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Comic-Besprechung - PETER PARKER: DER SPEKTAKULÄRE SPIDER-MAN 1 - Im Netz der Nostalgie

Geschichten:
Geschichte 1 - Ohne Titel
Autor: Robbie Thompson, Zeichner: Mark Bagley, Inker: John Dell Colorist: Dan Brown

Spider-Man x 2 und Es ist nie zu spät
Autor: Chip Zdarsky, Zeichner: Joe Quinones, Adam Kubert, Chris Bachalo, Inker: Wayne Faucher, Adam Kubert, John Livesay, Jaime Mendoza, Victor Olazaba, Joe Rivera, Paolo Rivera, Tim Townsend, Farben: Andrew Crossley, Jordan Gibson, Jason Keith, Joe Quinones

Der Ring
Autor: Chip Zdarsky, Zeichner und Inker: Goran Parlov, Farben: Giada Marchisio

Späte Rache
Autor: Chip Zdarsky, Zeichner und Inker: Mike Allred, Farben: Laura Allred

Jeden Tag eine gute Tat
Autor: Mike Drucker, Zeichner, Inker und Farben: Chris Bachalo


Story:
Spider-Man, seine „Schwester“ Teresa und J. Jonah Jameson sind von Doctor Doom in die Vergangenheit geschickt worden, um den Tinkerer aufzuhalten. Dieser hat sich mit den Vedomi verbündet, einer außerirdischen Rasse intelligenter Maschinen, die die Erde erobern wollen.

Meinung:
Den ersten Band von Paninis neuer Sonderband-Serie PETER PARKER: DER SPEKTAKULÄRE SPIDER-MAN ziert mit roter Farbe der Schriftzug „Neustart“ über der „1“. Dabei ist der Slogan denkbar schlecht gewählt, führt die Hauptgeschichte in dem Band doch nahtlos die aus den Heften 19 bis 21 der letzten Heftserie SPIDER-MAN weiter. Zwar ist das Vorwort zu Beginn des Bandes sehr informativ und bringt den geneigten Neuleser auf den aktuellen Stand, allerdings war sich der Verfasser des Umstandes durchaus bewusst und kommt nicht umhin, selbst auf die oben genannten Ausgaben oder den Sammelband derselben zu verweisen. Im Grunde ist also dieser genannte Sammelband vielmehr, zumindest inhaltlich, der erste Band der „neuen“ Reihe. Sollte dies nun aber ein Kriterium sein, den Band im Regal zu stehen lassen? Mitnichten – „Im Netz der Nostalgie“, so der Titel des Softcovers, erhält eine klare Kaufempfehlung! Zwar liegt hier kein Klassiker der Comicliteratur vor, dafür aber Spidey-Unterhaltung im besten klassisch-modernen Stil. Der Untertitel gibt einen Eindruck davon, wohin die Reise geht und beschreibt sehr gut, wie sich das Lesen für den jahrelangen Spider-Man-Fan anfühlt.

Autor Chip Zdarsky schafft es in seiner Geschichte mehrere bedeutende Momente der Spider-Man-Historie so zu verwenden, dass ein äußerst gefälliger Potpourri dabei heraus kommt. So unterstützt Peter beispielsweise sein jüngeres Ich dabei Doktor Octopus und den Grünen Kobold auszuschalten, während Jonah auf der Suche nach dem Tinkerer alte Kanäle anzapft, sprich, er geht zum Daily Bugle und benutzt sein jüngeres Ich. Teresa dagegen hat eine Begegnung mit einem ganz besonderen CIA-Agenten, der ihr hilft, Licht ins Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen. Alle drei Handlungsstränge bersten nur so vor tollen Momenten. Wenn die zwei Spider-Men beispielsweise gegen den Grünen Kobold kämpfen oder einen Ausbruch von Doktor Octopus verhindern, dann ist das Fan-Service allererster Güte. Doch auch Neuleser werden ihren Spaß daran haben, denn die Geschichte ist frisch, lustig und teilweise auch dramatisch geschrieben. Es ist demnach eher so, dass langjährige Leser noch einen Bonus erhalten. Dass sich am Ende sogar recht drastisch die Lage zu spitzt und ernst wird, als Peter und seine Gefährten in eine Möglichkeit Zukunft katapultiert werden, die auf den Handlungen aus der Vergangenheit beruht, tut dem Handlungsbogen keinen Abbruch, sondern wirkt sehr stimmig.
Da es sich allerdings um eine Zeitreisegeschichte handelt, sollte man es tunlichst vermeiden über die Logik nachzudenken. Die Geschichte funktioniert, wenn man zwar akzeptiert, dass solche Reisen möglich sind, aber man nicht zu genau über mögliche Konsequenzen nachdenkt. Diese Grundregel sollte man als Leser befolgen.
Darüber hinaus beinhaltet der Band eine nette Zusammenfassung von Autor Robbie Thompson, wer Spider-Man ist. Auf 3 Seiten wird dem Leser so ganz knapp und äußerst grob die Entstehungsgeschichte näher gebracht. Nichts Besonderes, aber ein netter Service seitens Panini. Dagegen sieht es bei den drei Geschichten „Der Ring“, „Späte Rache“ und „Jeden Tag eine gute Tat“ anders aus. Bei den ersten beiden handelt es sich um Beiträge aus dem US-Jubiläumsheft 300 der US-Heftreihe Peter Parker: The Spectacular Spider-Man. Während erstere eine charmante, witzige Geschichte über das Verhältnis zwischen Spider-Man und Black Cat ist, bei der ein Ring und ein Kniefall besondere Bedeutung haben, handelt die zweite von J. Jonah Jameson. Es wird dessen Werdegang vom einstigen Reporter bis zum Herausgeber des Daily Bugle, dem Antritt als Bürgermeister und bis zum aktuellen Status Quo dargestellt. Leider war dieser Weg auch damit verbunden, dass Jamesons Ego ihm und noch vielmehr anderen im Weg stand. Von Jameson und dem Leid eines solchen „Weggefährten“ erzählt die Geschichte und zeigt dennoch, wie ambivalent der Charakter des Sturkopfs mit Bürstenschnitt ist. Die letzte Geschichte ist dagegen wieder eine kleine witzige Fingerübung aus dem Annual von 2018 der oben genannten US-Heftserie. Charmant, witzig, kann man lesen – mehr aber auch nicht.

Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Zeichenstile in diesem Band. Auch, wenn eine Fülle an Zeichnern vorliegt, das Hauptaugenmerk liegt auf Joe Quinones und Adam Kubert, die die Zeitreisegeschichte inszenierten. Während Quinones Zeichnungen an die klassische Zeit erinnern, in denen die Geschichte spielt, dabei aber wunderbar dynamisch, modern und gar nicht altbacken daher kommen, zeichnet Kubert eine düstere, detaillierte Zukunftsvision – und das gewohnt stilsicher. Dazu kommen noch Mike Allred und Goran Parlov, die die graphischen Sahnehäubchen liefern mit Ihren Zeichnungen zu den Geschichten aus der Jubiläumsnummer.

Qualitativ liegt hier ein sauberes Softcover mit ordentlichem Druck und schönem Papier vor, das kein Durchschimmern der vorherigen Seite zulässt. Und das ist vor allem bei Allreds und Quinones Zeichnungen wichtig, da hier mit ordentlich Farbe gearbeitet wurde. Leider sucht man in dem Band vergebens nach Extras. Es sind die Cover der US-Originalhefte in voller Größe abgedruckt und die vorletzte Seite gibt noch ein paar Infos zu den aktuellen Handlungen aus dem Spider-Man-Universum und zu den Zeichnern des Bandes. Wirklich nicht viel, aber eben das gewohnte Bild bei den Serienveröffentlichungen von Panini.

Fazit:
PETER PARKER: DER SPEKTAKULÄRE SPIDER-MAN ist genauso wenig ein inhaltlicher Neustart wie ein schlechter Comic-Band – ganz im Gegenteil! Chip Zdarskys Spider-Man-Geschichte, die in den Heften 19 bis 21 der letzten Serie begann, wird konsequent weiter gesponnen. Und dank des informativen Vorworts können Neu- wie Stammleser ganz einfach einsteigen. Dabei birst der Band vor tollen Momenten und weiß über die komplette Dauer zu unterhalten. Die witzige, charmante Schreibe von Autor Zdarsky runden dabei noch die Zeichnungen seiner Kollegen wunderbar ab. Eine klare Kaufempfehlung für Superhelden- und vor allem Spider-Man-Fans!

PETER PARKER: DER SPEKTAKULÄRE SPIDER-MAN 1 - Im Netz der Nostalgie - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

PETER PARKER: DER SPEKTAKULÄRE SPIDER-MAN 1 - Im Netz der Nostalgie

Autor der Besprechung:
Martin Ebert

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741611107

ISBN 13:
978-3741611100

156 Seiten

Positiv aufgefallen
  • charmante witzige und doch dramatische Hauptgeschichte von Chip Zdarsky mit
  • vielen Fan-Momenten, die die klassischen Storys aufgreifen ohne altbacken zu sein
  • tolles Spider-Man-Feeling auch in den weiteren Geschichten des Bandes
  • tolle grafische Umsetzung der zahlreichen Zeichner mit kaum abfallender Qualität
Negativ aufgefallen
  • leider kein Bonusmaterial außer den Covern der US-Ausgaben sowie Vor- und Nachwort
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Rezension vom: 11.03.2019
Kategorie: Hefte
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