SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 15.061 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Gunblast Girls 1: Auf die Fresse, Lusche!

Geschichten:
Gunblast Girls 1: Auf die Fresse, Luschen!
Autor / Zeichner: Didier Crisse, Colorist: Besson


Story:
Zdenka trommelt ihre Bande von wilden, gesetzlosen Mädels wieder zusammen. Dabei klingt der gut bezahlte Job eigentlich recht einfach: es gilt eine Teenagerin zu einem bestommten Planeten zu bringen. Doch nicht nur bringt das Temperament der Frauen sie in Schwierigkeiten, sondern die Passagierin besitzt auch ungeahnte Fähigkeiten welche so manche Begehrlichkeiten wecken. So wird die Reise zunehmend zu einer Flucht.


Meinung:
Mit Gunblast Girls startet Crisse eine neue Serie. Dass er weibliche Helden in Szene setzen kann, hat er schon mit Atalante, Das Kristallschwert, Ishanti und Luuna bewiesen. Diese Reihen spielten aber alle in einem historischen Setting bzw. sind der Fantasy zuzuordnen. Mit den Gunblast Girls wechselt er nicht nur das Genre, sondern hat nicht eine einzige Heldin, sondern gleich eine ganze Gruppe.

Dass Crisse die Gruppe noch nicht so ganz im Griff hat, ist leider deutlich zu merken. Die Anführerin steht deutlich im Mittelpunkt und mit einigen anderen Frauenfiguren tut er sich offensichtlich schwer. Sie sind nichts als Staffage und haben keine wirkliche Persönlichkeit. Auch die Protagonistin welche direkt zu Beginn eingeführt wird und die wohl eine schmerzhafte Vergangenheit mit den weiblichen Banditen verbindet, rückt zusehends in den Hintergrund und die möglichen Konflikte werden nicht weiter verfolgt. So gewinnt man den Eindruck, dass die Menge an Personal etwas überfordernd für den Autor ist.

Zudem ist die Space Opera zwar durchaus sexy geraten, da die Gunblast Girls knappe Outfits tragen, aber leider ist sie nicht so witzig wie sie sein will, was ab und an etwas nerven kann. Immerhin gibt es einige schöne, ganz im postmodernen Sinne, Zitate und Anspielungen welche auf andere Space Operas und bekannte Filme Bezug nehmen.  Da ist mal eine Büste von Darth Vader zu sehen, eine der Girls zitiert Bruce Willis aus Stirb Langsam und, und, und, welches dem ganzen Geschehen eine ironische Note verleiht. Aber die anderen Witze funktionieren nicht immer. Manche sind pubertär und das Timing lässt etwas zu wünschen übrig. So kann es witzig sein in den passenden Situationen einen Running Gag einzubauen der variiert wird, aber die permanenten Sprüche über die vermeintliche Echtheit der Brüste einer der Hauptfiguren sind inflationär, reiner Selbstzweck da sie nicht zu den Situationen passen und zünden deswegen nicht. Auch ist der Coolness Faktor der Mädels eher impertinent als wirklich vorhanden. Dafür wirkt es einfach etwas zu angestrengt und es fehlt der Wille zum Trash.

So wenig das Personal hier noch überzeugen kann und sie auch keine charakterliche Tiefe aufweisen, so entpuppt es sich als Vorteil, dass sich Crisse bei der Entwicklung des Haupthandlungsstrangs durchaus Zeit lässt. Unter der Oberfläche einer recht tumben Actionstory entfalten sich langsam weitere Handlungsstränge und deuten sich immer mehr Hintergründe an. Da die Leserinnen und Leser hier durch die stetig wechselnden Perspektiven und Handlungsorte immer einen Wissensvorsprung gegenüber den Heldinnen haben wird doch eine gewisse Spannung geschürt. Aber so richtig weiß der Auftakt noch nicht zu packen.

Die Zeichnungen sind routiniert und können einige schöne Ideen aufweisen. Etwa wenn das Raumschiff der Banditinnen Ähnlichkeit mit einer Kellerassel hat und so auf deren Image verweist. Zudem sind die Panels sehr dynamisch gestaltet und können auch in den Actionszenen überzeugen. Und das Crisse schöne Frauen zeichnen kann, hat er ja schon lange vorher bewiesen.



Fazit:
Die Zeichnungen sind wunderbar und langsam entfalten sich unter der Actionstory auch mehrere Schichten, aber weder die Charaktere noch der Witz vermögen zu überzeugen.


Gunblast Girls 1: Auf die Fresse, Lusche! - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Gunblast Girls 1: Auf die Fresse, Lusche!

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3962191216

ISBN 13:
978-3962191214

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • popkulturelle und ironische Verweise
  • langsam entwickelnde Hintergründe
Negativ aufgefallen
  • schlechtes Timing bei Humor
  • charakterliche Tiefe fehlt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.5
(2 Stimmen)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 07.08.2018
Kategorie: Alben
«« Die vorhergehende Rezension
Motokare Retry 1
Die nächste Rezension »»
Moses Rose 2: Das Geheimnis der Ruinen
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.