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Comic-Besprechung - Batman: Die Sünden des Vaters

Geschichten:
Batman: Die Sünden des Vaters (Batman: Sins of the Father 1-6)
Autor: Christos N. Gage, Zeichner: Raffaele Ienco, Colorist: Guy Major


Story:
Nachdem Bruce Wayne erfahren hat das sein Vater ein Verbrecher war, ist er zutiefst erschüttert. Schließlich drohen ihn und seine Firma die Schadensersatzforderungen finananziell zu ruinieren. Verzweifelt sucht er nach einem Weg die Verwantwortung zu übernehmen, aber gleichzeitig den Namen der Familie reinzuwaschen. Auch sein Selbstverständnis als Batman leidet, denn er begann seinen Kreuzzug im Namen seiner ermordeten Eltern. Zudem taucht noch ein Profikiller namens Deadshot auf und das Duell bringt gerade auf der psychologischen Gefahr erhebliche Gefahr.


Meinung:
Das aktuelle Paperback aus dem Batman-Universum, Die Sünden des Vaters, ist losgelöst von der Kontinuität zu sehen. Ja, er hat eigentlich gar nichts damit zu tun, sondern ist vielmehr ein Abenteuer aus einer Alternativwelt. Mehr ist er der erste offizielle Comic zum Videogame Batman: The Telltale Series. Allerdings handelt es nicht um eine Adaption des Games, sondern bildet ein Mittelstück zu dem ersten Spiel aus dem Jahre 2016 und dessen Sequel Der Feind im Inneren von 2017. Warum dann erst wieder ein Jahr später die inhaltliche Brücke als Comic geschlossen wurde, erschließt sich einem nicht. Aber man muss die Spiele nicht kennen und braucht für die Lektüre dieses Bandes keinerlei Vorwissen. Abgesehen davon das man sich bewusst machen sollte, dass diese Geschichte nicht in dem regulären Batman-Universum spielt. Und die Story ist auch in sich abgeschlossen, so dass man nicht das zweite Spiel zocken muss, um hier einen Abschluss zu bekommen. Auch wenn manche Fragen noch offen bleiben.

Das hier kein liebloser Franchise betrieben wird, kann man schon an der Auswahl des Autors, Christos N. Gage, erkennen, der schon Deadpool und Spider-Man geschrieben hat und sich neben verschiedenen Verlagen auch als Drehbuchautor für TV-Serien verpflichtet hatte. Er erzählt nicht nur eine packende Krimigeschichte bei der die üblichen Actionanteile nicht fehlen dürfen, sondern vor allem eine emotionale Geschichte die sehr dramatisch ist. Bruce Wayne musste erfahren, dass sein Vater Thomas Wayne ein Krimineller war, der seine Opfer mit Drogen wahnsinnig machte, sie in Arkham wegsperrte und so an deren Vermögen kam. Für Bruce brach eine Welt zusammen, denn schließlich startete er seinen Kreuzzug als Dunkler Ritter im Namen seiner ermordeten Eltern. So endete das Spiel.

Im Comic muss Bruce nun mit den Folgen der Enthüllungen fertig werden. Nicht nur ist seine Firma an der Börse im freien Fall, sondern die Angehörigen der Opfer wollen Schadensersatz. Während die finanziellen Folgen die Firma und auch ihn persönlich ruinieren könnten, stellt sich auch die Frage der moralischen Verantwortung. Wie kann Bruce dem entgegen treten und sowohl die Verantwortung übernehmen als auch seinen Namen rein waschen? Neben dem emotionalen Bruch das sein Vater ein Verbrecher war, kommen nun auch Selbstzweifel an sich als Batman da er mit seinem Kreuzzug gegen das Verbrechen einen Verbrecher ehrt. Während Batman und sein Alter Ego also in eine innere und äußere Krise driften, taucht noch ein geheimnisvoller Killer auf namens Deadshot. Doch was will er? Batman und der Profikiller liefern sich nicht nur ein körperliches Duell, sondern auch ein psychologisches, denn die beiden sind sich ähnlicher als sie ahnen.

Gage schafft es hervorragend, Krimi, Action, Drama und Superhelden miteinander zu vereinen und eine packende Geschichte zu erzählen die auch abseits von den Kämpfen sehr spannend ist. Gerade die emotionale und damit dramatische Unterfütterung macht die Story sehr intensiv und hebt sie wohltuend von dem Allerlei ab.

Allerdings können die Zeichnungen nicht immer überzeugen. Zwar sind sie sehr cineastisch in ihrer Bildfolge und somit wirken sie lebendig, aber die Mimik der Figuren wirkt zu starr und künstlich. Auch können sie keine wirklichen Akzente setzen und wirken manchmal in der Action zu posenhaft, weil die suggerierte Anschlussbewegung fehlt. So wirken manche Bilder in der Action aber wie Standfotos aus Actionszenen. Vielleicht liegen die positiven als auch die negativen Aspekte daran, dass Raffaele Ienco hauptsächlich für Games gearbeitet hatte und so die starre Physiognomie der Mimik verinnerlicht hat, aber als Ausgleich dafür auch einen szenischen Ablauf der Geschichte. Insgesamt liegt hier aber eine gute und packende Geschichte um Batman vor.


Fazit:
Eine dramatische und psychologisch intensive Geschichte um Batman welche sie von dem Action-Allerlei abhebt. Einzig die Zeichnungen haben ihre Schwachpunkte.


Batman: Die Sünden des Vaters - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman: Die Sünden des Vaters

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741609854

ISBN 13:
978-3741609855

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • dramatische und psychologisch dichte Geschichte
  • Duell zweier ähnlich gestrickter Personen
  • Spannung
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen zu posenhaft und starre Mimik
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Rezension vom: 16.01.2019
Kategorie: Batman
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