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Comic-Besprechung - Marvel Knights: Black Panther

Geschichten:
Marvel Knights: Black Panther (Black Panther 1998 1-5)
Autor: Christopher Priest, Joe Quesada, Zeichner: Vince Evans, Mark Texeira, Inker: Vince Evans, Alitha Martinez, Colorist: Avalon Studios, Brian Haberlin


Story:
T´Challa ist der Superheld Black Panther und König des afrikanischen Staates Wakanda. Trotz innenpolitischer Unruhen, reist der Panther nach New York City. Ein Finanzskandal und ein Mord im Umfeld einer Stiftung die T`Challa am Herzen liegt, macht das unumgänglich. Erschwert wird die Reise durch den Regierungsbeamten Ross der überfordert ist und die wartenden Feinde. Denn der Black Panther muss erkennen, dass der Skandal um die Stiftung nur ein Teil einer großen Intrige ist.


Meinung:
Ende der 1990er Jahre steckten Marvel und der US-Comic-Markt in einer Krise. Die Wiederholung der immer gleichen Muster hatte die Leserschaft ermüdet und die Auflagen sanken. Frischer Wind wurde benötigt und so rief man unter Führung von Joe Quesada und Jimmy Palmiotti das Label Marvel Knights ins Leben. Unter diesem Label sollten reifere Geschichten erzählt werden, mit einem etwas anderen Ansatz.  Man hoffte so, neue Leser für das Marvel-Universum interessieren zu können. Die Inhalte waren anders und brachten unerwartete Töne hinein, welche später auch in dem Marvel Max Label gründen sollten.

Dabei nahm man sich für Marvel Knights hauptsächlich Figuren an, bei denen Experimente nicht sonderlich in das Gewicht fielen, da die Charaktere und ihre Serien kurz vor dem Aus standen oder schon länger keinen eigenen Auftritt mehr hatten. Man hatte also nichts zu verlieren und gewann mit den neuen Ansätzen zu Black Widow, Daredevil und vor allem dem Punisher, unter Führung von Ennis und Dillon, dazu.

Auch der Black Panther bekam eine neue Mini-Serie spendiert und wurde dem Publikum wieder nahe gebracht. Der Black Panther ist der erste schwarze Mainstream-Superheld und erblickte 1966 das Licht der Comicseiten. Geschaffen von Stan Lee und Jack Kirby wurde er schnell ein Verbündeter der Fantastic Four und der Avengers. Aber mit einer eigenen Serie tat er sich relativ schwer. Von 1973 bis 1976 war eine kontinuierliche Veröffentlichung der Figur festzustellen, aber die Serie trug Jungle Action im Titel und stellte damit gar nicht mal den Panther in den Vordergrund. Vielmehr gab es Mini-Serien, aber durch die vielen Gruppenzugehörigkeiten verlor man die Figur eigentlich nie aus den Augen. Vielleicht lag es daran, dass die afrikanische Folklore die zwangsläufig mit hineinspielt, für ein weißes Mainstreampublikum zu fremd war. Auch wenn man aus der afrikanischen Heimat Wakanda eine moderne, geradezu futuristische, Stadt machte.

Unter dem Banner Marvel Knights geht man auf diesen Aspekt auch nur rudimentär ein, denn T`Challa verlässt seine Heimat und geht nach New York um dort einen Mörder zu jagen. Da konnte sich der Leser sehr viel mehr wiederfinden aber durch Szenenwechsel und Referenzen immer noch genügend über die Heimat und die kulturelle Identität des Black Panther und seines Volkes, schließlich ist er König, erfahren. Man bot hier aber keine reine Krimihandlung mit einem Culture Clash, was durchaus ansatzweise vorkommt, sondern verband eine beißende Politsatire damit und verwebte noch einen Hauch von Mystik hinein. Das mag schon etwas überladen klingen, aber es funktioniert. Vor allem deswegen weil die erzählende Person nicht der Titelheld ist, sondern ein Agent des Außenministeriums der einen zynischen und witzigen Blick auf die Geschehnisse hat. Neben einer stellenweise durchaus recht harten Action gibt es auch sehr witzige Szenen die selbst dem absurden Moment Qualität verleihen können. Etwa die Antwort auf die Frage wie wohl Small-Talk mit dem Teufel aussehen würde.

Zudem kommen noch die wunderschönen Zeichnungen und die hervorragende Farbgebung und man hat einen Augenschmaus par Excellence vor sich deren naturalistische Zeichnungen viel Flair haben. Mal abgesehen davon, dass die Frauen äußerst erotisch wirken. Dennoch gibt es einige Elemente wie die übergroßen Ohren des Schurken oder die geringen Körpermaße des Erzählers welche deutlich machen, dass hier durchaus übertrieben wird. Diese abgeschlossene Mini-Serie ist wohl eine der besten zu dem Black Panther und angesichts der Neuveröffentlichung in einem Paperback, zunächst ist das nur in Heftform geschehen, angesichts des Kinofilms des schwarzen Helden, sollte man auf jeden Fall zugreifen.


Fazit:
Wunderschöne Zeichnungen, eine spannende und witzige Geschichte mit einem politsatirischen Subtext: eine interessante und ungewöhnliche Superheldengeschichte bei der man einfach zugreifen muss.

Marvel Knights: Black Panther - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Knights: Black Panther

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 15,99

ISBN 10:
3741605735

ISBN 13:
978-3741605734

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Witz
  • Satire
  • politischer Subtext
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 27.02.2018
Kategorie: Hefte
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