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Comic-Besprechung - Dickmadam, die lachte

Geschichten:
Text Zidrou
Zeichnungen: Benoit Springer
Farben: Benoit Springer und Séverine Lambour


Story:
Australien. Irgendwo im Outback. Hier ist nichts los. Bis auf Pep Pla, der mit einem Vorschlaghammer auf den Kopf seiner Ehefrau eindrischt. Pep betreibt eine Straußenfarm und möchte mit seiner Stieftochter ein neues Leben beginnen und da ist seine Frau nur im Weg. Doch nachdem er ihre Leiche in einem Brunnenschacht beseitigt hat und erschöpft nach Hause kommt, wird er dort mit den Worten „Ich hoffe Du hast an die Butter gedacht“ empfangen. Und das von niemand geringerem als seiner rau, die er erst kurz vorher mit zerschmetterten Kopf in einen Brunnenschacht geworfen hat. Was folgt ist ein Strudel aus Gewalt und blankem Entsetzen.



Meinung:
Wie tötet man jemanden, der sich nicht töten lässt. Vor dieser Aufgabe stehen Isabelle und Pep. Die Idee zu dieser bitterbösen Geschichte kam Zidrou nach eigenen Angaben beim Hören eines Chansons. „La petite souriante“ heißt das Lied und handelt von einer Zigeunerbande, die sich verschiedene Todesarten für eine junge Schlossherrin überlegen. Das Mädchen überlebt alles und lacht auch noch.
Zum Lachen gibt es nicht viel in dem Band. Es ist eine dreckige Geschichte, die an einem dreckigen Ort spielt. Nichts ist hier schön. Das Titelbild des Bandes schmückt ein Strauß, der ein an einigen Nervenfäden hängendes Auge im Schnabel trägt. Der Einband des Comics sieht aus, als wenn er schon irgendwo 20 Jahre in einer schmuddeligen Ecke vor sich hin gemodert hätte. Die Ecken sind ausgeblichen und der ganze Band ist abgerieben. Diese großartige Gestaltung macht Lust darauf, den Band aufzuschlagen. Dann wird der Blick des Betrachters vom Auge eines Straußenvogels aufgezogen, bis eine Reihe von Tiere zu sehen sind. Vier Panels braucht Zidrou dafür und fragt im letzten: Woran denken Strauße“? An nichts, wie er sich selber antwortet. Dann noch ein Panel Stille und im sechsten Bild sieht man Pep bereits Blut bespritzt den Vorschlaghammer schwingen. Was für ein Einstieg.
Im Laufe der sich entwickelnden Erzählung nehmen Strauße eine nicht zu unterschätzende Rolle ein. Sie sind immer präsent, kommentieren mit ihrem Nerv tötenden „Glorg“ alle Geschehnisse und machen vor allem eines: Dreck!
Die Zeichnungen von Benoit Springer lassen den Leser den Gestank der Straußenfarm fast wahrnehmen. Springer arbeitet im Wesentlichen mit drei Farben: blau, für die Nacht, rot für das Blut und alles andere ist in einem diffusen gelb-orange Gemisch getaucht. Vor allem damit gelingt es ihm die unmenschliche Hitze des Outbacks einzufangen.
Es ist Zidrous Geschichte, die dafür sorgt, dass man den Band nicht aus der Hand legen kann, aber es sind die Zeichnungen Springers, die das Lesen des Bandes unangenehm macht. Irgendwie passt alles nicht zusammen. Isabelle ist viel zu böse und berechnend, Dora der Urtyp der nervenden Ehefrau und Pep der Trottel vom Dienst. Und diese Ménage-à-trois angesiedelt in einer lebensfeindlichen Natur – ein Genuss.



Fazit:
„Dickmadam, die lachte“ bietet kurzweilige Unterhaltung mit einem großen Schuss schwarzem Humor. Die Story ist fesselnd und die Zeichnungen lassen den Betrachter mit einem beunruhigenden Gefühl zurück. So muss Thriller.



Dickmadam, die lachte - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Dickmadam, die lachte

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 18,80

ISBN 13:
978-3-946337-81-2

72 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Atmosphärisches Artwork
  • Aufmachung
  • Bitterböse Geschichte
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 05.10.2018
Kategorie: Alben
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