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Comic-Besprechung - Luc Orient 2: Die gefrorenen Sonnen

Geschichten:
Luc Orient 2: Die gefrorenen Sonnen
Autor: Greg (Michel Regnier), Zeichner / Colorist: Eddy Paape


Story:
Nachdem sich Luc, Professor Kala und Lora mit dem Stamm der Eingeborenen verbündet haben, machen sie sich auf den Weg die Feuerdrachen zu finden. Der Weg führt durch eine geheimnisvoll veränderte Flora und Fauna. Kala ahnt bereits das die Feuerdrachen der Legende außerirdische Raumschiffe sind. Dennoch erwartet das Team bei ihrer Ankunft eine große Überraschung.

Meinung:
Wie schon in der Rezension zu dem ersten Band der Neuauflage von der klassischen franko-belgischen Science-Fiction Saga Luc Orient vermerkt, gibt es deutliche Parallelen zu dem amerikanischen Zeitungsstrip Flash Gordon. Hier nun, im Vorwort des zweiten Bandes, welcher die Storyline vom ersten Teil fortführt, wird noch näher darauf eingegangen und die Ähnlichkeiten, in einem Falle sogar mit Bildnachweis, herausgestellt.

Manchem mag das spitzfindig erscheinen. Denn im Abschluss der ersten Storyline des ersten Zyklus muss man festhalten, dass es genauso viele Unterschiede gibt. Vor allem ist das daran festzumachen, dass hier keine Space Opera vorliegt. Es gibt also, bislang wohlgemerkt, keine Reise zu einem anderen Planeten und auch keine großen Weltraumschlachten. Action und vor allem Gewalt kommen hier auch nicht übermäßig vor. Sie wird nie zum Selbstzweck, sondern dient immer der Story (nun ja, fast, manchmal muss der ewige Dialog aufgebrochen werden) und veranschaulicht die Fremdartigkeit anderer Wesen und schafft durch die potentielle Bedrohung Spannung. Insofern ist ein kleines bisschen Gewalt und Action notwendig.  In dem Sinne kommt hier auch schon das vor, was später zu einem Markenzeichen der Serie werden sollte: die Untersuchung merkwürdiger Phänomene auf der Erde.

Zu Beginn besitzt das  noch klassische Elemente des Abenteuergenres: da bewegt sich Greg als Autor auf sicherem Terrain und schildert eine Reise durch eine fremde Fauna und Flora wobei die Rolle des zu entdeckenden Stammes oder einer verschollenen Stadt oder eines Schatzes dann die Außerirdischen einnehmen und die Fremdartigkeit der Natur und ihrer Geschöpfe durch kosmische Strahlung entstehen. Auch die Konstellation der drei Helden ist nicht nur ein Abziehbild der Helden aus Flash Gordon, sondern sie sind zudem Archetypen. Der jugendliche Held, Luc Orient, der aufgrund seiner Erfahrungen reifen muss, der weise Mentor, Professor Kala, und das Love Interest, Lora.

Leider geht ungefähr nach der Hälfte des Bandes etwas die Luft raus. Das Tempo wird zunehmend durch Dialoge gebremst und manche Actionsequenzen wirken dann auch nicht harmonisch. Sie sind offenbar schnell, und manchmal sogar überflüssig, wie die Szene mit dem Panther, in die Handlung eingefügt, um die etwas plätschernde Handlung noch einmal aufzubrechen.

Schon der Mangel an Action macht deutlich, dass hier eine optimistische Science-Fiction vorliegt. Es gibt keine Schlachten a la Star Wars, welches ja erst zehn Jahre später entstand, aber auch keine Dystopien. So kommt hier das Böse aus dem bereits aus dem ersten Band bekannten Schurken, der keinerlei Wachstum oder eine Schärfung seiner Konturen besitzt. Seine Motive sind unklar. Geld? Macht? Sicher. Aber wie will er beides mit seinem Fund erreichen? Macht die Gier ihn blind, oder nehmen Greg und Paape einige unlogische Aspekte in Kauf, um eine Schurkenrolle zu behalten?  So hapert es in einigen Details und Luc Orient wird sympathischer durch seine Fehler die vor allem durch seinen Übereifer entstehen. Aber die Naivität des Bandes macht auch seinen Charme aus und die Spannung entsteht weniger durch die Action, denn durch die Frage wie man auf das Fremde reagiert und was es mit den einzelnen Phänomenen auf sich hat. Insofern ist die Serie wirklich gut gealtert und man kann sie immer noch mit Freude lesen. Ein wahrer Klassiker also.


Fazit:
Obwohl die Serie noch etwas ihren Ton sucht und manchmal unlogische Aspekte sowie Klischees in Kauf nimmt, so hat sie doch ihren Charme und das grundlegende Thema, die Reaktion auf das Fremdartige, ist so aktuell wie je. Ein wahrer Klassiker.

Luc Orient 2: Die gefrorenen Sonnen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Luc Orient 2: Die gefrorenen Sonnen

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
All Verlag

Preis:
€ 15,80

ISBN 10:
3946522424

ISBN 13:
978-3946522423

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Rätsel
  • dezenter Spannungsaufbau
  • fantasievolle Zeichnungen
  • aktuell gebliebenes Thema
Negativ aufgefallen
  • unklarer Schurkencharakter
  • etwas dialoglastig
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Rezension vom: 17.04.2019
Kategorie: Luc Orient
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