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Comic-Besprechung - XIII Gesamtausgabe 4

Geschichten:
Die Untersuchung / Die Jagd geht weiter / Lasst die Hunde los
Text: Jean van Hamme
Zeichnungen: William Vance


Story:
Band 4 der Gesamtausgabe beginnt mit dem laufenden Band 13 der Serie. Hierbei handelt es sich um einen etwas anderen Comicband. In Fotos, faksimilierten Briefen, Mails und anderen Schriftstücken wird die „Verschwörung der 20“ in verschiedenen Dossiers von zwei Journalisten – Warren Glass und Ron Finkelstein – untersucht. Hinzukommt ein umfangreiches Personenlexikon, in dem alle in der Serie auftretenden Personen mit ein paar Sätzen erläutert werden. Kurze Comicgeschichten, die Nebenaspekte behandeln, runden den Band ab.
Band 14, „Die Jagd geht weiter“ nimmt dann die Erzählstränge aus Band 12 nahtlos wieder auf. XIII befindet sich in Haft. Er wird beschuldigt für die kubanische Seite Spionage betrieben zu haben. Sein vermeintlicher Vater, Sean Mullway, meldet sich in dem Prozess über Videobotschaft zu Wort. XIII weiß zu viel. Er könnte gefährlich werden. Deshalb soll er auf dem Transport zwischen Gerichtssaal und Gefängnis bei einem „Fluchtversuch“ erschossen werden. Mit Hilfe der ebenso skrupellosen wie erotischen Jessica Martin gelingt ihm die Flucht, nur um wieder vor Irina Svetlanova zu landen – die Killerin von „La Mangouste“. Die Ermordung von XIII soll als Hetzjagd inszeniert werden.
Das abschließende Abenteuer des 4. Bandes ist eine einzige Jagd. XIII konnte Irina entkommen und wird nur von Jessica verfolgt. Schnell merkt XIII, dass sie ein doppeltes Spiel spielt. So tödlich sie auf der einen Seite sein kann, ist sie eine zutiefst verletzliche Frau, die den Mittelpunkt in ihrem Leben noch nicht gefunden hat. XIII begreift diese Situation als Chance, einen Menschen aus den Klauen der Killerorganisation „Executor“ zu retten.


Meinung:
Der 4. Band der Gesamtausgabe von „XIII“ hat es wirklich in sich und das gleich aus mehreren Gründen. Da ist zum einen der Eröffnungsband „Die Untersuchung“. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse, auf ganz geniale Art und Weise. Mit den beiden fiktiven Journalisten Warren Glass und Ron Finkelstein wird der Geschichte Authentizität gegeben. Ihre Mail und ihre übrige Korrespondenz vermitteln den Eindruck, dass es die Verschwörung der 20 tatsächlich gegeben hat. Gelungen ist dabei ebenfalls, dass die beiden Journalisten auch noch kurze Auftritte in der eigentlichen Serie haben. Verstärkend kommt noch hinzu, dass der Leser durch zahlreiche Fotos in dem Band tatsächlich den Eindruck gewinnt, dass er hier gerade eine reale Akte in den Händen hält.
Auch die meist nur zwei Seiten langen Comicgeschichten, die immer wieder in die Akte eingestreut sind, vervollständigen das Bild des XIII-Kosmos. Van Hamme nimmt in diesen kurzen Storys schon vorweg, was in dem Ableger der Hauptserie „XIII Mystery“ zur Perfektion betrieben wurde. Nebenfiguren oder mitunter auch wichtige Hauptfiguren bekommen eine Geschichte. Dem Belgier schien von Anfang an klar gewesen zu sein, wieviel Potenzial in seinem Plot steckt. Die Hauptstränge der Serie reichten ihm nicht aus, um all das zu erzählen, was für die Geschichte wichtig ist. Also nimmt er sich einfach besondere Szenen oder besondere Menschen heraus und untersucht sie genauer.
Ebenfalls sehr gelungen im 13. Band der Serie ist das Personenlexikon. Zwar nicht alphabetisch, sondern inhaltlich sortiert, verschafft es dennoch dem Leser den wichtigen Überblick. „Die Untersuchung“ gibt den Vorkommnissen um den geheimnisvollen Mann mit der eintätowierten XIII die nötige Tiefe. Die Geschichte verabschiedet sich damit vom schnellen Actionspekltakel und wendet sich hin zu einem komplexen Spionagethriller.
Doch was dann in den Bänden „Die Jagd geht weiter“ und „Lasst die Hunde los“ folgt, ist Unterhaltung von van Hamme in Höchstform. Die Jagd im Norden Kaliforniens und die anschließende Flucht vor „Executor“ geben dem Leser kaum Gelegenheit Luft zu holen. Zu Land, auf dem Wasser und in der Luft hetzt sich XIII durch die Panels. Besonders bemerkenswert an diesen beiden Bänden ist die Einführung von Jessica Martin. Die Gespielin der Irina und gnadenlose Killerin fasziniert von ihrem ersten Auftritt an. Sie war es, die den Journalisten Warren Glass tötete. Und sie ist es auch, die nicht nur auf XIII eine anziehende Wirkung hat. Mit Jessica Martin hat die Serie eine ihrer stärksten und interessantesten Persönlichkeiten erhalten.



Fazit:
Die Gesamtausgabe, die keine Wünsche offen lässt. Die Qualität der Bände ist nach wie vor extrem hoch: Hervorragender Druck, sehr viel besser Farben als in den original Softcoverbänden und gutes Papier. Das ganze wird gekrönt von aussagekräftigem redaktionellem Zusatzmaterial. Wer bisher nur die Softcoverbände im Schrank hat, dem sei die Gesamtausgabe ans Herz gelegt. Wer XIII noch gar nicht kennt, sei sie dringendst ans Herz gelegt.



XIII Gesamtausgabe 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

XIII Gesamtausgabe 4

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 34,99

ISBN 13:
978-3-551-72846-3

224 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Beinhaltet mit „Die Untersuchung“ den Sekundärband zur Serie
  • Gute Aufmachung
  • Spannender Plot
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 28.07.2017
Kategorie: Alben
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