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Comic-Besprechung - Das Erbe des Teufels 4: Apokalypse

Geschichten:
Das Erbe des Teufels 4: Apokalypse
Autor: Jérome Félix, Zeichner, Colorist: Paul Gastine


Story:
Während Lenoir über die Hintergründe des Rätsels aufgeklärt wird, ahnen Constant und Diane nichts davon. Doch ihre Sorgen sind dringenderer Natur. Um Calvé und die deutschen Spione aufhalten zu können, brauchen sie die Unterstützung von Partisanen. Doch die misstrauen Diane. Keine der Parteien ahnt das ihnen die Zeit davon läuft, denn es droht die Apokalypse und das führt zu schwerwiegenden Fehlern.

Meinung:
Im Finale der Serie Das Erbe des Teufels offenbart sich ein grundlegendes Problem des Mysterythrillers. Je größer das Rätsel, desto enttäuschender ist meist die Auflösung. Ein Lied von dem etwa der französische Autor Christophe Bec ein Lied singen kann dessen Serien gegen Ende leider immer schwächer werden, da sie mit dem faszinierenden Auftakt nicht mehr mithalten können.

Hier nun wird immerhin eine schöne Metaebene geschaffen in dem aufgezeigt wird das der Mensch dazu neigt zufälligen Ereignissen einen Sinn zu geben, indem er zwischen ihnen Zusammenhänge konstruiert. Was im Grunde der Kern einer jeden Verschwörungstheorie ist. Auch wenn man ihnen nicht anhängt und durchschaut was sie bezwecken sollen, so ist das Rätselspiel doch immer faszinierend und man hat ein Vergnügen daran. Im Grunde ist es dann so, dass man die Lösung gar nicht wissen will und so sprießen die Gerüchte und Verschwörungen weiter bis sich eventuell sogar ein Mythos entwickelt.

Das Finale mit dem passenden Untertitel Apokalypse hätte gut daran getan einige Fragen offen zu lassen, auch wenn obiger Aspekt hier sehr geschickt und intelligent aufgezeigt wird. Aber das grundlegende Rätsel ist zunächst einmal nicht sonderlich elegant gelöst, denn fast der ganze Band besteht aus einem Dialog in dem einer der Protagonisten zusammenfassend über alle Entwicklungen, Pläne und Hintergründe aufgeklärt wird. Die weiteren Entwicklungen und finalen Konfrontationen finden währenddessen statt und während man von ihnen liest gibt es immer wieder im Off-Kommentar die Hintergründe wie es zu der Situation gekommen ist. Es mag eine dramaturgische Notwendigkeit bestehen den langen Dialog mit anderen Szenen aufzubrechen da es sonst hätte langweilig werden können, aber die Erklärung verdeckt die Action und die Dramatik und droht sie in dem Exkurs zu ersticken. So wird das Paradox hergestellt das trotz aller Action und Dynamik der Band etwas träge wirkt.

Dabei ist Das Erbe des Teufels schön bebildert und man könnte manche Panels minutenlang ansehen und durch die Perspektivwechsel wird das auch nie langweilig weswegen man den Band gerne liest. Aber das größte Problem ist logischer Natur und der Kernaspekt ist an Zynismus kaum noch zu überbieten. Der ursprüngliche Plan geht auf, aber in der Befürchtung, dass er scheitern würde, lässt man ihn scheitern. Da so der Zweite Weltkrieg ausbricht und Millionen von Toten fordert ist das unglaubwürdig und zynisch. Gut, man musste sich der historischen Realität angleichen, aber das geschieht mit der Brechstange und macht die Handlung fast der ganzen Serie zunichte. Alle Opfer, alle Anstrengungen, all die Toten waren völlig umsonst. Alles sind Opfer einer Verschwörungstheorie die sich als unwahr darstellt.

Gegen Ende wird noch ein Haken geschlagen der eine fast vergessene aber wichtige Komponente des Zweiten Weltkrieges einbaut und so noch retten will was nicht zu retten ist. Der dramaturgische Schaden ist schon angerichtet. Schade, dass es so die Serie beschädigt und es wäre dramatischer und vor allem sehr logischer gewesen wenn der Plan in sich gescheitert oder von den Gegnern vereitelt worden wäre. Faszinierend und enttäuschend zugleich.


Fazit:
Faszierend und enttäuschend zugleich. Es wird eine intelligente Metaebene geschaffen und die Zeichnungen sind hervorragend. Aber die Dramaturgie begeht einen schweren Fehler die Handlung der ganzen Serie zunichte zu machen droht. So bleibt ein zwiespältiges Gefühl.


Das Erbe des Teufels 4: Apokalypse - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das Erbe des Teufels 4: Apokalypse

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Bunte Dimensionen

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3944446739

ISBN 13:
978-3944446738

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • intelligente Metaebene über Verschwörungstheorien
Negativ aufgefallen
  • langer Monolog überdeckt Handlung
  • dramaturgischer Fehler droht komplette Handlung zu negieren
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Rezension vom: 21.03.2019
Kategorie: Alben
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