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Comic-Besprechung - Die Flüsse von London: Autowahn

Geschichten:
Die Flüsse von London: Autowahn (Rivers of London: Body Work)
Autor: Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel, Zeichner: Lee Sullivan, Colorist: Luis Guerrero


Story:
Als aus der Themse ein Auto mitsamt seines Fahrers geborgen wird, staunen die ermittelnden Polizistinnen nicht schlecht als auch Peter Grant am Unfallort auftaucht. Schließlich deutet nichts darauf hin, dass hier etwas Übersinnliches vorliegt was die Anwesenheit eines Ermittlers der Spezialsektion der Polizei für das Okkulte als notwendig erscheinen lässt. Doch Peter hat einen Tipp bekommen und in der Tat spielt hier Magie eine Rolle welche für die Menschen gefährlich wird, denn Autos bekommen ein tödliches Eigenleben.


Meinung:
Mit dem Comic Autowahn gibt es eine Geschichte aus dem fiktiven Kosmos der Buchreihe Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch. Dabei liegt hier keine Adaption eines der bereits erschienen Romane vor, sondern eine eigenständige und originäre Geschichte die extra als Comic geschrieben worden ist. Damit der Stoff und die Figuren nicht verfälscht oder verwässert werden, beaufsichtigte der Romanautor höchst selbst das Projekt und steuerte wohl auch einige Ideen bei. So dürfen Fans unbesorgt zugreifen da sie hier eine exklusive Geschichte bekommen und andere Leser werden definitiv zu Fans werden.

Vorkenntnisse sind nicht gerade nötig. Der eigenständige Kosmos ist jetzt nicht gerade originell, sondern man kennt die Prämisse aus vielen verschiedenen ähnlich gelagerten Serien. Sei es nun als Roman, als TV-Serie oder als Comic. Die Magie ist alltäglich. Oder besser: alltäglich genug so dass es innerhalb der Polizei eine Spezialabteilung für Ereignisse gibt die unheimlich sind und einen übernatürlichen Charakter haben. Das kennt man spätestens seit John Sinclair und Kollegen. Nun hat man hier also einen Polizist der ähnlich wenig ernst genommen wird wie einst Mulder aus Akte X und einen knorrigen Vorgesetzten der auch als Lehrmeister fungiert sowie eine geheimnisvolle Frau in dessen Haushalt und einige interessante Nebenfiguren. Etwa eine muslimische Polizistin die ein Kopftuch trägt. Auch wenn hier nun einige aus den Romanen bekannte Charaktere vorkommen so braucht es kein Wissen um sie und deren Vergangenheit. Wenn diese für die vorliegende Geschichte relevant wird, so wird sie erwähnt und Fans dürften einen Wiedererkennungswert haben wohingegen Neueinsteiger einen Hinweis auf die Tiefe und die bisherigen Geschehnisse bekommen.

Also warum soll man das lesen, wenn es schon so viele ähnlich gelagerte Geschichten, Prämissen und Konstellationen gibt? Weil es Charme hat, einige schöne Ideen, Spannung und vor allem auch einen wunderbaren Witz. Manchmal schmunzelt man, manchmal lacht man und doch nimmt sich die Geschichte ernst und rutscht nie in eine Parodie ab, sondern besitzt vielmehr einen satirischen Seitenhieb gegen Menschen und ihr Auto und wie verquer manchmal die Liebe zu Dingen sein kann. Von Beginn an haben die Autoren einen durch die geschickte Panelführung und den Text am Haken und auch wenn es nicht spektakulär wirkt, so ist die übernatürliche Story doch auch mindestens zur Hälfte ein Krimi der das Okkulte selbstverständlich erscheinen lässt und man den Fährten gerne folgt. Einzig die Zeitsprünge die das was man schon gelesen hat noch mal in leichten Variationen wiederholt, sind etwas nervig. Aber dafür gibt es am Ende noch eine äußerst witzige Ansammlung von  One-Pagern welche die Ironie der ganzen Geschichte noch einmal verdeutlichen. Die Verknüpfung von Gothic Horror mit der Moderne klappt hier besonders gut, einfach weil es als selbstverständlich gilt und die verschiedenen Elemente halten sich wunderbar die Waage. Zudem sind die Zeichnungen einfach nur gelungen und können immer wieder nicht nur Stimmung schaffen, sondern haben einige sehr gute Ideen und Witz. Und der Running Gag, dass der Hund der Geschichte immer wieder gegen Autos uriniert fasst die Kernaussage sehr schön zusammen. Zugreifen.


Fazit:
Die Prämisse dieser Geschichte ist zwar sattsam bekannt, aber wenn sie mit so viel Charme, Spannung, Ironie, Witz, satirischen Seitenhieben und sehr guten Zeichnungen erzählt wird, so kann man nur zugreifen.


Die Flüsse von London: Autowahn - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Flüsse von London: Autowahn

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17

ISBN 10:
3741609153

ISBN 13:
978-3741609152

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • sehr gute Zeichnungen
  • satirische Seitenhiebe
  • Witz, Ironie, Spannung
  • austarierter Genremisch
Negativ aufgefallen
  • Prämisse nicht neu
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Rezension vom: 19.10.2018
Kategorie: Alben
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