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Comic-Besprechung - Buck Danny Gesamtausgabe 12

Geschichten:
Buck Danny Gesamtausgabe 12
(Mission "Apokalypse", Piloten der Hölle, Himmel in Flammen, Der Überläufer)
Autor: Jean-Michel Charlier, Zeichner / Colorist: Francis Bergèse


Story:
Eine internationale Terrororganisation bringt drei Atombomben in ihren Besitz. Die Suche nach den Drahtziehern verläuft im Sande. Als Buck Danny und seine Freunde zu einer Flugshow abkommandiert werden, können sie auch nicht verhindern, dass ihnen zwei Jets gestohlen werden. Doch was haben die Terroristen vor? Buck und seinen Freunden läuft, ohne das sie es ahnen, die Zeit davon. Auch später kommt Colonel Danny nicht zur Ruhe, da er überprüfen soll, ob es ein sowjetischer Überläufer ernst meint.


Meinung:
Gesamtausgaben sollten nicht einfach nur mehrere Alben einer Serie in einer schmucken Aufmachung in sich vereinen, sondern idealerweise auch einige redaktionelle Beiträge beinhalten welche nicht nur Hintergrundinformationen liefern, sondern damit auch den Status der Reihe und deren Schöpfer verdeutlichen. Um den Leser und treuen Fan in Begeisterung zu versetzen, kann man noch einige Extras unterbringen. So geschehen in dem zwölften Band der Gesamtausgabe von Buck Danny. Nicht nur gibt es hier einige sehr interessante und durchaus auch kritische redaktionelle Beiträge, deren Struktur zwar manchmal etwas klarer hätte ausfallen können, aber dafür gibt es auch einige seltene Zeichnungen. So etwa einige Skizzen die nicht nur von dem neuen Zeichner der Serie stammen sondern auch Bewerbungsmuster anderer Künstler die dessen Job gerne gehabt hätten. Der seltene Werbecomic der hier abgedruckt ist, ist zwar aus heutiger Sicht sehr peinlich, aber zeichnerisch sehr solide und komplettiert das Werk.

Die vier hier enthaltenden albenlangen Abenteuer, von denen die ersten drei einen zusammenhängenden Zyklus bilden, sind die letzten welche der Vielschreiber Jean-Michel Charlier verfasst hatte, der Ende der 1980er Jahre dann verstarb. Sein letztes Skript blieb unvollendet, aber Francis Bergèse hatte schon mit den Zeichnungen angefangen und es ist sehr lobenswert, dass auch diese unvollendeten Seiten, denen die Kolorierung fehlt, hier enthalten sind. Und das Abenteuer ist so vielversprechend, dass man sofort gerne weiterlesen möchte. Erst nach langen Jahren des Zuredens hatte Bergèse das Abenteuer dann beendet und es wird wohl in einem der kommenden Bände der Gesamtausgabe zu finden sein. Allein die Extras und Besonderheiten des Zusatzmaterials lohnen die Anschaffung für Fans.

Aber auch solche Leserinnen und Leser die erst noch welche werden wollen, können sich von der Qualität der Abenteuer überzeugen. Vielen dürfte der Stil von Charlier heute antiquiert erscheinen und man kann nicht umhin kommen festzustellen, dass er oft ein und dasselbe Erzählmuster anwendet, was angesichts seines hohen Outputs wenig überrascht. Um ein solches Pensum absolvieren zu können, braucht man eine Art Schema. So bekommen Fans das was sie erhoffen und erwarten, aber es kann auch schnell hölzern und stereotyp wirken. So sind die drei großen Fliegercomics, Mick Tanguy, Dan Cooper und Buck Danny, manchmal zum Verwechseln ähnlich. Vor allem Mick Tanguy und Buck Danny wurden beide von Charlier geschrieben (während Dan Cooper von Albert Weinberg stammt) und unterscheiden sich nur unwesentlich. Beide sind Piloten der Armee, wobei der eine Franzose (Mick Tanguy) ist und der andere Amerikaner (Buck Danny). Das ergibt inhaltlich schon andere Schwerpunkte, da die Abenteuer nicht, wie so oft im Abenteuerbereich, in einem fiktiven Land angesiedelt sind, sondern im Hier und Jetzt spielen. Was zwar ein aktuelles Zeitkolorit bietet, aber schnell auch veralten kann. So sind die hier präsentierten Geschichten deutlich von dem linksradikalen Terrorismus der Achtziger und dem Kalten Krieg geprägt. Wobei das letzte Album 1989 erschien und nur wenige Monate später mit dem Fall der Mauer überholt worden war. Zudem spielt der damalige US-Präsident Ronald Reagan hier höchst selbst mit. Gleichzeitig macht diese Strategie aus der heutigen Sicht den Historismus deutlich und entschärft den durchaus vorkommenden Militarismus.

Diese Herangehensweise sorgt aber auch für eine hohe Authentizität und manche Einzelheiten, so absurd sie manchmal erscheinen mögen, sind wahr und historisch verbürgt, was alles glaubhaft macht. Auch wenn manches droht anzustauben, so schmälert das doch nicht die Spannung und selbst ein Klischee wie die Rettung in allerletzter Sekunde ist enorm spannend und aufreibend, da man sich fragt, wie die Helden es schaffen wollen, die notwendige Information rechtzeitig zu übermitteln. Auch kommt die Action hier wahrlich nicht zu kurz wobei hier der dynamische Strich von Bergèse der Serie sehr zu Gute kommt. Auch wenn Victor Hubinon, der Vorgänger von Bergèse, einer der großen Zeichner der Zunft ist, so waren seine Actionszenen doch immer sehr tableauartig und dementsprechend steif. Alle diese Aspekte können gut überdecken, dass die Charaktere reine Schablonen sind und allein schon der Held Buck Danny so gut wie keine Persönlichkeit besitzt. Aber es gibt einige wunderbare Running Gags und detailliert gestaltete Settings, welche das Lesevergnügen trotz einiger Abstriche deutlich erhöhen.


Fazit:
Auch wenn die Erzälhlschemata sehr deutlich sind und das damals aktuelle Zeitkolorit heute etwas angestaubt wirkt, so sind die Abenteuer doch sehr spannend, dynamisch gezeichnet und bieten Kurzweil. Zudem gibt es einige sehr lohnenswerte, teils seltene, Extras.

Buck Danny Gesamtausgabe 12 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Buck Danny Gesamtausgabe 12

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Salleck Publications

Preis:
€ 29,90

ISBN 10:
3899084357

ISBN 13:
978-3899084351

220 Seiten

Buck Danny Gesamtausgabe 12 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • dynamische Zeichnungen
  • Spannung und Action
  • Setting und Zeitkolorit
  • Running Gags
Negativ aufgefallen
  • Erzählung sehr schematisch aufgebaut
  • Charaktere besitzen keine Tiefe
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Rezension vom: 13.08.2017
Kategorie: Buck Danny
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