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Comic-Besprechung - Vae Victis! – Integral 1

Geschichten:
Amber – Das Gastmahl des Crassus
Cloduar: Mein Name ist Legion
Text: Simon Rocca
Zeichnungen: Jean-Yves Mitton
Farben: Brigitte Findakly 

Garak: Der Leichenfledderer
Text: Simon Rocca
Zeichnungen: Jean-Yves Mitton
Farben: Chantal Chéret


Story:
Der erste Integral-Band von „Vae Victis!“ enthält neben 14 redaktionellen Seiten die ersten drei erschienenen Bände.
Die junge und überaus gutaussehende Sklavin Amber erfährt während einer Orgie, mit der die Römer Cäsar, Pompejus und Crassus ihre Versöhnung feiern, von deren Plänen Gallien zu erobern. Ihr gelingt die Flucht aus Rom und sie setzt nun alles daran, die Eroberungspläne zu verhindern. Dies ist für Amber der Beginn einer abenteuerlichen und gefahrvollen Reise. Dabei fehlt es ihr unterwegs nicht an Gefährten, wie beispielsweise der Arzt Milo, der Kämpfer Cloduar oder der Gauner Garak. Sie alle werden immer weiter hineingezogen in den Strudel am Vorabend des Gallischen Krieges, der für immer das Bild des antiken Europas verändern wird.



Meinung:
„Vae Victis!“ hatte bisher zwei verlegerische Heimaten. Von 1995 bis 1999 brachte der „alte“ Splitter-Verlag die ersten sechs Bände der Serie heraus. Ab Band 7 sprang dann Kult Editionen ein und legte alle bisher erschienenen 15 Bände vor. Nun startet bei Kult Comics eine bibliophile Gesamtausgabe.
Eines merkt man der Geschichte von Simon Rocca und Jean-Yves Mitton gleich von der ersten Seite an: die beiden Künstler sind um Authenzität bemüht. Es werden historische Zusammenhänge erläutert und es wird versucht ein möglichst exaktes Bild der römischen Gesellschaft zu zeichnen. Das kann teilweise zu einem etwas stockenden Lesegenuss führen, denn das Verhältnis Bild-Text schlägt in der Regel eher in Richtung Text aus.
Freilich werden dennoch vor allem jene Teile des gesellschaftlichen Lebens dargestellt, die sich auch heute noch gut verkaufen lassen und auf die die Menschen im 21. Jahrhundert mit einem sehr voyeuristischen Auge blicken. Und das heißt vornehmlich, dass sich der Leser bereits von den ersten Panels an inmitten ausschweifender Orgien befindet und mit der zügellosen Brutalität der römischen Legion konfrontiert wird. Ein Rezept, dass schon bei anderen Serien, ich denke das beispielswiese an „Die Adler Roms“, bestens funktioniert hat.
Aber – und da habe ich das erste Mal gestutzt – „Vae Victis!“ wurde von Rocca/Mitton erst 1991 geschaffen. Das fand ich nun doch sehr verwunderlich, den Text-Bild-Verhältnis, Zeichenstil und auch die Erzählweise hätte mich vermuten lassen, dass die Serie bereits in den 1960er-Jahren erstmals veröffentlicht wurde. 
Das ist kein Qualitätskriterium, aber Leser, die lieber von Panel zu Panel eilen, um nackte Sklavenhaut und Dekadenz aufsaugen zu können, sollten sich den Band beim Comichändler ihres Vertrauens etwas genauer ansehen. Denn „Vae Victis!“ ist keine Lektüre, die man sich mal eben zwischen Sportschau und dem Wetterbericht reinpfeift. Das heißt, als Leser muss ich mich auf die Geschichte einlassen. Aber dann entfaltet sich vor mir ein spannender Plot, der sogar einige humoristische Aspekte hat. Als im Band „Cloduar: Mein Name ist Legion“ die römischen Soldaten den Helm eines Barbaren bestaunen, wollen sie diesem einen Schmied geben, damit er die Legionäre ebenfalls mit solchen Helmen ausstattet. Aber der Barbar ist nicht gewillt seinen Helm als Modell zur Verfügung zu stellen. Darauf ein Gallier: „Hm…..verleiht nix, der Kamerad“. Der Augenzwinker in Richtung eines Fischhändlers aus einem uns wohlbekannten gallischen Dorf ist sehr offensichtlich.



Fazit:
„Vae Victis!“ bietet mehr als einen voyeuristischen Blick auf das antike Rom. In der Serie werden politische und gesellschaftliche Zusammenhänge mit großer Authenzität wiedergegeben. Einen Band, der allen Fans historischer Comics sehr viel Freude machen wird. 



Vae Victis! – Integral 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vae Victis! – Integral 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 29,95

ISBN 13:
978-3-946722-65-6

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Authezität
  • Aufmachung
  • Gute Charaktere
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(3 Stimmen)
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Rezension vom: 23.01.2019
Kategorie: Alben
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