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Comic-Besprechung - Benjamin und Benjamine - Gesamtausgabe

Geschichten:
Die Luftbrüchigen
Vogel flieg
Der große Bubibeer
Benjamin und Benjamine bei den Cowboys
Püppi und Puschel
Püppi Puschel und Frederike
Püppi und Puschel auf der Jagd
Die Familie Schafscher
Die Familie Schafscher und der Zug
Die Familie Schafscher – Fresssack wird dressiert
Die Familie Holzstöckchen
Text: Rene Goscinny
Zeichnungen: Albert Uderzo


Story:
Die Benjamin und Benjamine-Gesamtausgabe enthält alle zwischen 1956 und 1959 entstandenen Geschichten aus der Feder von Albert Uderzo und Rene Goscinny. In „Die Luftbrüchigen“ müssen die beiden jugendlichen Helden den Anschlag auf einen südamerikanischen General aufklären, um nicht selber zu Verdächtigen zu werden. In „Vogel flieg“ helfen Benjamin und Benjamine einem Wissenschaftler, der eine Anti-Gravitations-Maschine erfunden hat und damit reichlich Chaos anrichtet. „Der große Bubibeer“ bringt die beiden Protagonisten mitten hinein in einen unerbittlichen Kampf zwischen zwei konkurrierende Sekten. Und schließlich erben die Helden in „Benjamin und Benjamine bei den Cowboys“ eine Ranch in Texas, die sich als Unterschlupf für Gangster entpuppt. Daneben enthält der Band noch sieben Kurzgeschichten des Autoren/Zeichner-Teams. Ein 30-seitiger redaktioneller Teil, der die Hintergründe zur Entstehungsgeschichte von „Benjamin und Benjamine“ liefert, runden den Band ab.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Bei allen Tendenzen von Egmont, sich aus dem franko-belgischen Comicgeschäft zurück zu ziehen, ist es umso erfreulicher, dass der Verlag aber weiter daran festhält, Schätze aus dem Archiv der beiden Asterix-Erfinder zu veröffentlichen. Nach „Umpah-Pah“, „Luc Junior“ und „Pit Pistol“ schließt der neue Band nun die Lücke um „Benjamin und Benjamine“. Dabei liefert er den Lesern eine ganze Reihe von deutschsprachigen Erstveröffentlichungen. Denn nur die beiden Geschichten „Die Luftbrüchigen“ und „Vogel flieg“ waren den Lesern hierzulande bekannt. Beide Geschichten wurden 1992 als Band sieben der „Collection Al Uderzo“ gedruckt. Bei den sieben Kurzgeschichten um „Püppi und Puschel“, „Die Familie Schafscher“ bzw. „Die Familie Holzstöckchen“ handelt es sich allesamt um deutsche Erstveröffentlichungen.
Benjamin und Benjamine sind ein Geschwisterpaar. In ihrer Wahrheitsliebe, ihrem Gerechtigkeitssinn (Zitat eines Gangsters: „I´m enorm surprised, dass Leute so ehrlich sind und money ihrem Besitzer zurückgeben“) und ihrer Unschuld sind sie das ideale Vorbild für die Jugendlichen der 1950er Jahre. Ursprünglich wurde die Serie für die gleichnamige Zeitschrift von Godard geschrieben und gezeichnet. Goscinny und Uderzo übernahmen die Serie von ihm als Auftragsarbeit und führten sie bis zum Erscheinen ihrer eigenen Zeitschrift – „Pilote“ – fort. 
Der Leser darf bei diesem Frühwerk sicherlich nicht den ausgefeilten Wortwitz, die Brillanz und den Pointenreichtum späterer Werke erwarten, aber schon bei dieser Arbeit lässt sich die Genialität vom Team Uderzo/Goscinny ersehen. Auch wenn die Geschichten mitunter etwas hölzern wirken, so können sie nicht den Einfallsreichtum der beiden Künstler verbergen. Vor allem den beiden letzten Geschichten merkt man an, dass Autor und Zeichner sich in der Welt des Geschwisterpaares eingefunden haben. Einfälle wie die reiche schrullige Oma, die auf der Ranch von Benjamin und Benjamine Urlaub machen will in „Benjamin und Benjamine bei den Cowboys“ oder der sich immer verbeugende Savaty in „Der große Bubibeer“ machen einfach Spaß. Und auch, wenn noch nicht jeder Gag sitzt, der Erzählfluss mitunter noch etwas zähflüssig ist, bieten die Geschichten einen Lesespaß, der nicht nur Sammler und Nostalgiker erfreuen wird. 
Beeindruckend ist zu sehen, dass Uderzos Strich bei „Benjamin und Benjamine“ bereits voll ausgearbeitet ist. Bewegungen, höchste Überraschung oder einfach Unverständnis: Der Zeichner vermag alles in Panels zu bannen, dass wird bei den vorliegenden Geschichten bereits klar.
Als besonderer Bonbon enthält der Band noch ein paar Kurzgeschichten, die Uderzo und Goscinny für Tintin schufen. Die Arbeiten entstanden in den Jahren 1958 und 1959 und damit unmittelbar vor „Asterix“. Die Faksimile-Wiedergabe – vor allem der Familie Schafscher bzw. der Familie Holzstöckchen – geben eine guten Einblick in die handwerkliche Begabung von Uderzo. 
Das rund 30-seitige redaktionelle Zusatzmaterial liefert jede Menge spannende Informationen zum Verständnis der Serie. Einzig der angeschlagene freundschaftliche Ton, wie auch schon bei den vorherigen Gesamtausgaben, stört. 



Fazit:
Der neue Band reiht sich nahtlos in die Gesamtausgaben zum Werk von Uderzo und Goscinny ein. Dabei bietet er nicht nur Nostalgikern und Forschern interessante Einblicke in das Frühwerk der Künstler, sondern echten Lesegenuss. Ein echter Klassiker, der in keiner Bibliothek fehlen sollte.



Benjamin und Benjamine - Gesamtausgabe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Benjamin und Benjamine - Gesamtausgabe

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Egmont Comic Collection

Preis:
€ 35

ISBN 13:
978-3-7704-3968-3

216 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannende Zusammenstellung
  • Erstmals alle Geschichten auf Deutsch
  • Ausführlicher redaktioneller Teil
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 24.05.2018
Kategorie: Alben
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