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Comic-Besprechung - Das dritte Testament: Julius 4

Geschichten:
Das dritte Testament: Julius 4
Autor: Alex Alice, Xavier Dorison, Zeichner: Timothée Montaigne, Colorist: Francois Lapierre


Story:
Julius geriet kurz vor dem Berggipfel, auf dem das dritte Testament vermutet wird, in Lebensgefahr. Anstatt weiterzugehen und die Offenbarung zu erlangen rettete Sar Ha Harim Julius das Leben. Während Julius genas, kehrte der "Erwählte" nach Palästina zurück. Dort wird er als Messias gesehen der die verhasste Fremdherrschaft der Römer abwerfen kann. In der Tat startet Sar Ha Harim nun eine gewaltsame Rebellion. In der Zeit gelangt Julius in der Tat die Offenbarung in die Hände.


Meinung:
Lange musste man warten auf den vierten Teil von Das dritte Testament: Julius. Dabei muss man im Gedächtnis behalten dass diese Serie auch nur ein Prequel zu der Mystery-History-Serie Das dritte Testament ist und die Vorgeschichte eben dieses Testaments erzählt und was den Personen widerfahren ist welche in der Hauptserie erwähnt werden. Es lohnt sich also, nicht nur wieder zu der Reihe zu greifen, sondern vor allem noch die ersten drei Teile des Prequels vorher noch einmal zu lesen, um wieder in die Geschichte reinzukommen. Man muss sich aufgrund der langen Wartezeit doch wieder an die Figuren gewöhnen. Nicht unbedingt an das Setting auch wenn hier real historische Personen erwähnt werden wie etwa Kaiser Nero.

Während der übergelaufene römische Offizier Julius weiter in den tibetischen Bergen ist und dort tatsächlich die Offenbarung erhält, entfacht der mutmaßliche Bruder von Jesus in Palästina eine Rebellion. Ein Akt den manche sich schon von Jesus Christus gewünscht hatten. Die heutige Forschung etwa geht davon aus, dass mindestens einer der Jünger ein Anhänger der Zeloten war, eine militante Sekte welche die römischen Besatzer mit Gewalt vertreiben wollte. Doch Jesus predigte bekanntermaßen keine Gewalt. Aber seine Lehren, Predigten und Taten waren durchaus revolutionär. Damals wie heute, denn er kümmerte sich um die Ausgestoßenen wie etwa Prostituierten welche heutzutage von heuchlerischen Frömmlern verdammt werden da sie keine Moral besäßen. Wie sehr sie sich doch deswegen von Jesus und seinem Vorbild entfernt haben. Jedenfalls predigt der Bruder nicht, sondern nutzt die ihm zugeschriebene Rolle als Heilsbringer, als Messias, als einen reinen Machtfaktor. Livia, die Tochter von Julius, erkennt schnell die Gefahr und bringt die Entwicklung auf den Punkt indem sie Sar Ha Sarim daran erinnert, woran auch die Kaiser bei ihren Triumphzügen von einem Sklaven immer erinnert worden sind: „Bedenke, Du bist nur ein Mensch.“

Da hier der zentrale dramaturgische Punkt auf die Rebellion gelegt wird, ermöglicht es auch mehrere Actionszenen zu zeigen die durchaus blutig ausfallen. In dem anderen Erzählstrang geht es eben darum wie Macht korrumpiert. Insofern erinnert die Geschichte hier eher an Spartakus denn an eine theologische Diskussion und ein Vexierspiel mit der Überlieferung und historischen Fakten. Es wird hier noch nicht alles geklärt, was dann in der Hauptserie aufgegriffen werden konnte und einige offene Fragen lassen der Phantasie noch genügend Spielraum. Aber der nächste Band ist schon angekündigt.

Zeichnerisch ist das alles in einem sehr realistischen Stil gehalten was einen gut in die Epoche versetzen kann. Zudem sind die Actionszenen sehr dynamisch ausgefallen. Besonders lobenswert muss die Farbgebung herausgestellt werden. Denn diese wird immer dunkler. Je düsterer und hoffnungsloser die Story wird, desto erdiger, dunkler werden die Farben bis sie gegen Ende oft nur Variationen des Schwarzes liefern. Diese schleichende Verdunkelung spiegelt so auch den Niedergang der Charaktere und wie die Hoffnung schwindet und somit auch das psychische Elend. Es gibt hier keine Helden. Allerdings läuft es hier dramaturgisch nicht immer rund und die zeitliche Parallelität mancher Handlungsebenen will nicht sonderlich passen. Man hatte offensichtlich etwas Mühe alle Fäden in der Hand zu behalten und nicht anderen Geschehnissen, sei es im Prequel oder in der Hauptserie, zu widersprechen. Für Fans ist der Band aber ein „Must Have“. Andere müssten sich erst noch alle anderen zulegen.


Fazit:
Die verschiedenen Handlungsebenen wollen zeitlich nicht immer passen, aber es liegt ein spannender Comic über die Korrumpierbarkeit durch Macht vor, welcher sich durch Action und Dramatik mit einer hervorragenden Farbgebung auszeichnet.


Das dritte Testament: Julius 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das dritte Testament: Julius 4

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 10:
3551792046

ISBN 13:
978-3551792044

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Farbgebung
  • Action, Spannung, Dramatik
  • dynamische, detailreiche Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • zeitlich passen nicht alle Ebenen zusammen
  • kein Spiel mit biblischer Überlieferung
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Rezension vom: 15.09.2019
Kategorie: Das Dritte Testament
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