeichner
Negativ aufgefallen
  • Story wirkt insgesamt unmotiviert geschrieben
  • Antagonist kann nicht überzeugen
  • Flasche Charaktere
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Rezension vom: 16.06.2017
Kategorie: Teen Titans
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