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Comic-Besprechung - Game: Lust ohne Liebe 1

Geschichten:
Game: Lust ohne Liebe 1
Autor / Zeichner: Mai Nishikata


Story:
Sayo ist eine junge Frau der ihre Karriere über alles geht. Als sie dadurch wieder einen Freund verschreckt hat, entschliesst sie sich, Single zu bleiben. Als ein neuer Kollege in die Firma eintritt, lässt sie sich jedoch auf ein Spiel mit ihm ein: Nur Sex, keine Gefühle.

Meinung:
Der Ausgangspunkt der neuen Mangaserie Game: Lust ohne Liebe des noch jungen Verlags Altraverse überzeugt leider nicht. Es geht um eine junge Frau der ihre Karriere über alles geht. Wenn ihr Boss sie auf ihrem Handy anruft, so unterbricht sie sogar den Geschlechtsverkehr mit ihrem Freund, um einen Auftrag anzunehmen. Kein Wunder, dass dieser entnervt ihr den Laufpass gibt und ihr vorwirft, dass sie eigentlich ein Mann sei, da ihr die Karriere so wichtig ist. Obwohl sie das verletzt, ändert sie sich nicht und will sich nun noch mehr auf die Karriere konzentrieren und sich erst wieder binden wenn sie sich wirklich verliebt. Ein neuer Angestellter macht ihr Avancen und schließlich lässt sie sich auf ein Spiel ein, in dem es nur um Sex geht. Nähe soll nicht entstehen und es kommt zu einer Art Wettstreit, ob der Mann es schafft, dass sich die Frau in ihn verliebt.

Für eine Story mit richtigen Höhen und Tiefen gibt das nicht wirklich was her. Stellenweise sind die Prämissen sogar richtig ärgerlich und reaktionär. So ist die Kritik an der Heldin als Karrierefrau offenbar eine sehr patriarchalische Sichtweise. Offenbar fühlen sich alle Männer durch eine solch erfolgreiche Frau bedroht und versuchen sie in ihre Schranken zu weisen. Hier zeigt sich zwischen den Zeilen das eine Frau nichts in einem Beruf zu tun hat, sondern sich eher um Mann und Heim kümmern soll. Vielleicht ist das in Japan noch stärker ausgeprägt und die Protagonistin fällt in der Tat aus der Rolle, aber im westlichen Kulturkreis ist das doch befremdlich. Vor allem die Tatsache, dass der Sex sie von der Suche nach dem Erfolg heile ist sehr machohaft und bestätigt wieder die männliche Sichtweise. Das betrifft vor allem die dreisten Verführungsversuche des neuen Angestellten. Zum einen macht er sich an seine direkte Chefin heran und riskiert so auch eine Kündigung was hier allerdings niemals thematisiert wird und zum anderen geht er so offensiv vor, das man ihm hierzulande und vor allem in den USA aufgrund der #metoo Debatte deutlich eine sexuelle Belästigung vorwerfen kann.

Was das Einverständnis der Heldin unlogisch macht. Die zögerliche Anbahnung der beiden Protagonisten hätte auch deutlich mehr Reiz gewonnen, wenn die Figuren sympathisch wären. So sind die Motivationen sehr undurchsichtig. Es gibt ein paar zärtliche Erotikszenen, die aber trotz der Nacktheit alle eher harmlos wirken und in sinnliche Einzelbilder zerfallen. Manche Verfremdungen wie sie in den Mangas üblich sind, fallen hier deutlich heraus und wollen einfach nicht zum Grundtenor der Serie passen. Der Auftakt ist insgesamt ziemlich zahm ausgefallen, ohne Biss, und man fragt sich wie hier eine Story entstehen  soll wenn zunächst das ganze erste Taschenbuch dazu dient die Figuren einzuführen.


Fazit:
Eine unlogische Ausgangslage, unsympathische Charaktere und zahme Erotik lassen den Band zahnlos erscheinen.


Game: Lust ohne Liebe 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Game: Lust ohne Liebe 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Altraverse

Preis:
€ 7

ISBN 10:
3963580186

ISBN 13:
978-3963580185

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • manche zärtliche Szenen der Annäherung
Negativ aufgefallen
  • patriarchalische und machohafte Sichtweise
  • Erotik zu zahm
  • unsympathische Charaktere
  • unlogische Motivation
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Rezension vom: 27.09.2018
Kategorie: Mangas
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