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Comic-Besprechung - Hellboy 17: Hellboy und die B.U.A.P. 1954

Geschichten:
Hellboy 17: Hellboy und die B.U.A.P. 1954
Schwarze Sonne

Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Stephen Green, Colorist: Dave Stewart

Das vernunftlose Tier
Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Patric Reynolds, Colorist: Dave Stewart

Geistermond
Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Brian Churilla, Colorist: Dave Stewart

Der Spiegel
Autor: Mike Mignola, Zeichner: Richard Corben, Colorist: Dave Stewart

Story:
1954 war Hellboy noch ein Agent der B.U.A.P. und untersuchte paranormale Ereignisse. So wird er etwa in die Arktis gerufen, da dort ein merkwürdiges Wesen gesichtet worden ist. Die Suche führt ihn aber zu einem versteckten Stützpunkt mit außerirdischer Technologie. Auch ein Geist macht ihm zu schaffen und kann der kettenrauchende Teufel die Rache ausbremsen? Eine weitere Spur führt ihn ins China der Revolutionszeit. Die Menschen aus einem ganzen Viertel sind verschwunden und Hellboy bekommt es mit Vertretern der chinesischen Mythologie zu tun. Außerdem droht ihm ein verfluchter Spiegel zum Verhängnis zu werden.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Auch wenn Hellboy in seiner eigenen Serie aus der Kontinuität herausgenommen wurde, so kann man weitere Abenteuer mit ihm lesen. Jetzt dürften sich manche fragen, wie das sein kann, da doch gerade der siebzehnte Band um den Höllenjungen erschienen ist. In seiner eigenen Serie ist der Titelheld ja schon gestorben und es wurden auch schon seine abschließenden Abenteuer in der Hölle geschildert. Im Grunde ist die Serie also schon beendet. Aber da Hellboy in seinem eigenen fiktiven Kosmos jahrzehntelang aktiv war, so kann man noch weitere Geschichten mit und um ihn erzählen. Zudem ist das glaubwürdig. Man muss ihn nicht wieder zum Leben erwecken, ist nicht auf Rückblicke angewiesen, sondern erzählt einfach bislang unerzählte Geschehnisse die man quasi aus dem Archiv der B.U.A.P. hätte entnehmen können. Nur verzichtet man auf irgendwelche Rahmenhandlungen, sondern erzählt fabuliert munter drauflos.

Dabei steht noch Hellboys Aktivität als Agent des Büros zur Untersuchung und Abwehr von paranormalen Ereignissen im Mittelpunkt. So gibt es schließlich auch der neue Untertitel zur Serie vor. Sie heißt nun Hellboy und die B.U.A.P.. Dabei konzentriert man sich in jedem Band wohl auf ein bestimmtes Jahr, gibt also eine Chronik der Agententätigkeit vor. Im 17. Teil spielen alle Ereignisse im Jahr 1954. Also zur Hochzeit des Kalten Krieges und kurz nach Stalins Tod. Aber einen politischen Subtext sucht man hier vergebens und es geht auch nicht um die Jagd nach Kommunisten und so hält man sich von jeder Ideologie fern, was eine angenehme Tatsache ist. Einzig in der Geschichte welche in China spielt, wird ein realhistorischer Hintergrund eingearbeitet, steht aber nicht im Zentrum der Handlung.

Wie es der Untertitel schon suggeriert geht es hier um die Untersuchung paranormaler Ereignisse. Dabei kann sich die Leserschaft an vier in sich abgeschlossene Abenteuer erfreuen. Bei allen wird die Vorliebe zum Pulp deutlich was schließlich ein Markenzeichen der Serie ist. So ist die erste Story mit der Verbindung von Nazis, Theorien zur hohlen Erde und UFOs eigentlich purer Trash, lebt aber vor allem von der Atmosphäre, dem Setting und den wunderbaren Zeichnungen von Stephen Green. Hier sind auf jeder Seite die Ironie und die Übertreibung zu spüren welche einem verdeutlicht, dass man es bloß nicht ernst nehmen soll.

Des Weiteren gibt es eine leider zu kurz geratene Geschichte vom Superstar Richard Corben. Diese ist wirklich unheimlich, souverän in dem ihm eigenen Stil gezeichnet, und lässt viele Fragen offen was die Phantasie anregt.

Allein schon die Idee das eine weitere Geschichte Hellboy mit einem Geisteraffen zusammenbringt ist schon äußerst verquer und gibt eine in ihren Grundzügen typische Geistergeschichte einen schönen ironischen Kniff und die vierte Geschichte verbindet den Hellboy-Kosmos mit Aspekten der chinesischen Mythologie und Historie. Auch diese lebt wieder von den Zeichnungen, der Spannung, der Atmosphäre, dem Charme und der Ironie. So etwa wenn die Dämonen während des Kampfes ihren Gegner Hellboy permanent als Cousin anreden.

Generell kann der Band vor allem dadurch überzeugen, dass hier eine ironisch präsentierte Liebe zum Pulp und Trash zelebriert wird und so den Fans alles bietet was sie an dem roten Teufel so lieben. Es ist alles da und auch Neueinsteiger werden sich hier gut und schnell einfinden. Ebenso wie sporadische Leser die sich nicht auf eine Kontinuität einlassen wollen. Alle sollten hier also zugreifen.



Fazit:
Der Band bietet alles was die Fans an ihrem Höllenjungen lieben: Ironie, Liebe zum Pulp, Action, gute Zeichnungen, absurde Ideen, Hommagen und zudem ist er sehr einsteigerfreundlich. Zugreifen.


Hellboy 17: Hellboy und die B.U.A.P. 1954 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hellboy 17: Hellboy und die B.U.A.P. 1954

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22

ISBN 10:
3959818874

ISBN 13:
978-3959818872

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ironie
  • Hommage
  • Action und Setting
  • Zeichnungen
  • Liebe zum Pulp
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
5
(1 Stimme)
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Rezension vom: 19.03.2019
Kategorie: Hellboy
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