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Comic-Besprechung - Kill or be Killed 2

Geschichten:
Kill or be Killed 2
Autor: Ed Brubaker, Zeichner: Sean Phillips, Colorist: Elizabeth Breitweiser


Story:
Für den 28-jährigen Dylan ist das Leben eigentlich schon kompliziert genug. Neben seiner unglücklichen Liebe ist er gezwungen einmal im Monat einen Mord zu begehen wenn er nicht selbst sterben will. Sein Liebesleben wird komplizierter als er eine Ex-Freundin wieder trifft und zudem jagen ihn nun die Polizei und die russische Mafia.


Meinung:

Der Auftakt der neuen Krimiserie Kill or be Killed war äußerst überzeugend. Eigentlich kein Wunder wenn sich das Comicdreamteam Ed Brubaker und Sean Phillips wieder einer Serie annimmt und noch dazu mit Elizabeth Breitweiser eine kongeniale Koloristin engagiert werden konnte. Hier haben sich wirklich drei gefunden die sich harmonisch ergänzen und so dem Leser große Freude bereiten.

Allerdings fragte man sich nach dem ersten Band wie die Ursprungsidee weitergeführt werden sollte. Die Prämisse ist gut und spannend. Ein Student muss jeden Monat einen Menschen töten wenn er selber weiterleben  will. Er rechtfertigt die Morde damit, dass er nur böse Menschen tötet. Das gab eine interessante Charakterisierung und ein gutes moralisches Dilemma. Doch wie soll es weitergehen? Es droht eine Wiederholung und damit ein Stillstand weswegen die Story schnell langweilig werden kann wenn man sich in den immer gleichen Mustern erschöpft. Dann würde es immer so weitergehen: Held muss wieder töten, sucht jemanden aus, rechtfertigt sich vor sich selber moralisch und schreitet zur Tat. Hinzugerührt dann noch die tragische Liebesgeschichte. Aber Brubaker wäre nicht so ein guter Autor wenn er nicht um diese Gefahr wüsste und bricht das Schema auf bevor es überhaupt entstehen kann.

Neben der eigentlichen Story wird nämlich nun die Jagd auf den moralisch ambivalenten Helden eröffnet. Nicht nur hat mittlerweile die Polizei Lunte gerochen das hier ein neuer Serienkiller sein Unwesen treibt, sondern auch die russische Mafia ist nicht amüsiert das es einen der ihren erwischt hat. Unser Ich-Erzähler hat also nicht genug über die möglichen Konsequenzen seiner Taten nachgedacht. Oder besser: er hat keine langfristigen Überlegungen angestellt. Indem die Jagd hier auf mehreren Ebenen eröffnet worden ist, wird es also sehr spannend. Zudem stellt es Brubaker recht geschickt an indem man der Erzählperspektive nicht sonderlich trauen darf. Es wird der Ich-Erzähler genutzt, sprich: man erfährt die Geschichte aus der Sicht der Hauptpersonen. Bei dieser Perspektive ist es immer wichtig, dass man dem Erzähler trauen kann, er also die Wahrheit erzählt, da man ja ansonsten keine anderen Informationen bekommt. Jedenfalls im Roman, aber hier liegt ein Comic vor und da widerspricht die Bildebene mal der Textebene, was durchaus beabsichtigt ist. So schleichen sich nämlich langsam Brüche ein und man beginnt an dem Erzähler und Helden zu zweifeln. Die ganze Prämisse der Serie gerät langsam in das Wanken und das ist einer der interessantesten Aspekte von Kill or be Killed. Langsam droht sich aber die Perspektive selber im Weg zu stehen, denn viele Handlungsebenen kann der Erzähler nicht wissen, sondern reimt sie sich später zusammen was diesen Aspekt etwas bemüht erscheinen lässt.

Aber das generiert auch einiges an Spannung und hält den Leser mit dem Noir beeinflussten Zeichnungen in seinem Bann. Vor allem da immer wieder Hinweise gegeben werden, dass einiges anders sein könnte. Phillips versteht es die kleinen Verweise geschickt einzubauen und erst im Nachhinein merkt man, dass man unbewusst darauf vorbereitet worden ist. Stark. Man kann gespannt sein ob das hohe Niveau weiterhin gehalten wird.



Fazit:
Bevor sich die Serie in immer gleichen Abläufen zu wiederholen droht, werden nun schon die Ereignisse zugespitzt und man beginnt der Erzählperspektive zu misstrauen. Stark.


Kill or be Killed 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Kill or be Killed 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 24,80

ISBN 10:
3962190341

ISBN 13:
978-3962190347

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Bruch mit entstehenden Schemata
  • Misstrauen gegenüber Erzählperspektive
  • Action und Drama
Negativ aufgefallen
  • Einschränkungen durch die Perspektive
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Rezension vom: 11.08.2018
Kategorie: Alben
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