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Comic-Besprechung - Black Road 1: Im Norden steht ein Kreuz

Geschichten:
Black Road -Die schwarze Strasse 1: Im Norden steht ein Kreuz (Black Road 1-5)
Autor: Brian Wood, Zeichner: Garry Brown, Colorist: Dave McCaig


Story:
Magnus der Schwarze ist ein Söldner mit beachtlichem Ruf und dunkler Vergangenheit. Seine Gefühle gegenüber der zunehmenden Ausbreitung des Christentums in Skandinavien sind zwiespältig. Dennoch nimmt er den Auftrag an, einen römischen Kardinal auf einer Reise in den Norden zu begleiten. Dafür müssen sie die berüchtigte Schwarze Straße bereisen auf der viele Gefahren lauern. Doch der eigentliche Feind lauert im Inneren.


Meinung:
Brian Wood ist nach seiner hervorragenden Serie Northlanders wieder bei den alten Wikingern angelangt und erzählt mit dem Zweiteiler Black Road, zumindest in der deutschen Ausgabe auf zwei Bände aufgeteilt, eine Geschichte aus dem Spannungsfeld der Christianisierung der skandinavischen Länder. Durch diesen tiefgreifenden Wechsel der Religion, welche nicht nur friedlich geschieht, gerät die bisherige Gesellschaft in einen tiefgreifenden Umbruch. Da aber die einzelnen Menschen untrennbar ein Teil des sozialen Gefüges sind, führt dieser Umbruch auch zu Brüchen in der Identität und manche fühlen sich verloren, was die Gewalt steigert, da die Verbitterung über den Verlust des Glaubens und damit an bewährte Traditionen ein Ventil braucht.

Thematisch wurde das schon ein um das andere Mal bei Northlanders aufgegriffen. Dabei ist die hier erzählte Geschichte vielmehr ein Genre-Mix. Natürlich, anhand des Settings, liegt hier vorwiegend ein historisches Stück vor, was real existierende historische Ereignisse aufgreift, ohne einen Tatsachenbericht zu liefern, aber auch eine Mischung aus einem Roadmovie und einem Krimi. Die hier geschilderte Reise  führt durch eine gefährliche Gegend und könnte auch von einem Cowboy geleistet werden, und die Gefahren führt zu viel Action und Spannung, da immer wieder unklar ist was nun eigentlich die Hintergründe der Figuren und damit derer Motivationen und daraus resultierender Taten sind. Als Leser befindet man sich ständig im Ungewissen, was durchaus den Werbeslogan Noir rechtfertigt, da diese Bezeichnung sich eben stilistisch auf einen Krimi bezieht, der eine verhängnisvolle Atmosphäre aufbaut und sich der Protagonist in ein unentwirrbares Geflecht verstrickt. So geschieht auch hier Verrat und die Allianzen ändern sich ständig und am Ende hat man sehr viele offene Fragen. Dabei wirkt die Handlung im Grunde nur sehr gradlinig, denn wenn man sich am Ende die Story vor Augen führt, kann man eigentlich nur sagen: Sie reisten und kämpften. Aber was nun eigentlich alle einzelnen Elemente zusammenhält, wird man wohl im nächsten Band erfahren.

Gerade bei einem Roadmovie, auch in gemalter Form, sind die Bilder des Settings und der Landschaften enorm wichtig. Und das ist hier äußerst gelungen. Die Landschaftsbilder sind grandios und die Actionszenen trotzdem sehr dynamisch. Hier ist alles im Fluss und alles in Bewegung, so dass man tief eintauchen kann und auch bei den verschiedenen Rückblicken nie den Überblick verliert. Allerdings gibt es bislang auch recht wenig wirklich denkwürdige Szenen wie etwa bei manchen schockierenden Momenten in Northlanders, aber man ist doch gefesselt und vor allem der Held Magnus ist sehr viel tiefschichtiger angelegt als man zu Beginn noch hätte ahnen können. Hier schreibt Brian Wood eindeutig gegen das Klischee des stupiden Muskelberges an. Faszinierend.



Fazit:
Faszinierend. Ein spannendes historisches Setting, Action und eine düstere Stimmung ziehen einen mit den gelungenen Zeichnungen in seinen Bann. Dabei entpuppen sich im Laufe der Erzählung immer mehr Ebenen welche zunehmend einige Klischees aufweichen.

Black Road 1: Im Norden steht ein Kreuz - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Black Road 1: Im Norden steht ein Kreuz

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 25

ISBN 10:
3741611093

ISBN 13:
978-3741611094

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • historisches Setting
  • Aufweichung Klischees
  • Spannung und Action
  • düstere Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • es fehlen denkwürdige Szenen
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Rezension vom: 26.02.2019
Kategorie: Hefte
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