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Comic-Besprechung - Justice League 4

Geschichten:
Justice League 4 (Justice League 7-8)
Autor: Bryan Hitch, Zeichner: Jesús Meriono, Neil Edwards, Inker: Andy Owens, Daniel Henriques, Colorist: Adriano Lucas, Tony Avina, Übersetzung: Christian Heiss

Story:

Die Justice League muss gegen ein Monster ankommen, dass ihre tiefsten Ängste manipuliert und gegen sie anwendet. Kaum haben sie diese Gefahr bestanden, taucht auch schon die nächste Bedrohung auf. Dieses Mal wird die Technologie missbraucht, um die Liga anzugreifen.



Meinung:

Das Experiment, Zeichner auch als Autoren arbeiten zu lassen, ist in der Geschichte der Comicindustrie schon längst Gang und Gebe. Künstler wie Alan Davis, Frank Miller oder Tony S. Daniel haben es geschafft, dass man sie als Schreiber von Stories akzeptieren kann. Doch nicht jeder Zeichner ist auch der geborene Autor. Das zeigt sich insbesondere bei Bryan Hitch, der die "Justice League"-Serie betreut.

Zwei Geschichten werden in der vierten Ausgabe präsentiert. Die erste handelt davon, dass die Justice League sich von dem Angriff eines Furchtmonsters erholt. Allerdings stellt sich die Frage, ob sie es wirklich besiegt haben, oder ob es nicht in Wahrheit die einzelnen Mitglieder gegeneinander ausspielt.

Gezeichnet wird die Geschichte von Jesùs Merino, der lange Zeit der Tuscherkünstler von Carlos Pacheco war. Doch seit einigen Jahren ist er auch als Zeichner eigenständig aktiv. Seinen Stil kann man als eine Art Mischung zwischen dem von Pacheco und Bryan Hitch betrachten. Realistisch und durchaus fähig, Actionszenen und ruhige Momente gleichzeitig darzustellen.

Die Geschichte selbst kann nicht überzeugen. Erneut hat man das Problem der platten Charakterisierung, dass schon bei der Rebirth-Ausgabe akut war. In diesem Fall wirkt die Beziehung zwischen der Green Lantern Jessica Cruz und dem Flash Barry Allen arg künstlich.

Gleichzeitig wirkt der ganze Plot unausgegoren. Man hat den Eindruck, dass Bryan Hitch bestimmte Szenen im Kopf hatte, sie niederschrieb und dann darum irgendwie eine Handlung gebastelt hat. Dinge ereignen sich einfach, ohne großartig entwickelt zu werden.

Noch schlimmer ist, dass die Geschichte unter einer schon fast pathetischen Narration begraben wird. Ganz zu schweigen davon, dass dieses Kapitel dann einfach so aufhört, ohne, dass man mehr darüber erfährt, woher dieser Gegner kam.

Die Aufräumarbeiten nach den letzten Ereignissen sind überwiegend abgeschlossen. Doch Ruhe kehrt nicht ein, als Cyborg von einer Art Virus übernommen wird, die ihn fremdsteuert. Erneut droht eine Katastrophe, die die Justice League unbedingt aufhalten muss.

Gezeichnet wird diese Geschichte von Neil Edwards. Der Künstler ist seit 1997 im Geschäft tätig und hat sowohl für Marvel, als auch DC gearbeitet. Seinen Stil kann man als eine Art Bryan Hitch-Kopie bezeichnen, mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen.

Die Geschichte selbst kommt einem bekannt vor. Denn im Prinzip greift Bryan Hitch denselben Grundplot seiner letzten Story auf. Erneut wird die Justice League von einer Bedrohung angegriffen, die einzelne Mitglieder manipuliert. In diesem Fall ist es Cyborg, der von einem Computercode infiziert wird und damit unter anderem auch den Wachturm infiziert.

Die Story verlangt vom Leser viel Gutgläubigkeit. Denn der Autor schafft es einfach nicht, die Bedrohung glaubwürdig wirken zu lassen. Auch, was viele Ereignisse angeht, bleibt die Glaubwürdigkeit auf der Strecke. Vor allem ein Ereignis am Ende der Geschichte wirkt unglaubwürdig.

Deshalb ist diese Ausgabe auch nur "Gähn".



Fazit:

Die vierte "Justice League"-Ausgabe kann leider nicht überzeugen. Die Zeichnungen sind zwar nett, aber bei der Story hapert es. Bryan Hitch scheint nicht den ganzen Plot durchdacht zu haben, sondern auf einzelne, nette Szenen zu setzen. Hinzu kommt auch noch eine pathetische Narration, die alles unter sich begräbt. Gleichzeitig greift er den Plot von der ersten Geschichte auch in der zweiten auf und variiert ihn nur wenig.



Justice League 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Justice League 4

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 4,99

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gute Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Zu viel Pathos
  • Plot wiederholt sich
  • Plot ist nicht durchdacht
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Rezension vom: 24.12.2017
Kategorie: JLA
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