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Comic-Besprechung - Black Widow 2: Eine Frau sieht rot

Geschichten:
Black Widow 2: Eine Frau sieht rot (Black Widow 7-12)
Autor: Mark Waid, Chris Samnee, Zeichner / Inker: Chris Samnee, Colorist: Matthew Wilson

Story:
Im Red Room wurde einst Natasha Romanoff für den KGB zur Killerin ausgebildet. Als sie nun als Heldin Black Widow erfährt, dass der Raum reaktiviert worden ist, um neue Mädchen zu lebenden Waffen zu formen, macht sie sich auf die Suche nach den Mädchen, um sie zu retten und schlimmeres zu verhindern. Doch kann sie ihrem neuen Verbündeten trauen? Und macht S.H.I.E.L.D. immer noch Jagd auf sie?

Meinung:
Das zweite Paperback der neuen Reihe um die Black Widow ist auch schon wieder der letzte. Im Grunde genommen ist es schon bezeichnend, dass die schwarze Witwe kaum mal eine längere Serie bekommen hat, sondern meist nur als Gaststar wie bei Daredevil oder als Teammitglied etwa bei den Avengers eine besondere Rolle spielt. Wenn sie im Vordergrund steht, beschränkt man sich meist auf Mini-Serien. Das beweist durchaus, dass der Charakter seine Faszination besitzt und auch eine gewisse Beliebtheit hat, sonst würde sie schließlich gar keine eigene Reihe spendiert bekommen, aber nicht alleine eine Serie tragen kann.

Auch ein solch guter Autor wie Mark Waid, der schon so ziemlich jeden Helden mal getextet hat, nicht zuletzt weil er auch gerne Events in Szene setzt, kann offenbar nicht viel mit Natasha Romanoff anfangen. Trotz einiger Dramatik welche in ihrer Vergangenheit begründet ist, ist die Figur doch recht eindimensional. Womit sie eigentlich bei den Helden in guter Gesellschaft ist. Andere zeichnen sich auch nicht gerade durch eine tiefschürfende Betrachtung aus. Man denke nur an den Punisher. Oder liegt die Crux einfach darin dass das ganze Konzept durch die Spionagetätigkeit etwas eingeengt ist? Aber bei James Bond liegt das Konzept auch vor, welches ihn allerdings nicht einengt. Es ist offenbar schwierig, eine Spionagegeschichte im Superheldengewand zu erzählen (auch wenn es da natürlich Ausnahmen wie Sleeper gibt). Man kann nicht in die Tiefe gehen, da es dann für das Genre zu komplex werden würde, böse formuliert, aber wenn man rein auf die Action setzt wird es austauschbar und man hat die Lektüre schnell vergessen. Wie hier.

Auch hier dreht sich wieder einmal vieles um die Vergangenheit der Black Widow als sowjetische Agentin. Was leider immer unglaubwürdiger wird, denn mittlerweile ist schon der Mauerfall fast 30 Jahre her und wenn man es beibehalten würde, das Romanoff von Sowjets ausgebildet wurde, dann wäre sie auch innerhalb der Comics mittlerweile an die 50 und könnte die Action nicht mehr so bringen wie sie gezeigt wird. Es wird langsam Zeit eine leichte Modernisierung stattfinden zu lassen. Wie beim Punisher der in der neuesten Serie kein Vietnam-Veteran mehr ist, sondern in den modernen Kriegen von Irak und Afghanistan geformt wurde. Die Black Widow fällt immer mehr aus der Zeit. Und doch ist gerade dieses Erlebnis ironischerweise das, was ihr Tiefe verleiht. Eine zweischneidige Sache die man dem ganzen Band anmerkt.

Natasha will verhindern, dass andere Mädchen so werden wie sie und wird doch wieder manipuliert. Waid selber war wohl klar, dass die Figur nicht trägt, denn am Ende gibt es nicht nur einen ironischen, sondern auch einen selbstkritischen Hinweis, dass Black Widow nicht mehr den einsamen Wolf spielen muss und braucht, da es genügend Menschen und Übermenschen gibt, die ihr helfen können und wollen. Die Zeiten des einsamen Wolfes sind vorbei und vielleicht braucht es diese Miniserie einfach, um unter die bisherige Geschichte der Figur eine Art Schlussstrich zu ziehen.

Das liest sich durchaus spannend und actionreich, was auch den guten Zeichnungen von Samnee geschuldet ist, der immer noch wie ein Klon von Sean Phillipps zeichnet, und den flotten Dialogen, aber besonders bemerkenswert oder beeindruckend ist das leider nicht. Man hat also noch Raum für Experimente. Die nötig sind, um der Figur mal den gewünschten Raum geben zu können.


Fazit:
Ein unterhaltsames, gut gezeichnetes, actionreiches, spannendes ... Nichts. Offenbar kann die Heldin eine eigene Solo-Serie nicht tragen. Experimente täten ihr mal ganz gut.

Black Widow 2: Eine Frau sieht rot - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Black Widow 2: Eine Frau sieht rot

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741603627

ISBN 13:
978-3741603624

136 Seiten

Black Widow 2: Eine Frau sieht rot bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Action und Spannung
  • selbstironischer und selbstkritischer Kommentar
Negativ aufgefallen
  • Heldin aus der Zeit gefallen
  • Figur trägt die Serie nicht
  • verwechselbar
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Rezension vom: 13.10.2017
Kategorie: Black Widow
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