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Comic-Besprechung - Birthright 4: Familiengeschichten

Geschichten:
Birthright 4: Familiengeschichten (Birthright 16-20)
Autor: Joshua Williamson, Zeichner: Andrei Bressan, Colorist: Adriano Lucas


Story:
Überraschenderweise haben Mikey, Brennan und ihr Vater ihren Großvater Sameal wiedergetroffen. Zur allergrößten Überraschung ist er einer der Magier welche Mikey im Auftrag des bösen Gottkönigs Lore töten will. Doch Mikey ist schwer verletzt. Während Sameal ihn zu heilen versucht, entdeckt Brennan neue Fähigkeiten und die einstigen Verbündeten des großväterlichen Magiers werden zu Feinden. Wem kann man noch trauen?

Meinung:
Es ist schon erstaunlich: obwohl es in dem vierten Band der Reihe Birthright sehr viel Action gibt, wofür das Format eigentlich zu klein geraten ist, weil dadurch die Panels arg geschrumpft sind und so Details verloren gehen können, erwächst die Spannung doch größtenteils mehr durch die Charaktere als durch die Kämpfe an sich. Es liegt vor daran, dass alle Figuren eng miteinander verbunden sind. Sei es in emotionaler Hinsicht wie etwa gegenseitiger Liebe oder durch familiäre Bande oder durch gemeinsame Erfahrungen wie etwa die gefühlte Bruderschaft die nach Schlachten entstanden ist. Es fällt schwer die Charaktere einzuschätzen und ob ihre eigenen Pläne überhaupt mit den emotionalen Verstrickungen harmonieren. So gut wie kaum kann man vorhersagen wie sie auf die jeweiligen Situationen reagieren werden oder wie eigentlich genau das jeweilige Ziel aussieht. Da droht nicht nur ständig Verrat, sondern man hinterfragt permanent die Motivationen, was auch zu dem seltenen Aspekt führt das die Dialoge an sich schon spannend sind. Man weiß nie, ob man sich annähern wird, einen Verbündeten finden wird, oder die nächste Enttäuschung und Kampf vorprogrammiert sind.

Nicht nur aufgrund der Action ist also dieser Band sehr dynamisch ausgefallen. Ein schönes Beispiel für die Motivation, die Verstrickungen und den Effekt auf die Action ist der Charakter des Vaters der Helden, Mikey und Brennan. So versucht er etwa seine Vaterrolle auszufüllen, definiert sie aber nicht neu, sondern sieht in seinen Söhnen immer noch die kleinen Kinder, steckt also gedanklich fest und ignoriert deren eigene Erfahrungen. Was sein Bestreben zum Scheitern verurteilt, da die Kinder ihren Vater in mancherlei Hinsicht schon längst überholt haben. So werden sie in ihrem Bestreben durch ihren Vater eher gebremst als gefördert was angesichts der Gefahr in den Actionszenen noch die Spannung erhöht.  Interessanterweise spiegelt sich das noch auf einer anderen Ebene und der Versuch, eine Vaterrolle auszufüllen ist hier gleich in doppelter Hinsicht vorhanden. Da im letzten Band der Großvater der Helden eingeführt worden war, kommt nun die problematische Beziehung zwischen Vater und Großvater zur Sprache was vieles von dem Verhalten der Charaktere erklärt, aber die momentane Motivation schwer zu durchschauen lässt. Es gibt hier zudem noch einige dramatische Wendungen und einige bisherige Gewissheiten werden in Frage gestellt was Ambivalenzen aufdeckt und andere noch unterstreicht.

Denn obwohl hier eine Fantasy-Saga vorliegt ist es kein simples Gut-und-Böse Schema was die Dramaturgie beherrscht, was ja sonst oft an dem Genre kritisiert wird, sondern alle Charaktere haben Schattierungen und die Zwecke heilen nicht die Mittel sie zu erlangen was alles komplexer macht als man zu Beginn noch hätte ahnen können. Die Zeichnungen sind wie gewohnt sehr detailreich ausgefallen und versetzen die Betrachter in das Setting wobei die Kolorierung manchmal etwas übertrieben ist mit ihrer Farbsättigung und manchmal etwas bonbonfarben bunt daherkommt. Was man nun von dem Inhalt wahrlich nicht behaupten kann.


Fazit:
Packend. Die Action wird dramatisch und emotional unterfüttert und die Spannung erwächst, trotz aller Kämpfe, aus den Charakteren die vielschichtiger und ambivalenter sind, als man es sonst im Genre der Fantasy vorfindet. 

Birthright 4: Familiengeschichten - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Birthright 4: Familiengeschichten

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 20

ISBN 10:
3959818750

ISBN 13:
978-3959818759

112 Seiten

Positiv aufgefallen
  • ambivalente Charaktere
  • Spannung aus Figuren
  • Action und Dramatik
Negativ aufgefallen
  • für manche Panels zu kleines Format
  • stellenweise übertriebene Farbgebung
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Rezension vom: 28.01.2019
Kategorie: Birthright
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