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Comic-Besprechung - Jupiter`s Legacy 2: Intimfeinde

Geschichten:
Jupiter`s Legacy 2: Intimfeinde (Jupiter`s Legacy 2: 1-5)
Autor: Mark Millar, Zeichner: Frank Quitely, Colorist: Sunny Gho




Story:
Die Superhelden haben die Macht erlangt, ohne allerdings die Welt besser zu machen. Chloe, ihr Mann Hutch und der gemeinsame Sohn Jason rekrutieren deswegen frühere Superschurken, um die tyrannischen Helden zu stürzen. Entscheidend für den Kampf ist aber, dass eine Legende sich anschliessen wird, was Hutch vor große Konflikte  stellt.


Meinung:
Die erste Storyline der Serie Jupiters Legacy endet schon mit dem zweiten Band. Insofern liegt hier also eine Art Finale vor. Es kann sein, dass die Geschichte nun auserzählt worden ist, wobei es noch durchaus einige Prämissen gibt worauf man aufbauen kann, auch wenn so gut wie keine offenen Fragen mehr vorhanden sind.

Wobei: aufbauen? Im Grunde genommen ist das was den Autor Mark Millar zu einem Star des Comics macht auch ein Aspekt den man ihm vorwerfen kann. Denn im Grunde genommen erzählt er oft die gleiche Geschichte. Er dekonstruiert die Superhelden, stellt sie auf den Kopf (so ist etwa der titelgebende Held Nemesis im Grunde Batman mit anderen Vorzeichen) oder erdet sie auf eine realistische und brutale Art und Weise wie in Kick Ass. Es entscheiden dann die Einzelheiten, die unterschiedlich gesetzten Schwerpunkte, was die jeweilige Miniserie von Millar wieder herausstechen lässt. So gelingt ihm das große Kunststück das seine Comics immer frisch wirken, obwohl sie sich thematisch immer ähneln.

Jupiters Legacy ist da nicht anders und die Grundidee ist eigentlich simpel. Die Superhelden haben gesiegt und alle Schurken sind dingfest gemacht. Aber Macht korrumpiert und lässt andere gegen die Vormundschaft der Helden rebellieren. Dadurch werden die Helden nun zu Schurken und die eigentlichen Schurken zu Helden, wobei der Zirkelschluss am Ende schon eine große Ironie besitzt und es alles ewig so weitergehen kann. Wer den ersten Band  aber nicht mehr geistig parat hat, sollte ihn dringend noch einmal lesen da die unterschiedlichen personellen Verquickungen doch etwas irritierend sein können. Aber die Action und die Spannung stehen gegenüber den Charakteren deutlich im Vordergrund weswegen man das auch etwas vernachlässigen kann. Es geht hier nicht mehr um den Aufbau der geschilderten Welt, die Vorstellung der Charaktere und wie sie wurden wer sie sind, sondern eben um den dramatischen Kampf und die Auflösung der Konflikte. Das führt natürlich zu einem hohen Tempo und man fragt sich, wie die kleine Schar gegen so mächtige Helden bestehen will. Entschuldigung: Schurken. Oder doch nicht? Das ist ein kleiner Meistergriff, dass die moralischen Unterschiede zwischen den Fraktionen äußerst gering sind und einige Akteure weniger aus politischen oder sozialen Motiven aktiv werden, sondern aus persönlichen. Aus großer Macht folgt nicht immer große Verantwortung.  Durch die einzelnen Aktionen und weil kein Charakter sicher ist, und das noch dadurch verdeutlicht wird das einige überraschend sterben, ist die Geschichte trotz des hohen Actionanteils sehr spannend. Zudem ist sie für Superhelden ungewöhnlich, aber für Millar typisch, brutal. Die Härte mit denen die Übermenschen aufeinander losgeht ist nahezu schockierend und die Todesfälle werden deutlich ausgespielt. Da der Fokus auf der Aktion liegt, sind die Zeichnungen sehr wichtig und hier kann Frank Quitely seine Stärken wieder voll ausspielen. Er hat immer wieder gute Ideen und allein der psychische Kampf zwischen einigen Protagonisten ist von enormen Einfallsreichtum geprägt der auch wieder einen ironischen Witz unterbringt. Generell ist mit diesem Kreativteam wieder ein sich perfekt ergänzendes Duo gefunden worden, von dem man hofft noch mehr lesen zu können. Vor allem wenn sie weiterhin mit einigen so herben Überraschungen aufwarten können wie hier. Fans von Millar werden sowieso zugreifen und Leser die Superhelden nicht so sehr mögen sollten sich noch schnell die zwei Bände besorgen.


Fazit:
Ein gelungener Abschluss mit einem bitter ironischen Ende. Trotz aller Action herrscht kontunierlich Spannung vor da hier nichts und niemand sicher ist. Millar in Top-Form.


Jupiter`s Legacy 2: Intimfeinde - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jupiter`s Legacy 2: Intimfeinde

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17

ISBN 10:
3741605468

ISBN 13:
978-3741605468

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action und Spannung
  • bittere Ironie
  • gute zeichnerische Ideen
Negativ aufgefallen
  • Personal und Beziehungen etwas verwirrend
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Rezension vom: 08.06.2018
Kategorie: Hefte
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