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Comic-Besprechung - Nash Gesamtausgabe 4

Geschichten:
Nash Gesamtausgabe 4 (Kapitel 7: Die Schatten, Kapitel 8: Der rote Krieg)
Autor: Jean-Pierre Pécau, Zeichner: Damour, Colorist: Pierre Schelle, Stéphane Rosa


Story:
Nash ist tot. Und seine Tochter Audrey, die rote Königin der Dollys, führt einen verzweifelten Verteidigungskampf gegen die immer weiter vordringenden Soldaten. Doch Nash wurde von seiner Tochter in einem Heiligtum des Waldes beerdigt und ist wieder auferstanden. Nur ist sein Gedächtnis nicht mehr dasselbe. Kann er rechtzeitig bei seiner Tochter sein, um ihr zu helfen? Zudem entdeckt er einige Hintergründe über sich und seine Familie welche ihn letztlich auf den Mars führen werden.


Meinung:
Der vierte Band der Gesamtausgabe von Nash beinhaltet das siebte und achte Abenteuer wobei der achte Teil der Beginn eines neuen Zyklus ist, weswegen sich ein inhaltlicher Bruch innerhalb des Buches leider nicht vermeiden lässt.

Aber zunächst freut man sich auf ein Wiedersehen mit den Dollys. Im dritten Band hatte sich die Serie sehr gemausert und es wurde spannend, actionreich und fantasievoll mit einigen sozialkritischen Untertönen gegenüber Umweltschutz und dem Verhalten Frauen gegenüber wenn sie auf ein Objekt degradiert werden. Dabei endete der letzte Band tragisch, da der Titelheld starb und auch sonst mit den Angriffen des Militärs auf den lebendigen Urwald und die in Freiheit leben wollenden Frauen einen starken Cliffhanger gab. Nun kommt natürlich folgerichtig die actionreiche Auflösung dieser guten Storyline. Da wandern der Leser, und natürlich auch die Leserin, durch ein Meer von Emotionen, was man zu Beginn der Reihe ihr nicht zugetraut hätte. Die Dollys sind mit deutlich erotischen Tönen gezeichnet, wirken dabei aber nie aufreizend. Stattdessen wird hier Nacktheit als Urzustand gezeigt und als etwas Selbstverständliches. Es ist schon äußerst geschickt, nackte Frauen zu zeichnen, ohne jemals in einen sexualisierten Kontext abzudriften. Was genau die thematische Aussage unterstützt, dass diese Frauen selbstbestimmt leben wollen und durch die genetische Veränderung sich in wilde Wesen zurückverwandeln. Der hier neu eingeführte Witz ist angesichts des dramatischen Inhalts als comic relief notwendig und kann es vermeiden die Figur zu demontieren. Die Frauen, wenn man sie denn so bezeichnen kann, da sie zum Teil auch Wildkatzen ähneln, sind einem doch so sehr an das Herz gewachsen, das man wahrlich mit ihnen mitfiebert. Denn sie stehen lange auf verlorenem Posten und müssen so starke Rückschläge und Verluste hinnehmen, dass man als Leser gar nicht mehr hinsehen mag. Folglich fällt alles sehr dramatisch aus.

Gegen Ende erfahren Nash, der wieder lebt, lest es selber, und seine Tochter etwas mehr über ihre eigene Geschichte was dann zu dem Beginn des nächsten Zyklus führt, der doch deutlich abfällt. Immerhin ist der Wortwitz geblieben, mit seinen ironischen Anspielungen die sogar auf eine Metaebene hinweisen. So sind manche Zitate die hier vorkommen nicht einfach nur ironisch, sondern indem der Held innerhalb der Story deutlich macht, worauf er sich und seine Situation gerade bezieht, wird eine Metaebene geschaffen. Hier vor allem auf den Film Die glorreichen Sieben wenn sich Nash als den Schauspieler Yul Brynner vorstellt und seine Tochter in der Rolle die von Steve McQueen verkörpert worden war. Zugleich macht das Zitat und die Situation deutlich das manche Grundmuster der Science-Fiction ebenso in anderen Genres wie etwa dem Western zu finden sind.

Abgesehen von diesen Elementen und den schönen Streitgesprächen zwischen Vater und Tochter und dem Kampf gegen widerspenstige Technik, läuft hier alles ziemlich gradlinig und nicht sonderlich interessant ab. Auf der Suche nach Antworten sind Nash und Kind auf den Mars gereist und folgen den Spuren eines Wissenschaftlers, wobei sie von Kopfgeldjägern verfolgt werden. Man reist von A nach B zu C, kämpft, streitet, reist nach D, etc. Es herrscht durchaus ein hohes Tempo vor, welches auch durch die Figurendynamik bestimmt wird. Allerdings sind die sehr flächigen Zeichnungen in großen Panels welche einen Panoramablick bevorzugen in den kargen Ödnissen auf dem Mars ziemlich kontraproduktiv. Da gibt es einfach nichts zu sehen, was das Format nötig macht. Angesichts des Dschungelsettings in der ersten Hälfte hat es noch funktioniert, aber hier wirkt es aufgebläht. Dennoch wird hier eine packende Unterhaltung geboten.


Fazit:
Neben einem packenden Finale des ersten Zyklus, wird der neue begonnen, weswegen hier ein deutlicher Bruch vorliegt, der leider auch die Qualität betrifft. Doch die Serie hatte sich ja schon einmal deutlich gemausert.


Nash Gesamtausgabe 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nash Gesamtausgabe 4

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 26,80

ISBN 10:
3945270456

ISBN 13:
978-3945270455

96 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action und Dramatik
  • neu eingeführter Witz
  • Ironie und Spiel mit Metaebene
Negativ aufgefallen
  • überflüssig große Panels in der zweiten Hälfte
  • deutlicher Qualitätsabfall in der zweiten Hälfte
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Rezension vom: 09.03.2018
Kategorie: Alben
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