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Comic-Besprechung - Beasts of Abigaile 2

Geschichten:
Beasts of Abigaile 2
Autor / Zeichner: Spica Aoki


Story:
Nachdem die Schülerin Nina von einem Wolfswesen, einem sogenannten Loup-Ga gebissen worden ist, ist sie nun selber zu einem geworden und muss auf der Gefängnisinsel Abigaile lernen, wie man ein guter Sklave wird. Als sie gezwungen wird, bei einem geheimen Bankett der Wächter aufzuwarten, beobachtet sie, wie ein Loup-Ga gezwungen wird, gegen einen richtigen Wolf zu kämpfen. Nina versucht den jungen Poh zu schützen und bringt so tradierte Rudelstrukturen ins Wanken.


Meinung:
Im zweiten Band der Mangaserie Beasts of Abigaile ist die Heldin noch dabei sich in der neuen Umgebung und als Mischwesen zu Recht zu finden. Man erinnere sich kurz: das Mädchen Nina wurde von einem Loup-Ga gebissen, einem Wolfsmenschen. In der fiktiven Welt, welche hier von Spica Aoki geschaffen wurde, gibt es einen imaginären Staat auf dem Gebiet des realen Italiens in welchem neben Menschen noch Wolfsmenschen leben. Horrorfans seien aber gewarnt: es geht hier nicht um Werwölfe und die Serie verweigert sich den Klischees der archetypischen Monsterfigur. Es geht nicht um einen Menschen der bei Vollmond Menschen reißt, sondern um einen gänzlich anderen Stamm wie man etwa auch Elfen bezeichnen könnte. Die Loup-Gas besitzen einen Schwanz, die Haare reagieren auf ihre Emotionen, sie können sich Fell wachsen lassen und leben in Rudelstrukturen. Zudem besitzen sie gesteigerte Körperkräfte.  Dabei werden sie von den Menschen diskriminiert und zu Sklaven erzogen. Wobei letzterer Grundgedanke völliger Unsinn ist, da Sklaventum keine Erziehung ist, sondern eine Machtausübung.

Jedenfalls wird die Handlung der Serie dadurch ausgelöst, dass Nina gebissen wird und sich nun selber in einen Loup-Ga verwandelt. Was wohl äußerst ungewöhnlich ist. Jedenfalls ist sie nun ein Mischwesen. Kein richtiger Loup-Ga und kein richtiger Mensch mehr, weswegen sie zwischen allen Stühlen sitzt und die Diskriminierung und den Hass beider Seiten erleben muss. Indem sie also die beiden Seiten in sich selber zu vereinen versucht, wäre das auf der anderen Ebene auch eine Überwindung des Rassismus beider Rassen. Was die ganze Thematik und einige Konfliktfelder schon etwas vorhersehbar ausfallen lässt.

Der Auftakt etablierte jedenfalls noch das Setting, die Stimmung und das Thema und führte das Personal ein. Wie es sich für den zweiten Band einer Serie gehört, kommt nun die nähere Erkundung der Fantasiewelt vor. Nina befindet sich nun in dem Gefängnis Abigaile was ein wenig von Hogwarts hat. Nur das kein Harry Potter und auch keine anderen Magier vorkommen. Alles wirkt mehr wie ein Internat und weniger als ein Gefängnis. Inklusive eines Schülerrats und Cliquenbildung, wobei diese Cliquen aufgrund der Natur der Insassen Rudel sind. Von einem Unterricht bekommt man als Leser nichts mit. Es wäre auch langweilig zu lesen, wie ein Loup-Ga ein Tablett zu halten hat. Wobei dieser Grundgedanke an sich schon, wie erwähnt, Unsinn ist. Aber man wollte wohl kein düsteres Gefängnis als Setting haben, da sich dort die romantischen Verwicklungen weniger ergeben. Außerdem sind die romantischen Geschichten mit einem Fantasyanteil wirkungsvoller wenn sie in einem Schulmilieu spielen in dem sich die angepeilte Zielgruppe eher wieder finden kann. Viele Elemente des dramaturgischen Aufbaus wirken damit sehr kalkuliert und durchschaubar.

Wobei das erstaunlichste darin bestehen dürfte, dass es dennoch Spaß macht zu lesen. Denn zusammen mit Nina erforschen auch die Leserin und der Leser die Welt der Werwölfchen und durch die Unkenntnis der Rudelregeln bringt die Heldin die ganze bestehende Ordnung durcheinander. Dabei ist dieser, wenn auch unfreiwillige, rebellische Akt gar nicht das zentrale Thema des Bandes. Auch wenn es interessant gewesen wäre. Stattdessen wird rein auf eine individuelle Ebene Bezug genommen, wenn sich Nina daranmacht, das schwächste Glied der ganzen Schule zu schützen. Indem man sich eines Außenseiters annimmt, kann man auch das eigene Gefühl abbauen, ein Außenseiter zu sein. Denn zu zweit lässt sich das besser aushalten. Alle diese Aktionen bauen den Hauptcharakter schön auf und das sich damit entwickelnde Spannungsverhältnis zwischen den Figuren hält den Leser mühelos bei der Lektüre. Einzig sind die Zeichnungen etwas zu niedlich ausgefallen und weisen die typischen albernen Verfremdungseffekte auf. Aber das Setting ist schön gestaltet und das Dekor bekommt weit mehr Aufmerksamkeit als ihm die meisten sonstigen Mangas zugestehen.


Fazit:
Auch wenn die Rahmenhandlung an sich unsinnig ist und sehr kalkuliert wirkt, so ist die Figurendynamik doch recht spannend und es ist zudem gut gezeichnet. Somit ist die Serie durchaus einen Blick wert.

Beasts of Abigaile 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Beasts of Abigaile 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
3842039034

ISBN 13:
978-3842039032

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Figurendynamik
  • zeichnerisches Sinn fürs Detail
  • durchgehende Spannung
Negativ aufgefallen
  • Grundidee unsinnig
  • Hintergrund wirkt sehr kalkuliert
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 26.03.2018
Kategorie: Mangas
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