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Comic-Besprechung - XIII Mystery 12 - Alan Smith

Geschichten:
Text: Daniel Pecqueur
Zeichnungen: Philippe Buchet
Farben: Bérengère Marquebreucq


Story:
In der Spin off-Serie „XIII Mystery“ werden Charaktere aus dem XIII-Universum näher vorgestellt. So wurden beispielsweise bisher die Charaktere La Mangoust, Jones, Steve Rowland oder Colonel Amos näher betrachtet. Der 12. Band dieser Reihe nimmt sich nun Alan Smith vor. Die Geschichte beginnt mit einer Szene auf dem Friedhof. Alan Smith wird beerdigt. Er ist gefallen in Vietnam. Für sein Vaterland. Bis zur Unkenntlichkeit im Jeep verbrannt. Rückblende: Smith im Kampfeinsatz an vorderster Front. Er erlebt die unerbittliche Härte des Vietnamkrieges. GI´s, die ganze Dörfer mit wehrlosen Zivilisten niedermetzeln und ihre Taten mit diffusen Aufträgen entschuldigen. Smith ist anders. An ihm nagt der Zweifel. Als er dann plötzlich unversehens im Kampfeinsatz von seiner Truppe getrennt wird, ergreift er die Gelegenheit, sich ein neues Leben aufzubauen.



Meinung:
Alan Smith gehört zu den rätselhaften Gestalten im XIII-Universum. Er ist der Sohn von Sally und Abe Smith, dem Ehepaar, dass XIII nach seiner Kopfverletzung am Beginn der Geschichte aufpäppelt. Es ist eine der vielen Identitäten, die XIII in der Hauptserie übernommen hat.
Das Artwork des Bandes gefällt mir sehr gut. Die Zeichnungen von Philippe Buchet überzeugen durch Rasanz, Tiefe und Detailgenauigkeit. Dabei spart Buchet, der für „Spirou und Fantasio“ des Teams Morvan und Munuera die Maschinen, Roboter und anderen technischen Geräte entwirft, nicht an Brutalität. Besonders die Szenen im südostasiatischen Dschungel – und rund 80 Prozent des Bandes spielen hier – überzeugen. Das satte Grün, die Undurchsichtigkeit, das Gefühl, das alles irgendwie lebt und ich als Leser gar nicht genau wissen will, WAS da so lebt, alles das ist sehr schön eingefangen vom Zeichner.
Klar ist auch, dass Buchet keine Experimente wagt. Aber das erwarte ich zeichnerisch auch nicht bei einer Geschichte aus dem XIII-Kosmos. Die Seitenarchitektur ist gefällig, nicht zu eintönig, spart aber Überraschungen aus, so dass sich der Betrachter voll und ganz auf den Verlauf der Geschichte konzentrieren kann. So wie es bei XIII zu sein hat.
Daniel Pecqueur entwirft dazu passend einen spannenden Plot, bei dem der Leser durch die 54-seitige Geschichte rast. Das ist sehr gekonnt gemacht und – soweit es im Bereich der Möglichkeiten bei einer Action-Geschichte ist – hat er die Charaktere gut ausgebildet. Alan Smith bekommt ein Gesicht und eine Geschichte.
Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann möglicherweise nur zwei Dinge. Da ist zum einen die scheinbare Unsterblichkeit von Smith. Es reicht halt nicht, dass er von einer Strickleiter fällt, die an einem abstürzenden Hubschrauber befestigt ist. Er muss auch noch aus einem Lkw geschleudert werden, der von der Straße abkommt und einen Abhang hinunterrollt. Puh, zweimal Glück gehabt. Vielleicht ein bißchen viel Action – aber nichts destotrotz oder gerade deshalb (?) sehr unterhaltend.
Das zweite, was am Szenario etwas stört – und da weiß ich nicht, ob es an einer mangelhaften Übersetzung oder am Original liegt – sind die mitunter holprigen und sperrigen Dialoge. Ein empathischer Mensch, der soeben an einem Massaker beteiligt war, wird seinem Vorgesetzten nicht in ruhigem Ton sagen: „Die armen Kinder! Wir haben sie abgeknallt wie Hunde!...Es ist ekelhaft, dass ich bei dem Massaker mitgemacht habe“. Das wirkt blutleer. Es gibt drei oder vier solcher Stellen, die ich dann lieber schnell überlesen habe.



Fazit:
Der 12. Band in der „XIII Mystery“-Reihe steht in der Tradition seiner Vorgänger. Actiongeladene Handlung ohne Schnörkel. Wem das XIII-Kosmos gefällt wird hier auf seine Kosten kommen. Vielleicht ist die Geschichte eine Spur zu schnell und zu rasant und landet im Vergleich mit den anderen Bänden der Reihe für mich im unteren Mittelfeld.



XIII Mystery 12 - Alan Smith - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

XIII Mystery 12 - Alan Smith

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-551-71082-6

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gute Zeichnungen
  • Spannende Handlung
  • Rasanter Lesegenuss
Negativ aufgefallen
  • Mitunter holprige Dialoge
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Rezension vom: 08.04.2019
Kategorie: Alben
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