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Comic-Besprechung - Die Traumfabrik 1: Der Riese und die Nackttänzerin

Geschichten:
Die Traumfabrik 1: Der Riese und die Nackttänzerin
Autor: Laurent Galandon, Zeichner: Frédéric Blier, Colorist: Sébastien Bouet


Story:
Célestin lebt Ende der 1920er Jahre auf dem Lande und hilft in der Kanzlei seines Vaters aus. Aber seine Erscheinung und Tollpatschigkeit mindern sein Selbstwertgefühl. Was ihn nicht daran hindert, große Träume zu haben. So geht er eines Tages heimlich nach Paris, um sich dort seinem Ziel zu widmen Regisseur zu werden. Doch das ist nicht einfach und so muss er unkonventionelle Wege einschlagen.


Meinung:
Es ist eigentlich schon recht erstaunlich, dass diese Serie nicht von Amerikanern hergestellt worden ist, sondern aus dem franko-belgischen Raum stammt. Das mag jetzt viele verwundern, denn natürlich können auch Europäer über Die Traumfabrik einen Comic machen. Eine räumliche Distanz zu Hollywood hindert einen nicht daran darüber zu schreiben und zu zeichnen. Obwohl es hier nicht einmal um Hollywood geht. Die Geschichte spielt in Frankreich und man kann leicht übersehen das die Maschinen welche erst das Kino ermöglichten und die ersten Filme die hergestellt worden sind, von Franzosen stammen. Die Erfindung der Laterna Magica wurde von Thomas Edison weiterentwickelt, bleibt aber auf Punkt stehen, dass nur eine Person sich bewegte Bilder ansehen konnte. Erst die Brüder Lumiere erschufen eine Kamera mit der man Film aufnehmen und für ein Publikum auf eine Leinwand projizieren konnte. Einer der ersten Filme der Geschichte zeigt denn auch wie Fabrikarbeiter das Gelände der Familie Lumiere verlassen. Die ersten Spielfilme stammten auch aus Frankreich und zwar von George Méliès der übrigens gleich auch die Special Effects erfand und Fantasy und Science-Fiction Filme drehte.

Diese Pioniere treten hier nicht auf, sondern der Comic spielt schon einige Zeit später, in den 1920ern genau zu sein, als noch ein letzter Hauch von Rummelplatz das Kino umwehte, aber sich schon das Starsystem entwickelte. Ein junger, tollpatschiger Mann ist ein großer Verehrer von Filmen und sieht sich außerstande das erfolgreiche Notariat seines Vaters zu übernehmen. Er will zum Film. Koste es, was es wolle. Und hier ist das typische amerikanische vorzufinden. Schließlich geht es um das Verfolgen eines Traumes. Wenn man nur daran glaubt, bereit ist hart zu arbeiten und sich selber hilft, dann hilft einem auch Gott. Das ist der Amerikanische Traum in seiner Reinform. So geht der Held auch mit einer Hartnäckigkeit vor, die nahezu an eine Manie grenzt. Das kann ihn schnell unbeliebt machen, aber es gelingt das Kunststück das einem der Held, wohl wegen des Äußeren und wegen seiner naiven Tollpatschigkeit, immer sympathisch bleibt.  Außerdem ist es ja gerade diese Leidenschaft des Helden, welche auf den Leser ansteckend wirkt und einen die Personen für sich einnimmt und die Charaktere deswegen glaubhaft machen.

Vor allem die Atmosphäre und das Setting von den Anfangstagen des Kinos sind gut eingefangen und es gibt einige sehr schöne Szenen welche die Liebe zum Medium deutlich machen, aber der Nachteil besteht darin, das eine direkte Dramaturgie noch nicht sonderlich ersichtlich ist. Stattdessen bekommt man eine Entwicklungsgeschichte die aber charmant ist und in guten Zeichnungen umgesetzt worden ist. Erst gegen Ende tut sich ein doppelter Boden auf, von dem man noch nicht sagen kann, wohin er führen wird.


Fazit:
Das Setting und die Atmosphäre sowie die Charaktere nehmen einen gefangen, obwohl die Story an sich noch etwas dürftig ist. Erst gegen Ende tut sich ein doppelter Boden auf.


Die Traumfabrik 1: Der Riese und die Nackttänzerin - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Traumfabrik 1: Der Riese und die Nackttänzerin

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3741602485

ISBN 13:
978-3741602481

56 Seiten

Die Traumfabrik 1: Der Riese und die Nackttänzerin bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Setting und Atmosphäre
  • interessante Charaktere
Negativ aufgefallen
  • dürftige Story
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 06.07.2017
Kategorie: Alben
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