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Comic-Besprechung - Nach der Apokalypse

Geschichten:
Text: Laurent Queyssi
Zeichnungen: Juzhen


Story:
96 Jahre nach der Apokalypse haben sich die überlebenden Menschen in Clans organisiert und ziehen auf der Suche nach Essen durch die letzten Überreste zivilisatorischen Lebens. Auch Giala und ihr Stamm versuchen auf diese Weise zu überleben und jagen in den verfallenden Ruinen einer Großstadt die mutierten Tiere. Als sie schließlich von einem anderen Clan überfallen werden und Giala nur mit knapper Not ihrem Schicksal als Sklavin entkommen kann, beginnt für sie eine Odyssee, die sie bis an den Ursprung des Untergangs bringt.



Meinung:
Mit Laurent Queyssi präsentiert der Splitter Verlag einen ganz neuen Szenaristen in seinem Programm. In Frankreich hat sich Queyssi vor allem einen Namen durch seine Science-Fiction-Romane und Comics gemacht. „Nach der Apokalypse“ ist nicht sein erster Comicband. Dennoch leidet der Plot an einigen inhaltlichen Schwächen. Die Charaktere sind zwar nicht schlecht ausgearbeitet, allerdings fehlt es ihnen zuweilen an Glaubwürdigkeit. Handlungen und Erzählverlauf wirken zu aufgesetzt, die Dialoge sind mitunter etwas hölzern. 
Dabei ist die Grundidee der Geschichte und die damit aufgeworfenen Frage spannend: Wie kam es zur Katastrophe, der fast die ganze Menschheit zum Opfer gefallen ist? Warum durchstreifen zu riesenhaften Monstern mutierte Rinder, Tiger, Echsen etc. die Stadt? Fast wirkt es so, dass Queyssi seine Geschichte unbedingt in einem Einzelband zu Ende bringen wollte, denn viele seiner Erzählfäden, die er zu Beginn auswirft, hätten in einer größer angelegten Geschichte feiner und sinnvoller miteinander verwoben werden können.
„Nach der Apokalypse“ gehört dennoch nicht auf den Haufen der vielen Fantasy- und Science-Fiction-Comics, von denen man besser nie gehört hätte. Und das hat seinen Grund im Artwork von Juzhen. Der Zeichner, von dem im Splitter Verlag bereits drei Bände der fantastischen Serie Konungar erschienen sind, liefert atemberaubende Zeichnungen. Mit ihnen taucht der Leser ab in eine postapokalyptische Welt. Denn den Hintergrund der Geschichte bildet eine Metropole, in der seit fast 100 Jahren kein zivilisatorisches leben mehr stattfindet. Juzhen liefert Bilder, in den die Natur sich langsam den urbanen Raum zurück erobert. Fast wünscht sich der Leser, dass die einzelnen Panels nicht die magere Geschichte vorantreiben, sondern stattdessen ihn lieber noch etwas durch die verworrenen Straßenschluchten führen, ihn teilhaben lassen am Kampf zwischen Architektur und Natur und ihn mitnehmen auf Streifzügen. 



Fazit:
„Nach der Apokalypse“ ist ein Science-Fiction-Comic, dessen Geschichte nicht überzeugt. Aber da wo das Skript seine Schwächen offenbart ist es das Artwork, das den Leser in seinen Bann zieht. Deshalb in jedem Fall reinschauen!



Nach der Apokalypse - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nach der Apokalypse

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 18,80

ISBN 13:
978-3-96219-027-9

88 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tolles Artwork
  • Überzeugende postapokalyptische Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • Schwache Geschichte
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Bewertung:
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Rezension vom: 23.05.2018
Kategorie: Alben
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