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Comic-Besprechung - Rip Kirby 5: 1951 - 1953

Geschichten:
Rip Kirby: Die kompletten Comicstrips 5: 1951 - 1953
Autor: Alex Raymond, Ward Greene, Fred Dickenson, Zeichner: Alex Raymond


Story:
Rip Kirby erklärt sich bereit eine verschwundene Fotografin zu finden, die nach einer Party an der französischen Küste nie wieder gesehen worden ist. Doch die Suche nach der Fotojournalistin führt Rip nicht nur nach Europa, sondern auch in die afrikanische Wüste, wo er sich sogar mit Nomadenstämmen herumschlagen muss. Wieder zurück in den USA kommt er nicht zur Ruhe, da ihn ausgerechnet ein berüchtigter Gangster um Hilfe bittet, da dessen Tochter einen zwielichtigen Mann liebt. Aber auch alte Bekannte werden Rip wieder über den Weg laufen. Was nicht immer positiv ist.


Meinung:
Der fünfte Band der gesammelten Tagesstrips von Rip Kirby umfasst nun die Jahre 1951 bis 1953. So langsam machen sich aber Ermüdungserscheinungen bemerkbar.  Was man schon im Vorwort bemerken kann, was nicht nur textlich schmaler ausgefallen ist als die vorhergehenden, sondern inhaltlich auch kaum noch Neues berichten kann. Es wiederholt sich also vieles Bekanntes.

Was denn auch den gesamten Band prägt.  In den Storys werden die gängigen Muster wiederholt welche man auch aus den vorhergehenden vier Bänden kennt. Die drohende Erstarrung in dramaturgischen Mustern war wohl auch Alex Raymond bewusst geworden. So schickt die erste Storyline den Helden in die nordafrikanische Wüste und lässt den Detektiv eine Frau aus dem drohenden Harem befreien, inklusive aufständischer Nomadenstämme, Schwertkämpfe auf Kamelrücken und so weiter. Damit werden nicht nur einige Klischees damaliger Abenteuerfilme aufgegriffen, sondern Rip Kirby wird an einen Ort geworfen wo er eigentlich nichts zu suchen hat. Es ist ja bis heute ein Markenzeichen der Serie das sie stilistisch den Geist der Zeit atmet und die Eleganz der oberen Schicht aufzeigt. Es wird oft auf die Details hingewiesen, die modische Kleidung und es ist alles sehr sophisticated. Kirby wurde bewusst als Gegenentwurf zu dem Hardboiled Detective entworfen. Zwar weiß sich Kirby zu wehren und nutzt auch Waffen, aber in der Wüste hat er wirklich nichts verloren, da so das ganze Konzept verworfen wird. So wird er zum Genrefremdkörper und verlässt das Kennzeichen der Serie. Es ist zwar dynamisch und actionreich, aber es passt einfach nicht und wirkt wie eine Verlegenheitslösung.

Wieder aus der Wüste daheim, kommt wieder ein melodramatischer Fall wie er zu der Serie passt aber im Grunde nur mit wechselndem Personal das gängige Muster wiederholt. Es geht um ein Pärchen dass auseinandergebracht werden soll, ein Mord geschieht und die Lösung des Falles rettet nicht zuletzt auch die Liebe. Das hat man in den vier Bänden vorher zur Genüge gelesen und wird sich auch in diesem Band sogar noch wiederholen.

Immerhin passt es zu den wiederkehren Elementen das im dritten Storybogen noch alte Bekannte auftauchen. Pagan Lee gehört als verschmähte Liebe zum Stammpersonal, aber hier kommen auch wieder Schurken wie Finger und vor allem der Mangler vor. Leider nimmt die Logik Urlaub. Hier sind auch zeichnerische Fehler zu finden. So will Rip zu einem Ort der sich auf der anderen Straßenseite befindet. Nur hat Raymond das vergessen und lässt den Helden ein Taxi nehmen. Auch der Schurke handelt nicht durchdacht, da er mit seinen eigenen Taten permanent seinen eigenen Zielen entgegenläuft und sich so selber blockiert. Hier lässt sich mangelnde Sorgfalt feststellen was angesichts der ersten zwei Storybögen den Bogen nicht mehr rausreißen kann.

Abgerundet wird der Band mit einem weiteren sehr melodramatischen Fall was trotz des Versuchs etwas Humor einzubauen doch nur die Eintönigkeit aufzeigt. Es kommt wieder alles sehr gediegen her, was zu dem Stil passt und die Serie charakterisiert, aber nichts Neues liefert. Da macht es auch relativ wenig, dass der fünfte Band mitten in der Geschichte abbricht.

So schön die Serie insgesamt und zu Recht ein Klassiker des Zeitungscomics ist, so muss man hier festhalten das sie anfängt in ihren Mustern zu erstarren und die Versuche sie aufzubrechen, scheitern. Man ist sich des Korsetts bewusst, weiß aber noch nicht wie man es erweitern kann ohne die Stilistik zu ändern. Zeichnerisch ist es, trotz kleinerer Fehler, immer noch elegant und dynamisch. Fans wird es freuen.


Fazit:
So langsam machen sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Versuche das Erstarren in gängige Muster aufzubrechen scheitern und es schleichen sich Fehler in die Zeichnungen und die Logik ein. Fans der Serie und Nostalgiker wird das nicht stören, aber der aktuelle Band ist leider der bislang schwächste der Reihe.


Rip Kirby 5: 1951 - 1953 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Rip Kirby 5: 1951 - 1953

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Bocola

Preis:
€ 25,90

ISBN 10:
3946842151

ISBN 13:
978-3946842156

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Eleganz und Stilwille
  • Setting
Negativ aufgefallen
  • Held in fremdem Genre
  • langsames Erstarren in bekannten Mustern
  • manchmal unlogisch und Fehler in den Zeichnungen
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Rezension vom: 20.06.2019
Kategorie: Alben
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