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Comic-Besprechung - Amazonia 1

Geschichten:
Amazonia 1
Autor: Leo, Rodolphe, Zeichner: Bertrand Marchal, Colorist: Sébastien Bouet


Story:
1949 kommt ein sterbender Fotograf in eine Krankenstation im Regenwald des Amazonasgebietes. Von seinem Gestammel im Fieberwahn neugierig geworden, lässt der Missionar den Film entwickeln welcher ein verstörendes Foto enthält. Dieses gelangt schließlich nach London zum Geheimdienst und Katherine Jones wird beauftragt, um den Wahrheitsgehalt des Bildes aufzudecken. Doch auch feindliche Gruppierungen haben ein Interesse daran.


Meinung:
Nachdem die Lizenzen der Werke des brasilianischen Künstlers Leo den deutschen Verlag gewechselt haben, bringt der Splitter-Verlag innerhalb kürzester Zeit die Serien auf den Markt. Dabei werden nicht nur Neuauflagen im üblichen guten Design veröffentlicht und die Serien fortgeführt, sondern auch neue Bände herausgegeben.

So etwa Amazonia welcher durchaus zu dem Kenya-Zyklus zuzurechnen ist. Zwar spielt die Handlung mittlerweile auf einem anderen Kontinent, doch nicht nur der historische Zeitpunkt der unmittelbaren Nachkriegszeit ist identisch mit Kenya und Namibia, sondern alle drei Serien teilen sich auch die Heldin Katherine Jones. Die hier äußerst unwillig ist. Nach ihren Erfahrungen in Afrika fühlt sie sich nicht ernst genommen, ist vom Job frustriert und formuliert damit ein Thema welches heute noch aktuell ist: die Benachteiligung von Frauen im Beruf. Aber das wird nicht weiter thematisiert, obwohl die Heldin für den Handlungszeitraum sehr feministisch angehaucht ist. Jedenfalls will sie den neuen Auftrag nicht, da sie befürchtet abgestempelt zu werden als die Frau für die besonderen Fälle, was einen mit einem Schmunzeln an Akte X denken lässt. Obwohl die Handlung von Amazonia, im Gegensatz zu dem Aldebaran-Zyklus, nicht auf einem anderen Planeten spielt, sondern auf der Erde, ist es durchaus Science-Fiction wobei die Einschläge hier noch eher dezent sind. Vielmehr ist zumindest der Auftakt klassisches Abenteuer. Man hat eine Entdeckung gemacht und eine junge Person wird beauftragt im unwegsamen Gebiet das aufzuklären. Anstatt der Steppe ist es hier nun also der Regenwald Brasiliens.

Leider ist das gestellte Rätsel lange nicht so faszinierend wie etwa in Namibia von dem man aufgrund der Spannung und der Rätsel nicht die Finger lassen konnte. Ja, das Rätsel ist eigentlich banal und nicht so zwingend für die Handlung und das Weiterlesen. Es wird ein Foto gemacht auf dem ein vermeintlicher Außerirdischer zu sehen ist und Jones soll klären, ob es tatsächlich E.T. ist und was es will. Worum es geht ist schnell klar und so wird hier nicht gespoilert. Es gibt kein komplexes Rätsel und mysteriöse Vorkommnisse. Erst auf den letzten Seiten wird deutlicher, dass der Außerirdische besondere Kräfte hat.

Aber wer neben Science-Fiction auch ein Faible für klassisches Abenteuer hat, dem kann man den Band durchaus empfehlen, denn man bleibt wegen dem Setting dabei welches naturalistisch und stimmungsvoll mit Sinn für das Detail in Szene gesetzt worden ist. Ansonsten wiederholt sich viel und es dürfen dann auch nicht, wieder, die alten Nazis fehlen die hier ebenso auf der Suche sind und das Ganze noch mit Spionage-Elementen anreichern. Noch hat man den Eindruck, dass etwas die Luft raus ist und man sich im Amazonasgebiet akklimatisieren muss. Denn es kommt, noch, zu gediegen daher. Zwar ist der Band gut und stimmungsvoll, aber im Vergleich zu den Vorgängern im Zyklus fällt er doch deutlich ab.


Fazit:
Das Setting und die klassischen Elemente einer Abenteuergeschichte wissen den Leser zu fesseln. Allerdings ist das gestellte Rätsel bei weitem nicht so spannend wie in den Vorgängern des Zyklus.


Amazonia 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Amazonia 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3958395503

ISBN 13:
978-3958395503

48 Seiten

Amazonia 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Setting und Genreelemente
  • Zeichnungen
  • Charaktere
Negativ aufgefallen
  • Rätsel eher banal
  • manche Klischees
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Rezension vom: 10.08.2017
Kategorie: Alben
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