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Comic-Besprechung - Hauteville House 15: Kap Hoorn

Geschichten:
Hauteville House 15: Kap Hoorn
Autor: Fred Duval, Zeichner: Thierry Gioux, Emem, Colorist: Nuria Sayago


Story:
Zelda und Gavroche, die beiden Agenten des Hauteville House, reisen mit Davy Crockett und einigen Wissenschaftlern nach Patagonien und Feuerland, um das Idol zu holen, dessen Hüter Crockett ist. Denn drei Repräsentanten des Obsidianischen Ordens wollen die Assel auf die Menschheit loslassen. Gavroche und die anderen haben nur eine Chance, wenn sie den Leviathan wecken können.


Meinung:
Mit dem fünfzehnten Band der Steampunk Serie Hauteville House liegt nun das Finale des dritten Zyklus vor. Wie es sich für ein Finale gehört, werden hier einige lose Fäden verknüpft und alles kulminiert in einer großen Entscheidungsschlacht. Wer nur ein Gelegenheitsleser ist und den Abenteuern bislang sporadisch folgte, dürfte hier also ziemlich überfordert sein. Es empfiehlt sich die vorherigen Abenteuer noch einmal zu lesen, um nicht den Überblick zu verlieren.

Dabei kann von einer ausgefeilten Dramaturgie noch nicht einmal die Rede sein. Aber man muss zunächst einmal von dem Konzept der Serie wissen, nämlich dass hier eine alternative Geschichtsschreibung mit Steampunk Elementen vorliegt und das es einen obsidianischen Orden gibt. Von jedem Kontinent gibt es einen Vertreter der ein Portal und ein Idol bewacht. Diese Idole sind Repräsentanten uralter und mächtiger Wesen die weiterhin existieren aber sich nur selten blicken lassen. Drei Kontinente haben den Orden verraten und wollen das Gleichgewicht zerstören indem sie ihren Meister, die Assel, auf die Menschheit loslassen. Die Agenten des Hauteville House, die hier dermaßen in den Hintergrund rücken, dass man schon dabei ist zu vergessen das sie auch eine Rolle spielen und mehr als Bildauffüller sind, verbünden sich mit Davy Crockett, der entgegen aller Geschichten die Schlacht um Alamo überlebt hat. Crockett ist der Hüter Amerikas und sie brauchen sein Idol um den Leviathan gegen die Assel zu schicken.

Es ist alles over the top und ziemlich abgedreht. Logik braucht man nicht zu suchen und neben den Elementen der alternativen Geschichtsschreibung und dem Steampunk gibt es hier zahlreiche Referenzen an das klassische Monsterkino. Wenn der Leviathan gegen die Assel kämpft, dann weckt das Erinnerungen an Godzilla und seine ebenso großen Monstergegner. Es atmet hier also den Trash und den Pulp. So sind die Seemenschen die hier vorkommen auch noch Mischungen aus den Phantasien von H. P. Lovecraft und dem Monster aus dem Film Der Schrecken vom Amazonas. Die Portale erinnern einen dann auch unweigerlich an Stargate und all die vielen Pulpverneigungen mit Referenzen an Realgeschichte sowie Sagen aus den Handlungsgegenden, etwa die riesenhaften Indianer, sind eine einzige Hommage.

Aber es ist durchaus zu viel des Guten. Die Geschichte an sich wird erdrückt und der Funke will nicht so recht überspringen. Was ziemlich bedauerlich ist. Denn auch wenn die erste Hälfte des Albums recht zäh ist, weil die Protagonisten eigentlich nur auf Reise sind und sich unterhalten, so ist das doch zeichnerisch sehr beeindruckend gestaltet. Die Landschaftsbilder sind schlicht und ergreifend wunderbar, was man dann von der Mimik der Figuren nicht immer behaupten kann. Bei dem letzten Kampf gibt es dann beeindruckende Splashpanels wie es sich für einen Zwist zwischen Monstern gehört, aber in anderen Bildern gehen dann die Details wieder unter. Hier wäre weniger durchaus mehr gewesen, aber die hemmungslose Plünderung des Trash-Sektors kann auch Spaß machen.


Fazit:
Das Finale des dritten Zyklus atmet Trash pur da viele Referenzen an den Pulp eingebaut worden sind. Dabei wird die Handlung etwas verschleppt, aber die Landschaftszeichnungen und die Splashpages sind beeindruckend.

Hauteville House 15: Kap Hoorn - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hauteville House 15: Kap Hoorn

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
394527060X

ISBN 13:
978-3945270608

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Landschaftszeichnungen
  • Referenzen an Pulp und Trash
Negativ aufgefallen
  • verschleppte Handlung
  • Zeichnungen der Gesichter
  • Helden in den Hintergrund gerückt
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Rezension vom: 31.05.2018
Kategorie: Hauteville House
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