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Comic-Besprechung - Black & Proud – Vom Blues zum Rap

Geschichten:
Text: Hervé Bourhis 
Zeichnungen: Brüno


Story:
„Black and Proud“ erzählt die Geschichte der afro-amerikanischen Musik. Konzentriert auf die Jahre 1945 bis 2015 liefert der Band alles Wissenswerte von den ersten Bluesaufnahmen nach dem Krieg, bis hin zu Beyonce. Dabei stellen die beiden Künstler schon im Vorwort fest, dass sie den Jazz ausgeklammert haben, da er ein eigenes Buch verdienen würde. Sie bilden bloß Popmusik ab. Streng chronologisch sortiert und mit vielen Textsplittern versehen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Während ich diese Rezension schreibe, höre ich „The Best of Same & Dave“ über einen Streaming-Dienst. Wie, noch nie was von „Sam & Dave“ gehört? Macht nichts, ich auch nicht. Vermutlich werden Kenner der Szene jetzt schon verächtlich den Kopf schütteln und diese Rezension nicht weiter lesen. Allen anderen sage ich, dass genau da der Grund liegt, warum ich das Buch von Bourhis und Brüno uneingeschränkt empfehle. Es macht einfach Lust Musik zu entdecken.
Der Aufbau der Kapitel mit vielen kleinen Splittern, führt einfach dazu, dass der Leser hier und da inne hält. Wusstet ihr beispielsweise, dass das Intro zu „Papa was a Rolling Stone“ eigentlich über drei Minuten dauert, oder das James Brown im Oktober 1962 eine Reihe fulminanter Konzerte im Apollo Theater in Harlem gibt und diese aus eigener Tasche finanziert. Der einzige Grund: er wollte ein Live-Album aufnehmen – ein Format, das bis dato kein gängiges Konzept war.
Am Anfang eines jeden Kapitels – jedem Jahr seit 1945 ist ein eigenes in der Regel 2-seitiges Kapitel gewidmet – wird ein musikalischer Meilenstein des entsprechenden Jahres genauer vorgestellt. Dabei stoße ich auf viele bekannte Namen, wie etwa Gil Scott-Heron, Tempations, Michael Jackson, Fats Domino etc. Die Liste ist so lang, dass ich eigentlich am Besten gar keine Auswahl getroffen hätte. Aber immer wieder stoße ich auch auf neue Namen, die ich niemals zuvor gehört habe. Dazu trägt auch die Rubrik „5 weitere Platten“ bei, die zusätzliche Veröffentlichungen nennt. Ein ungeahntes Füllhorn.  
„Black & Proud“ ist kein Band, um ihn von der ersten bis zur letzten Seite durchzulesen. Er sollte bei einem Glas Wein, entsprechender Musik zur Hand genommen werden. Ein Band zum Schmökern in der afro-amerikanischen Musik. Und als heißen Tipp kann ich nur sagen, man sollte das Mobiltelefon nicht zu weit weg legen, denn die Beschreibungen verführen dazu in viel Musik reinzuhören.
Aufgemacht im quadratischen Format einer Vinyl-Augabe bietet der Band auch optisch etwas. Der Avant-Verlag schreibt auf seiner Internetseite: „Auf diese Weise erhält man einen ausführlichen Überblick über die Geschichte afroamerikanischer Musik und ist auch in der Lage, Zusammenhänge herzustellen, die Bedeutung einzelner Songs in ihrem politischen und sozialen Kontext zu erkennen und die Entstehung von ganzen Genres wie Funk oder Hip Hop in allen Facetten nachzuvollziehen.“ Das mag alles stimmen und richtig sein. Vor allem aber bekommt man Einblick zu absolut genialer Musik – Neues entdecken und Altes wiederentdecken.



Fazit:
Nicht nur für Comicliebhaber. Ein Buch für alle, die Blues im Blut haben, Blues lieben, was Neues entdecken wollen und denen es bei der Musik von Blind Willie Johnson Schauer über den Rücken jagt. Wie? Noch nie was gehört von Blind Willie? Dann aber schnell den Band besorgt.



Black & Proud – Vom Blues zum Rap - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Black & Proud – Vom Blues zum Rap

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Avant Verlag

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-945034-73-6

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zum immer wieder reinschauen
  • Füllhorn der Entdeckungen
  • Kurzweilig erzählt
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 12.12.2018
Kategorie: Alben
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