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Comic-Besprechung - Spirou und Fantasio Spezial 25

Geschichten:

Sein Name war Ptirou

Text: Yves Sente

Zeichnungen: Laurent Verron 



Story:
Europa in der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre. Unternehmer wie der Reederer de Sainteloi werden von ihren Aktionären gezwungen, Kosten zu senken. Das bedeutet nichts anderes, als Arbeiter u entlassen. Außerdem soll er nach New York fahren, um dort die Kosten für die Lagerung an den Kais zu drücken. Die Gelegenheit seiner kranke Tochter Juliette ein bißchen Abwechslung zu bieten. Beide wollen die Reise zusammen unternehmen. Allerdings hat de Sainteloi an Bord des Schiffes nicht nur Freunde, denn er gilt den meisten Arbeitern als Sinnbild des kapitalistischen Systems. Demgegenüber hat Juliette in dem blinden Passagier Ptirou einen Verehrer bekommen. Der Weg nach New York ist lang und auf hoher See gibt es vor den Konflikten kein Entkommen.



Meinung:
Ich persönlich halte Yves Sente für einen der besten aktuellen Autoren. „XIII“, „Blake und Mortimer“, „Thorgal“ aber auch „Skarbek“ sind ausgezeichnete Referenzen. Und nun kommt auch noch der neueste Band der Serie „Spirou und Fantasio Spezial“ dazu. 
Seine Idee war es, die Anfangsgeschichte des Hotelpagen zu erzählen. Allerdings nicht aus Sicht von Spirou, sondern die reale Geschichte. Hintergrund ist, dass der Vater von Spirou, Rob Vel oder Robert Velter, wie er eigentlich hieß, vor seiner Zeichnerkarriere als Steward auf einem Luxusliner arbeitete. Dort war er stets von den flinken und quirligen Pagen umgeben, die versuchten, den Gästen jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. In späteren Äußerungen baut Rob Vel den Mythos auf, dass es diese Zeit war, die ihn auf die Idee zu Spirou brachten. 
Nette Geschichte oder Realität? Die Frage könnte nur der Erfinder selber beantworten. In jedem Fall nahm sie Sente bei seinem Plot sehr ernst. Und jetzt muss ich es wohl zugeben: Ich steh auf Geschichten, die ans Herz gehen. Und Sente liefert eine Geschichte, die tief berührt. Es ist dieser schmale Grat zwischen Emotionen und Kitsch, auf dem er sich bewegt. Und er tut dies mit einer Leichtigkeit, dabei immer das Gespür für die Geschichte. Sein Szenario verhindert zu viel Zucker und Schmalz, allerdings weiß der Künstler instinktiv, wo es durchaus etwas mehr sein darf. Das macht er überzeugend!
Seine Protagonisten kommen überzeugend rüber. Dies ist auch wesentlich dafür verantwortlich, dass das ganze Szenario stimmig ist. Er charakterisiert sie bildlich und ehrlich. Wenn es einmal tatsächlich ein reales Vorbild für Spirou gegeben hat, so könnte dies niemand anderes sein, als Ptirou. 
Das Artwork von Verron tut sein Übriges dazu. Seine Bilder passen vor allem zur Handlungszeit. Sein Strick vor allem in größeren Totalen hat etwas von Kreidezeichnungen – aber sehr fein. Der Betrachter fühlt sich an Zeitungsdrucke aus den Frühtagen der Comics als Massenmedium erinnert. In Deutschland ist Verron vor allem durch die Fortführung der Serie „Boule & Bill“ bekannt geworden. Und entsprechend den Anforderungen hier sind es vor allem die Bewegungen, die seine Panels so sehenswert machen. Gut das Ptirou ein Akrobat ist, so gibt es vielerlei Möglichkeiten ihn in Bewegung zu setzen.


Fazit:
Der 25. Band der Serie „Spirou und Fantasio Spezial“ ist mal wieder ein Treffer. Ich bin Fan dieser Serie. Vor allem bei einigen alten Spirou-Fans stößt dieser Ableger zwar auf Ablehnung, aber das ist angesichts der hohen Qualität der Reihe nicht nachvollziehbar. Band 25 liefert eine dichte und überzeugende Geschichte, gekoppelt mit herausragendem Artwork.


Spirou und Fantasio Spezial 25  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spirou und Fantasio Spezial 25

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12,99

ISBN 13:
978-3-551-77626-6

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Komplexe Geschichte, die zu Herz geht
  • Schönes Artwork
  • Spannende Entwicklung
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 01.08.2018
Kategorie: Alben
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