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Comic-Besprechung - Old Man Hawkeye – Auge um Auge

Geschichten:
Text: Ethan Sacks
Zeichnungen: Marco Checchetto
Farben: Andres Mossa


Story:
Die USA haben sich in ein nahezu unbewohnbares ödes Land verwandelt. Endzeitstimmung. Superhelden, wie etwa die Avengers oder die X-Men gehören der Vergangenheit an und sind längst gestorben. Sie haben das Feld skrupellosen Banden überlassen. Für den früheren Superheld Hawkeye kommt es noch schlimmer, als er erfährt, dass er bald vollständig blind sein wird. Er muss sich entscheiden: entweder sein Schicksal ergeben abwarten oder sich einem letzten Kampf stellen und die Verräter, die am Tod seiner Superheldenkollegen schuld sind, einen nach dem anderen zu töten. Er entschließt sich für ein letztes Aufbegehren. Doch der brutale Marschall Bullseye und ein mehrfacher Killer, der sich mit dem Venom-Symbionten verbunden hat, sind dem alten Hawkeye bereits auf den Fersen. 



Meinung:
Eines muss ich gleich vorweg sagen: ich bin ganz und gar kein großer Fan von diesen Typen in Strumpfhosen und mit einem flatternden Umhang. Okay, den einen oder anderen Batman habe ich nicht nur gelesen, sondern auch für gut befunden, aber alles in allem blieb mir das Genre bisher verschlossen. Und auch bei „Old Man Hawkeye“ bleibe ich eher skeptisch zurück und ertappe mich dabei, wie ich an der einen oder anderen stelle mir einen „Supi“ von Garth Ennis „The Boys“ wünsche. Aber der Reihe nach.
Zunächst einmal das überaus positive: Die kurze Einleitung von Christian Endres ist nicht nur sehr erhellend für den Gesamtzusammenhang, sondern für diejenigen, die mit den Avengers oder den X-Men bisher noch nichts zu tun hatten unerlässlich. Ich habe sie gleich zwei Mal gelesen, um zu verstehen, wer wer ist und warum wer wie handelt. Klingt ein bißchen nach „Was bin ich und wenn ja wieviele?“? Alles halb so schlimm. Das Gute daran ist, dass die Einleitung auch nach dem Überblättern nicht weg ist, sondern ich immer wieder hinspinxen konnte, um mich noch einmal mit einem neu aufgetauchten Charakter vertraut zu machen.
Das Artwork des Bandes ist klasse. Großes Lob an Marco Checchetto, der stets in seinen Panels den Überblick behält. Egal, wer da gerade wen meucheln will und sich dafür in ein noch grässlicheres Mordmonster verwandelt. Stets schafft es der italienische Künstler die Details einzufangen und er lässt sich nicht vom rasanten Erzähltempo des Autors hetzten. Der Zeichner nimmt sich Zeit für die Feinheiten. Nimmt sich Zeit für die Feinheiten? Moment! Das hatten wir doch schon mal. Richtig! In dem ebenfalls bei Panini erschienenen Band „Lifzero“, bei dem sich Marco Checchetto ebenfalls für das Artwork verantwortlich zeichnet. Hier wie dort hat der Künstler eine große Freude daran, seinem Publikum auch noch die letzten Details eines blutigen Kampfes vor Augen zu führen.
Apropos blutiger Kampf: Darum geht es auf den 136 Seiten in erster Linie. Old Man Hawkeye, der gar nicht so „old“ zu sein scheint – zumindest was seine Kampfkraft angeht – reist durch das trostlose Amerika, sucht hier und da ehemalige Kollegen auf, die ihn alle (oh, welch ein Wunder!) schon erwartet zu haben scheinen und bringt sie mit viel Brimborium um. Ende der Geschichte. Dazu kommt dann noch ein Venom-Biest, das augenscheinlich aber sehr viel mehr mit einem uns gut bekannten Xenomorph zu tun zu haben scheint. Alles in allem ein bisschen zu wenig für 136 Seiten. Gut, ich habe mich nicht gelangweilt, aber ein kleines bisschen mehr Speck dürfte schon an den Plot ran. Ich meine, wir sind doch nicht alles Vegetarier, oder?



Fazit:
„Old Man Hawkeye“ erinnert mich ein bisschen an ein McChicken-Menü. Ich freue mich jedesmal drauf, schlinge es runter, aber am Ende bleibt der fade Nachgeschmack: Wie, war das jetzt etwa schon alles? Und spätestens nach einer Stunde stellt sich wieder der Hunger ein und ich kann mich an das Menü nicht mehr erinnern. Dennoch werden Avengers- und die X-Men-Fans auf ihre Kosten kommen. Zeichnerisch brillant, dafür aber inhaltlich durchgefallen.



Old Man Hawkeye – Auge um Auge - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Old Man Hawkeye – Auge um Auge

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Panini

Preis:
€ 16,99

ISBN 13:
978-3-7416-0897-1

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Detailreiches erstklassiges Artwork
Negativ aufgefallen
  • Schwache Geschichte
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Bewertung:
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Rezension vom: 10.01.2019
Kategorie: Alben
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