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Comic-Besprechung - Fulgur 1: Am Boden des Abgrunds

Geschichten:
Fulgur 1: Am Boden des Abgrunds
Autor: Christophe Bec, Zeichner: Dejan Nenadov, Colorist: Tanja Cinna


Story:
1907 sinkt ein Schiff über einem tiefen Meeresgraben. An Bord befinden sich Goldbarren in Milliardenwert. Kein Wunder das ein reicher Amerikaner eine Expedition ausrüsten lässt, um das Gold zu bergen. Dabei kann er sich auf einen verlachten Wissenschaftler verlassen, der ein einzigartiges U-Boot entwickelt hat, welches in 4.000 Metern Tiefe noch funktioniert. Doch auf dem Weg nach unten kommt es zu einer Katastrophe.

Meinung:
Wenn man die erste grobe Inhaltsangabe von der neuen Serie Fulgur liest, so können die versierten Leserinnen und Leser zu dem Gedanken verleitet werden „Typisch Bec“. Schließlich geht es hier um eine Schatzsuche im weiteren Sinne, wobei die Forscher in eine Bredouille geraten und ein großes Rätsel lösen müssen. Das hatte Bec schon häufig so gemacht. Nicht zuletzt in Heiligtum wo ein Großteil der Handlung wie hier unter Wasser spielte.

Aber Fulgur ist trotz aller oberflächlichen Ähnlichkeiten doch etwas untypisch für den Vielschreiber Christophe Bec. Vor allem weil der ganze Band eine Hommage an Jules Verne, H. G. Wells und H. P. Hodgson ist. Letzterer wird auch ausdrücklich in den Widmungen erwähnt. Hodgson war einer der ersten Schriftsteller der Seemannsgeschichten aufgriff und aus diesem Seemannsgarn Horrorgeschichten fabrizierte. Leider starb er im Ersten Weltkrieg und so war sein Oeuvre etwas begrenzt. Aber Fulgur hat mehr von Verne als von Hodgson. Zwar gibt es hier Seeungeheuer, aber die Serie atmet mehr 20.000 Meilen unter dem Meer von Verne als Geisterpiraten von Hodgson. Zudem gibt es Anleihen von Steampunk. Aber das Genre wird nicht bedient. Steampunk nimmt ein historisches Setting, vorzugsweise das viktorianische Zeitalter, und arbeitet Science-Fiction-Elemente ein. Bec tut das nicht, sondern verortet die Handlung in das Jahr 1907 und lässt auch alles in dem historisch realistischen Rahmen. Abgesehen von der Erfindung eines tiefseetauglichen U-Bootes welches auch einem Roman von H. G. Wells entsprungen sein könnte.

Auch ist alles in dem damaligen Stil gehalten, als ob die Serie eine Adaption eines der Werke der drei genannten Autoren wäre. Die Dialoge stehen manchmal sehr im Vordergrund und sind ausschweifend, es gibt die Erzählperspektive eines Expeditionsmitgliedes und auch optisch werden die alten Bücher zitiert, wenn es Kapiteleinteilungen gibt und jedem Kapitel ornamenthafte Vignetten vorangestellt werden.
Das ergibt  ein angenehm altmodisches Gefühl und wirkt dennoch modern. Denn aufgrund einer Katastrophe sind die Expeditionsteilnehmer in der Tiefsee gefangen und erforschen gegen ihren Willen eine unterirdische Welt wie sie auch Sir Arthur Conan Doyle hätte erfinden können. Dabei liegt hier alles durchaus im Bereich des Möglichen und es gibt, bislang jedenfalls, eine Aliens oder Raumschiffe. Aber auch kein Rätsel was gelöst werden müsste, denn hier geht es vorrangig um ein Forschungsabenteuer und die Crew sucht ihren Weg an die Oberfläche wobei sie auf dem Weg dorthin eben verschiedene Abenteuer erlebt und sich mit Seeungeheuern herumplagen muss. Diese liegen nicht zwangsläufig im Bereich des fantastischen, sondern auch heute noch ist die Tiefsee weitegehend unerforscht und manche dieser hier genannten Tiere können sowohl real sein als auch als ein Zitat verschiedenen Berichten entstammen. Da alles auch noch wunderbar gezeichnet ist, macht dieser Band einfach Vergnügen und gerade Freunde der klassischen Abenteuergeschichten und Seefahrtabenteuer sollten hier unbedingt zugreifen.


Fazit:
Eine stimmungsvolle und spannende Hommage an die klassischen Abenteuergeschichten eines Jules Verne, H. G. Wells und H. P. Hodgson. Das ist angenehm altmodisch und wunderbar gezeichnet.


Fulgur 1: Am Boden des Abgrunds - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Fulgur 1: Am Boden des Abgrunds

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 15,80

ISBN 10:
3962191380

ISBN 13:
978-3962191382

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Hommage an klassische Abenteuergeschichten
  • Mischung altmodisch und modern
  • Spannung und Atmosphäre
  • Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Dialoglastigkeit
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Rezension vom: 13.08.2018
Kategorie: Alben
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