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Comic-Besprechung - Hellboy: Krampusnacht

Geschichten:
Autor: Mike Mignola, Zeichner: Adam Hughes

Story:
1975, Österreich in der Vorweihnachtszeit. Hellboy ist auf einen nicht näher bezeichneten Abstecher in der örtlichen Provinz. Als es in einer Kirche zu einem seltsamen Zufall kommt - ein alter Mann erscheint in dem Gotteshaus und richtet ein großes Chaos an, indem plötzlich alles Mobiliar durch die Gegend fliegt – erregt dies die Aufmerksamkeit des Titelhelden. Er macht sich auf die Spur nach Wilhelm Schulze, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Was er nicht weiß: Schulze wollte seine Aufmerksamkeit.
Während Hellboy auf dem Weg zu Schulze die verschneiten Wälder durchquert, begegnet er einer geisterhaften Frau, die ihn bittet, ihren Sohn zu retten. Ist es Zufall, dass dies passiert oder könnten beide Begebenheiten miteinander zu tun haben?

Meinung:
Wann sind die Geschichten um den „Höllenjungen“ am besten? Viele Fans vertreten die Meinung, wenn es die kurzen Geschichten sind, die nicht unbedingt über mehrere Hefte gehen. Und in der Tat kann man auch hier sagen, dass in der Kürze die Würze liegt.
Kam es in den letzten Jahren schon in der Filmwirtschaft dazu, dass sich mangels neuer Stoffe oder Ideen auf den Krampus besonnen wurde, so hatte nun auch Autor Mike Mignola Gefallen daran gefunden sich der Mär anzunehmen. Der Brauch, der im südlichen Bayern, der Oberpfalz und eben auch in Österreich und weiteren Gebieten verbreitet ist, trennt klar zwischen Nikolaus und Krampus. Der eine, der die artigen Kinder belohnt und der andere, der die bösen bestraft. Wie im 2015 erschienenen Film, ist auch Mignolas Krampusgestalt nicht zimperlich und kommt seiner Rolle mehr als nach. Während die bösen Kinder und Familienmitglieder in der Hollywoodversion in einer Dimension gefangen wurden und es nicht wussten, macht Mignolas Krampus keine Kompromisse und tötet schon seit Jahrhunderten.
Doch „Krampusnacht“ wäre keine Hellboy-Geschichte, besonders keine von den sehr guten, wenn sie nicht ihren Twist hätte. Denn es stellt sich heraus, dass Herr Schulze, der Krampus in der Geschichte, keine Lust mehr auf seine Rolle hat und deshalb die Aufmerksamkeit von Hellboy erregen wollte. Dieser soll ihm ein für alle Mal den Garaus machen.
Was folgt sind 22 Seiten stimmungsvoller Weihnachtgrusel mit einer handfesten Auseinandersetzung und einem amüsantem, Mignola-typischen Ende.
Doch die Geschichte würde nur halb so gut sein, wenn sie von Adam Hughes grafisch nicht so toll umgesetzt worden wäre. Hughes versteht es reduziert, aber dynamisch zu sein, wenn es notwendig ist, um Actionszenen die nötige Geschwindigkeit und Wucht zu geben, andererseits aber auch detailliert zu werden, wenn es um den Gruseleffekt geht. Die Szenen mit der Geisterfrau im Wald sind zudem märchenhaft schön eingefangen.
Warum das Heft also auch in den USA mit dem Eisner Award für das beste Einzelheft ausgezeichnet wurde, ist gut nachvollziehbar, denn Mignola und Hughes gelingt es auf 22 Seiten eine äußerst stimmungsvolle Geschichte zu erzählen, die den Leser in ihren Bann schlägt.
Die Geschichte wird im Heft durch einige Weihnachtsbilder und einem kleinen Einblick aus dem Sketchbook Hughes abgerundet und kommt so auf 32 Seiten zu einem Preis von 5 Euro.

Moment. „Heft?“ werden sich jetzt viele fragen. Ja, Cross Cult bringt „Hellboy – Krampusnacht“ in Heftform auf den Markt, was zumindest insofern ungewöhnlich ist, dass die Standardform der Hellboy-Veröffentlichungen das Hardcover ist. Das heißt aber nicht, dass die gewohnte Qualität darunter leidet. Druck, Papier, Lektorat und Übersetzung lassen keine Wünsche übrig.
Und auch aus einem anderen Grund ist die Formatwahl löblich, so kann die Geschichte wunderbar losgelöst vom Hellboy-Kosmos gelesen werden. Das Heft ist damit sowohl für Fans des Höllenjungen als auch Genre-Fans oder Freunden von etwas anderen Weihnachtsgeschichten zu empfehlen, die nicht unbedingt einen dicken Sammelband mit mehreren Geschichten von einer Serie kaufen wollen, die sie bislang nicht gelesen haben.
Das Heft eignet sich aber gleichwohl wunderbar, um neue Leser für den Höllenjungen gewinnen zu können.

Fazit:
„Hellboy: Krampusnacht“ ist Grusel- und Hellboy-Unterhaltung im besten Sinne. Mignola und sein kongenialer Partner am Zeichenstift, Adem Hughes, erzählen eine humorvolle, gruselige und in den besten Momenten düstere Weihnachtsgeschichte, die jedem Genre-Freund ans Herz zu legen ist. Und jedem Hellboy-Fan ohnehin!
Auch wenn die Geschichte für Cross Cult formatuntypisch als Heft veröffentlicht wurde, ist auch diese Veröffentlichung über jeden Zweifel erhaben. Darum kann das Urteil nur heißen: Zugreifen!

Hellboy: Krampusnacht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hellboy: Krampusnacht

Autor der Besprechung:
Martin Ebert

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 5,00

ISBN 10:
3959817282

ISBN 13:
9783959817288

32 Seiten

Positiv aufgefallen
  • stimmungsvolle, gruselige und trotzdem humorvolle Variation der Krampus-Mär
  • tolle Zeichnungen von Adam Hughes
  • trotz ungewöhnlichem Format gewohnt gute Qualität
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 03.03.2019
Kategorie: Hellboy
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