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Comic-Besprechung - Avengers 14

Geschichten:
Avengers 14 (Avengers (2017) #2, Champions (2016) #2)
Autor: Mark Waid, Zeichner: Mike Del Mundo, Humberto Ramos, Inker: Victor Olazaba, Colorist: Marco D'Alfonso, Mike Del Mundo, Edgar Delgado, Übersetzung: Michael Strittmaier

Story:

Die Avengers sind im Limbo gefangen. Ihre einzige Hoffnung ist Hercules, der draußen geblieben ist. Und die Champions begeben sich auf eine Tour, um ein Team zu werden.



Meinung:

Auch in der 14. Ausgabe der "Avengers"-Serie werden wieder Geschichten aus den US-amerikanischen "Avengers" (2017) und Champions (2016)-Serien präsentiert. Geschrieben sind die Stories erneut alle von Mark Waid, während für die visuelle Umsetzung Mike del Mundo und Humberto Ramos zuständig sind.

Kang hat die Avengers vernichtet. Er hat sie getötet, als sie noch Babys oder Kinder waren. Doch ein weiterer Kang, dieses Mal ein Guter, konnte das Team retten, ehe es vergeht. Ihre einzige Hoffnung beruht jetzt auf dem Halbgott Hercules, der sich gleich auf die Suche nach ihnen und Baby Kang macht.

Der wahre Star dieser Ausgabe ist Hercules. Mark Waid schreibt ihn in den Mittelpunkt des Geschehens und lässt ihn glänzen. Dabei nutzt der Autor vor allem den Faktor, dass der Held ein Halbgott ist, mit besten Beziehungen zur Götterwelt. Denn diese nutzt er, um sein weiteres Vorgehen zu planen.

Gleichzeitig nutzt ihm dieser Götterstatus auch im Kampf gegen die Kangs. In einer amüsant geschriebenen Szene versucht nämlich Kang Herc um ein bis zwei Jahrhunderte altern zu lassen. Was der Halbgott einfach so abschüttelt, da er ja unsterblich ist.

Man merkt an solchen Momenten an, dass Mark Waid sich zumindest in dieser Hinsicht Gedanken gemacht hat, was die Zeit angeht. Abgesehen davon ist nämlich alles, was Zeit und Zeitreisen angeht, verwirrend dargestellt. Doch das liegt in der Intention des Autors. Er macht damit klar, welche Konsequenzen die Tat von Vision hat, dass nämlich die Zeit durcheinander geworden ist, was sich zuallererst bei den Zeitreisenden bemerkbar macht, deren Aktionsradius eingeschränkt ist.

Die Geschichte entwickelt sich dann vor allem gegen Ende sehr schnell dramatisch, bis es zu einem von Mark Waid geschickt gesetzten Cliffhanger kommt. Natürlich ist klar, dass einige der Ereignisse, die zuvor geschehen sind, je nach Verlauf der Story schnell wieder ungeschehen gemacht werden. Aber das ändert nichts daran, dass man doch das eine oder andere Mal über die Vehemenz der Geschehnisse erstaunt sein wird.

Ein Problem dass man in dieser Story haben wird, sind die Zeichnungen von Mike Del Mundo. Er neigt dazu, übertriebene Gestiken und Mimiken zu zeichnen. Was den Humor natürlich gut unterstützt. Doch es gibt auch manche ernste Szene, in denen dies dann deplatziert wirkt. Wo man sich dann nicht mit anfreunden kann, weil es irritiert.

Die Champions haben sich zusammengefunden. Doch jetzt gilt es, ein richtiges Team zu werden. Bei einem Campingausflug wollen sie mehr über sich selbst herausfinden. Und erhalten schon bald Besuch von einem weiteren Superhelden, der in ihr Team aufgenommen werden möchte.

Mark Waid schreibt die "Champions"-Serie genauso wie die aktuelle "Avengers"-Serie sehr humorig. Immer wieder baut er kleinere Momente ein, in denen man mindestens schmunzeln muss. Besonders gelungen die Szene, in der die jungen Helden erfahren, das Viv ein eigenes WiFi-Netzwerk hat und sie das dann sofort nutzen, um ihre Smartphones zu nutzen. Der Höhepunkt des Gags ist dabei das Passwort, das vor allem Fans der klassischen "Avengers"-Geschichten etwas sagen dürfte.

Ansonsten steht Teambildung auf dem Programm. Und schon jetzt lassen sich langsam erste Rollen erfassen, die die einzelnen Mitglieder im Team haben werden. Ms. Marvel etabliert sich schnell als Wortführerin der Gruppe. Sie bestimmt, wo es lang geht und was getan werden muss. Gleichzeitig ist der Hulk so etwas wie der Bully des Teams. Er macht sich einen Spaß daraus, andere Mitglieder zu hänseln, wie etwa Nova. Doch er kriegt schnell eine passende Replik, die ihm Grenzen aufweist.

Interessant sind die Reaktionen, als der junge Cyclops auftaucht. Scott Summers ist aktuell Teil der "Neuen X-Men"-Reihe und dies ist einer seiner ersten Auftritte außerhalb des X-Men-Kosmos. Interessant ist dies deshalb, weil ein Großteil der Helden ihn sofort mit dem alten Cyclops vergleichen, der inzwischen auf Grund diverser Ereignisse den Ruf eines Terroristen innehat. Auch hier überzeugt wieder die Charakterisierung, die von Person zu Person unterschiedlich ausfällt.

Humbert Ramos versteht sich darauf, die Geschichte perfekt umzusetzen. Er musst seinen Stil nicht ändern, um sowohl lustige als auch ernste Momente gut rüberzubringen. Es passt einfach perfekt, was man auch an den diversen Actionszenen sehen kann.

Dies ist auch der Grund, wieso diese Ausgabe ein "Reinschauen" als Abschlusswertung erhält.



Fazit:

In der 14. "Avengers"-Ausgabe präsentiert Mark Waid gemeinsam mit Mike Del Mundo und Humberto Ramos zwei unterschiedliche Geschichten. Derweil die "Avengers"-Reihe dieses Mal vor allem Hercules in den Vordergrund rückt, kann man bei den "Champions" Teambuilding beobachten. Die Charakterisierung ist in beiden Serien sehr gut geworden. Was allerdings nicht auf die Zeichnungen zutrifft Mike Del Mundos Stil ist perfekt für komische Situationen geschaffen, scheitert allerdings bei ernsten Szenen, wo die Grimassen nicht funktionieren. Humberto Ramos hingegen ist solide und präsentiert gute Arbeit.



Avengers 14 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Avengers 14

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 4,99

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gelungener Humor bei beiden Serien
  • Erstklassige Charakterisierungen
  • Humberto Ramos Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Mike del Mundos Zeichnungen
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Rezension vom: 17.09.2017
Kategorie: Avengers
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