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Comic-Besprechung - The Walking Dead 31: Verdorben bis ins Mark

Geschichten:
The Walking Dead 31: Verdorben bis ins Mark (The Walking Dead 181-186)
Autor: Robert Kirkman, Zeichner: Charlie Adlard, Inker: Stefano Gaudiano, Colorist: Cliff Rathburn


Story:
Die Gouverneurin der Gemeinschaft trifft sich mit Rick und besucht nicht nur Alexandria, sondern auch die anderen Ansiedlungen. Doch der Besuch lässt auch Mißtrauen entstehen. Als Rick letztlich mit einigen Leuten in der Gemeinschaft ankommt, werden die ideologischen Differenzen offenbar. Kann man den entstehenden Konflikt diplomatisch lösen?


Meinung:
Im letzten Band wurde schon angedeutet das der nächste Konflikt eher ideologischer Natur sein wird. Bislang waren die menschlichen Gegner eher als Konkurrenten um Ressourcen, sicheren Unterschlupf und Macht zu sehen. Neben dem Kampf gegen die Zombies waren also die feindlichen Clans eher als Konkurrenten um Reviere und Jagdgründe zu sehen. Das passt ja auch zu der allgemeinen Entwicklung der Serie die hier schon oft angesprochen worden ist. Zunächst kam der Zusammenbruch der Zivilisation, das Überleben während der Apokalypse, dann der Gewinn eines Reviers, das Aufbauen einer Gesellschaft, die Entwicklung eines losen Bündnisses, was zu einem staatenähnlichen Gebilde führen kann. Kurz: wie nach dem Zusammenbruch der Zivilisation und dem ersten Überlebenskampf eine neue Zivilisation aufgebaut wird.

Nun stellt sich aber die Frage wie die künftige Gesellschaft geformt werden soll. Und diese Frage wird hier weitergeführt. Die Zivilisation ist zaghaft im Aufbau und es werden hier deutlicher als noch im Vorgängerband zwei Gesellschaftsentwürfe gegenübergestellt. Das ist dann natürlich auch die Frage welche Form die Zukunft nehmen soll. Schafft man etwas komplett Neues, oder lässt man nur das alte neu aufleben? Während Rick und die mit ihm verbündeten Siedlungen einer eher egalitäre, ja sogar sozialistische Lebensweise wählen, in dem es keine gewählten Anführer gibt und jeder nach Können und Interesse Aufgaben übernehmen kann, gibt es die große Siedlung unter der Gouverneurin welche das alte wiederbeleben wollen. Hier tut jeder das, was er auch vor der Apokalypse getan hat, egal wie nun die Qualifikationen aussehen mögen. Oder wie Michonne es einmal formuliert: „Ich würde die Apokalypse nicht überleben wollen, nur um wieder als Kellnerin zu arbeiten.“ Das eine ist also sehr individuell ohne eine wirkliche Regierung, während das andere autoritär ist und sehr auf Klassen bedacht ist. Diese Beachtung und Einstufung nach Kasten bzw. dem Status ist eine Wiederbelebung des Alten und droht in einem Totalitarismus zu münden. Man kann jetzt verwundert sein, dass hier vermeintlich sozialistische Ideen gepredigt werden. Aber das ist ein  Trugschluss. Vielmehr ist es die Ur-Maxime des amerikanischen Traumes in dem sich der Staat heraushalten soll und jeder selber seines Glückes Schmied ist und nach seiner eigenen Fasson glücklich werden soll. Insofern ist das Moderne hier durchaus konservativ. Man kann also gespannt sein, wie das weiter behandelt werden wird.

Aber hier gibt es nicht nur Konflikte zwischen den beiden Gruppen, sondern auch innerhalb Ricks Gemeinschaft. Man ist sich einig, dass man den Weg der Gouverneurin nicht einschlagen will, aber die Vorgehensweise wie man damit umgehen soll ist unklar. Nimmt man einen zivilisierten Weg der Kommunikation indem man eine Gemeinschaft ändert indem man ihnen ein besseres Leben vorlebt wie Rick es plant? Oder bleibt man noch gedanklich in den anarchischen Zuständen verhaftet, wie Dwight, und will einen Krieg vom Zaun brechen, um die Siedlung zu erobern? Dieser interne Konflikt führt zu einem überraschenden Todesfall eines schon länger bekannten Charakters. Dieser wird geopfert um schlimmeres zu verhindern, droht aber zu einem Bruch zwischen zwei der wichtigsten Charakteren der Serie zu führen. Das alles macht den Band wieder einmal sehr spannend und vom Subtext her sehr interessant. Einziges Manko ist allerdings das die Zombies kaum noch auftauchen und im Grunde nur zweimal auftreten. Das eine Mal als ungeheurer Spannungsfaktor und das andere Mal, um zu verdeutlichen das in einer größeren politischen Einheit die Politik oft symbolischer Akte bedarf, um den Einwohnern damit die Macht und die Handlungsfähigkeit zu beweisen. In kleineren Organisationseinheiten wie den autonomen Siedlungen bedarf es dessen nicht, da dort die sichtbare Leistung zählt und man nicht auf eine Symbolik umsteigen muss. Auf jeden Fall lohnt sich auch der neueste Band.


Fazit:
Es bleibt spannend. Auch wenn die Zombies kaum noch eine Rolle spielen. Aber hier werden Konflikte verschärft, welche auch innerhalb der Kerngruppe zu Brüchen führen können. Zugreifen.


The Walking Dead 31: Verdorben bis ins Mark - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Walking Dead 31: Verdorben bis ins Mark

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 18,00

ISBN 10:
3959812418

ISBN 13:
978-3959812412

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannung
  • Dynamik zwischen den Charakteren
  • politischer Subtext
  • überraschende Wendung
Negativ aufgefallen
  • Zombies sind nur noch ein Randphänomen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 15.05.2019
Kategorie: The Walking Dead
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