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Comic-Besprechung - Lucky Luke 95: Das gelobte Land

Geschichten:
Text: Jul
Zeichnungen: Achdé


Story:
Lucky Luke übernimmt von einem Freund einen ganz besonderen Auftrag. Er soll dessen Familie sicher von Sankt Louis bis nach Montana begleiten. Dass bedeutet für den Cowboy, dass er einen pragmatischen älteren Mann, eine mehr als fürsorgliche Frau, ein schüchternes junges Mädchen und einen übermütiger kleiner Junge zu beschützen hat. Als problematisch wirken sich dabei einerseits der jüdische Glaube der Familie aus und andererseits eine kleine Schaar Ganoven, die den Einwanderern ans Geld wollen. 


Meinung:
Ein neuer Lucky Luke-Band hat zwar nicht das mediale Interesse, wie ein neuer Asterix-Band, aber dennoch darf nicht vergessen werden, dass es sich um ein echtes Schwergewicht am franko-belgischen Comichimmel handelt. Eine kritische Herangehensweise ist also angebracht.
Mit Jul, das ist Julien Berjeaut, wurde ein neuer Texter engagiert, der gleich kräftig loslegt. Die erste Seite ist ein gelungener Einstieg und, wie bei allen Lucky Luke Alben üblich, katapultiert den Leser von Null auf Hundert in den Wilden Westen. Was dann auf den nächsten Seiten folgt ist ein Feuerwerk der Anspielungen: Albert Einstein, die Marx Brothers, Harry Potter oder Bill Gates. Fast scheint es, dass Jul jeder Persönlichkeit des öffentlichen Lebens einen kurzen Gastauftritt geben will. Dazu kommen dann noch ein paar augenzwinkernde Hinweise auf die eigene Historie – so hat beispielsweise ebenfalls der Psycho-Doc aus Band 54 seinen Kurzauftritt. Nun mag diese Aneinanderreihung dem einen oder anderen Leser zu viel sein, aber wer Spaß daran findet, wird bei Lucky Luke wie immer nicht enttäuscht sein.
Die Geschichte ist leider nicht der grandiose neue Einfall. Lucky Luke muss eine Gruppe von Personen von A nach B bringen. Das ist nicht wirklich originell und hat es in dieser Form auch schon oft gegeben. Auch dass die Personengruppe durch ihr eigenwilliges Verhalten auffällt ist nicht neu. Diesmal sind es eben gläubige Juden, die nach Montana wollen. Die Beibehaltung des Jiddischen hält sich in Grenzen und macht Spaß zu lesen – auch wenn die eine oder andere Sprechblase zweimal gelesen werden muss.
Der Nachteil des Bandes liegt eher in einer Reihe von ungenutzten Chancen. Sicher, die Geschichte ist grafisch wieder exzellent von Achdé umgesetzt und der Plot weiß auch zu gefallen, aber dennoch fehlt etwas. Es ist ungerecht bei jedem Lucky Luke-Band zu fragen, wie wohl Goscinny die Geschichte aufgebaut hätte, allerdings hat der Leser öfters den Eindruck, dass der Szenarist hier nicht alles rausholt, was möglich gewesen wäre. Einige Sketche wirken, wie schon mal gelesen in Situationen, in denen gerade angesichts der aktuellen amerikanischen Politik viel mehr möglich gewesen wäre. 
Deshalb bleibt der Eindruck bestehen, dass Goscinny hier und da mit seinem Humor ätzender und ein kleines Stück bösartiger gewesen wäre.


Fazit:
Der neue Lucky Luke ist ein unterhaltender Band, der dem Leser viele Schmunzler und sogar den einen oder anderen Lacher abverlangt. Er steckt voller origineller Anspielungen. Dennoch bleibt der Leser nach dem Zuschlagen irgendwie leer zurück, als ob da noch was fehlt. Nicht der beste Post-Morris-Band, aber in jedem Fall lesenswert.



Lucky Luke 95: Das gelobte Land - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lucky Luke 95: Das gelobte Land

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Egmont Comic Collection

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-7704-3924-9

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Viele lustige Szenen
  • Eine Vielzahl an Anspielungen
  • Gewohnt Gutes Artwork
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 28.06.2017
Kategorie: Alben
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