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Comic-Besprechung - Black Road 2: Stirb wie ein Heide

Geschichten:
Black Road-Die schwarze Strasse 2: Stirb wie ein Heide (Black Road 6-10)
Autor: Brian Wood, Zeichner: Garry Brown, Colorist: Dave McCaig


Story:
Magnus der Schwarze und die Schmiedin Kitta sind an der Festung angelangt in welcher der abtrünnige Bischof Eichenfeste seine Machtbasis hat. Von hier aus will er den rauen Norden zu dem Zentrum eines neuen Vatikan machen und geht brutal gegen die Heiden vor. Magnus will den Bischof um jeden Preis stoppen, um Rache zu nehmen. Doch wie soll er in die Festung gelangen? Und viel wichtiger: wie wieder hinaus?


Meinung:
Mit dem zweiten Band liegt schon das Finale der Mini-Serie Black Road vor.  Wie eigentlich bei einem Finale auch schon zu erwarten, schlägt die Dramaturgie hier kaum noch Volten und nach einigen Überraschungen im ersten Band ist dieser hier sehr viel gradliniger da im Grunde genommen alle Entwicklungen schon  vorgenommen worden sind.

Magnus der Schwarze und die Schmiedin Kitta gelangen an die Festung des Bischofs der sich von Rom losgesagt hat und einen neuen Vatikan auf heidnischem Land errichten will. Die Hintergründe dessen werden ausgespart und es zählt allein die Tatsache, dass dieser Bischof brutal und fanatisch ist. Mit viel Müh und Not, und einiges an Blut, gelangen die beiden (Anti-)Helden nun in die Festung hinein, um dort ihre Rache nehmen zu können. Die Story ist also eher lau ausgefallen. Genregerecht geht der Plan schief, man gerät in Not und übersteigt letztlich die Hürden, um an das Ziel zu gelangen. Das ist in der Hinsicht alles andere als überraschend.

Viel interessanter ist das unterschwellige Thema der zunehmenden Christianisierung im Wikingerreich. Auf eine sehr gelungene Art und Weise wird das auf eine persönliche Motivation heruntergebrochen. Magnus zweifelt an seinen Göttern und möchte eine Garantie von den Christen, dass er seine heißgeliebte Frau im Paradies wiedersehen wird. Er scheint also die Religionen gegeneinander abzuwägen was sie ihm bieten können. So könnte man ihm vorwerfen, dass er sich wie in einem Supermarkt bedienen will. Aber das würde zu kurz greifen. Magnus sieht die Vorzüge des Christentums, aber auch wie korrumpiert schon deren Vertreter sind. Magnus steht zwischen allen Stühlen. Er lehnt das Christentum nicht per se ab, was ihm Feinde unter den Wikingern einbringt, folgt aber immer noch teilweise den alten Göttern was ihm Skepsis und Hass von den Christen einträgt.

Gerade dieses Sitzen zwischen allen Stühlen macht hier auch das große Noir-Feeling aus, da jeder Befreiungsversuch die Situation nur noch verschärft. Magnus ist des Kämpfens müde, muss sich aber für eine Seite entscheiden da nicht beides nebeneinander existieren kann. Da er den (Glaubens-)Konflikt aber in jedem einzelnen sieht, kämpft er gegen die Symbole, denn anders kann man gegen eine Religion kaum vorgehen. Dadurch wird Black Road ein Abgesang auf eine sterbende Zeit und der neue Weg ist noch nicht gefunden.

Dazu passen die kargen Bilder ohne farbliche Wärme von Garry Brown. Sie lassen eine trostlose Atmosphäre entstehen und bieten keinerlei Wikingerromantik. Die Action ist sehr blutig und alles ist eine Einöde, schroff und rau was die Story hervorragend unterstützt wobei leider auch keine sonderlich auffälligen graphischen Ideen vorliegen. Die Farbgebung konzentriert sich auf sehr erdige Farben und benutzt primär Braun, Gelb, Schwarz und Grau. Alles zusammen ergibt das eine packende Geschichte bei der Wikingerfans auf jeden Fall zugreifen sollten.


Fazit:
Das Finale der Mini-Serie ist actionreich, düster, spannend und blutig. Dramaturgische Raffinessen darf man hier nicht mehr erwarten, aber für die Leser des ersten Bandes ist der Abschluss unverzichtbar.

Black Road 2: Stirb wie ein Heide - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Black Road 2: Stirb wie ein Heide

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 25

ISBN 10:
3741612367

ISBN 13:
978-3741612367

124 Seiten

Positiv aufgefallen
  • düstere Atmosphäre
  • tiefschichtiger Hauptcharakter
  • Action und Setting
  • Subtext
Negativ aufgefallen
  • keine dramaturgischen Raffinessen mehr
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Rezension vom: 04.08.2019
Kategorie: Hefte
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